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GURD – Bang!

DOCKYARD 1/SOULFOOD

GURD sind im Laufe ihrer langjährigen Existenz zu einer Institution des europäischen Thrash Metal geworden. Bereits zu Zeiten des selbstbetitelten Debuts anno 1995 fabrizierten V.O. Pulver und seine (damalige) Mannschaft eine sehr eigenwillige, aber ungemein präzise und wirkungsvolle Mischung aus Thrash Metal und dezenten Hardcore-Anklängen. Besagte Melange war zwar nie wirklich angesagt, was der Band aber immer schnuppe war und GURD nie aus der Ruhe brachte oder von ihrem Weg abkommen ließ. Auch auf dem programmatisch betitelten neuesten Album »Bang!« lassen sich die Einflüsse abermals deutlich nachvollziehen und den Zuhörer im Sinne der Erschaffer bangen, was das Zeug hält. Der Opener ›The Grand Deception‹ ist eine Abrißbirne in bester EXODUS-Manier geworden und kommt irrsinnig druckvoll aus den Boxen. In ähnlich brachialer Art kommt zudem auch noch ›Wish‹ aus den Boxen, ansonsten dominiert aber eher das gehobene Mid-Tempo, wobei der Titelsong nicht nur auf Silberling, sondern auch live, wie auf der heurigen Ausgabe des "Metal Dayz"-Festivals in Pratteln eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden konnte, bestens funktioniert und wohl von nun an auch ins Konzertprogramm der Schweizer aufgenommen wird. Die Tatsache, daß mit Pat Müller nun abermals ein anderer Gitarrist neben V.O. in die Saiten greift, fällt kaum ins Gewicht, denn der riffbetonte, im gemächlicheren Tempo immer wieder dezent an PRONG erinnernde Stil von V.O. dominiert auch weiterhin das Geschehen bei GURD. Zu einem ganz besonderen Wiederhören kommt es bei der gelungene Cover-Version von BLACK SABBATHs ›Children Of The Grave‹. Hier ist nämlich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal Andre Grieder, der ehemalige Sänger von V.O.s alter Kapelle POLTERGEIST am Mikro zu vernehmen und stellt unter Beweis, daß er in den letzten Jahren nichts verlernt hat. Ob da etwa in Bälde eine weitere Reunion auf uns zu kommt? Keine Ahnung, mit »Bang!« sind wir aber in jedem Fall bestens bedient, egal ob in Zukunft wieder mit oder ohne polternde Geister.

http://www.gurd.net/

inga@gurd.net

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
GURD (vorhergehende Besetzung) im Überblick:
GURD – 10 Years Of Addiction (Rundling-Review von 2005 aus Online Empire 23)
GURD – Bang! (Rundling-Review von 2006 aus Online Empire 29)
GURD – Bedlam (Rundling-Review von 2001 aus Online Empire 6)
GURD – Online Empire 28-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2006)
GURD – News vom 24.03.2004
GURD – News vom 29.11.2004
GURD – News vom 08.07.2009
GURD – News vom 28.08.2009
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