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KOTTAK – Therupy

ESCAPI/EDEL

Auch die Gründungsgeschichte von KOTTAK paßt ins übliche Schema der Freizeitgestaltung eines Rockmusikers. Da dessen etatmäßige Band gerade nicht wirklich beschäftigt ist, entschließt sich jener dazu, einige Kumpels um sich zu scharren und ein Soloprojekt zu starten. Der Hintergrund dafür wird uns in den meisten Fällen als "künstlerischer Ausgleich", im Sinne von verwursten, was bei der eigentlichen Band stilistisch auf keine Fall unterzukriegen ist, kolportiert. Bei KOTTAK, der Soloband von James Kottak (oder Jimmy Ratchitt, wie der Kerl im wirklichen Leben heißen dürfte - sg), stimmt zumindest die letzte Aussage nur zum Teil.

Denn obwohl es undenkbar wäre, auch nur eine der insgesamt elf auf »Therupy« enthaltenen Eigenkompositionen bei den SCORPIONS als Songidee für ein weiteres Album vorzubringen, so muß man Jimmy zugutehalten hier wohl keinesfalls "Resteverwertung" zu betreiben, sondern sehr wohl bedacht darauf gewesen zu sein, möglichst ansprechende Songs zu kreieren. Und das schaffen KOTTAK, genauer gesagt Jimmy an Gitarre und Gesang, eine Dame namens Athena am Schlagzeug (deren voller Name Athena Lee lautet und die in der Tat nicht nur die Ehegattin von Mister Kottak, sondern auch die Schwester von MÖTLEY CRÜE-Drummer Tommy Lee ist) Rev Jones (b) und Gitarrist Dave Whiston auch mühelos. Schon der Opener ›Money Changes Everything‹ macht deutlich, daß auf »Therupy« der Spaß regiert, denn der punkig angehauchte Rock dieser Truppe bringt selbst ansonsten wohl ernste Charaktere zum Lächeln und mitschunkeln. Wie besagter Opener ist auch das restliche Songmaterial immerzu partytauglich, ideal zum Mitsingen und mitrocken! Egal, ob wir uns ›Ripped‹ vornehmen, das geradezu klebrig in den Gehörgängen haftet, oder ›Funday‹, dessen Titel als Programm für die Platte gestanden haben könnte und an rockiger Attitüde den anderen Tracks in nichts nachsteht, alle Songs gehen gut und unmittelbar direkt ins Ohr.

Besonderes Augen- und Ohrenmerk sei noch dem Rausschmeißer ›Holiday‹ gewidmet. Eben jener zählt zwar im Normalfall zu den wohl weltweit bekanntesten Songs der SCORPIONS, doch aus dieser weltberühmten Ballade ist, nach streng am das Original gehaltenen Beginn, ebenso ein derart schmissiger Gute-Laune-Rocker geworden, daß Jimmy, wohl auch mit dieser Version, hätte er den Song geschrieben und ihn seinerzeit bei seiner Hauptband vorgebracht, abgeblitzt wäre.

http://www.kottak.net/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
KOTTAK im Überblick:
KOTTAK – Therupy (Rundling-Review von 2007)
KOTTAK – News vom 26.03.2010
unter dem ehemaligen Bandnamen KRUNK:
KRUNK – Therupy (Rundling-Review von 2006)
KRUNK – News vom 01.12.2005
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