UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → Online Empire 87 → Review-├ťberblick → Rundling-Review-├ťberblick → BUDDERSIDE – ┬╗Spiritual Violence┬ź-Review last update: 12.06.2021, 16:53:16  

last Index next

BUDDERSIDE – Spiritual Violence

MOT├ľRHEAD MUSIC/SILVER LINING MUSIC/WARNER MUSIC

Ein klein wenig Gl├╝ck mu├č man im Leben einfach haben. BUDDERSIDE-Gr├╝nder Patrick Stone hatte es auf jeden Fall, denn er heuerte, nach ersten Erfahrungen im Rock-Business bei ADLER'S APPETITE, bei MOT├ľRHEAD an, um als Roadie zu arbeiten. Das klingt zwar noch nicht wirklich spektakul├Ąr, mu├č aber als Grundsteinlegung f├╝r eine, zumindest einigerma├čen erfolgreiche Bandkarriere betrachtet werden.

Denn ab diesem Zeitpunkt schien es gut f├╝r Patrick und seine Band zu laufen. Lemmy nahm sich n├Ąmlich pers├Ânlich BUDDERSIDE an, und verschaffte den Burschen Auftritte im Vorprogramm seiner Band sowie einen Deal bei dem von ihm gegr├╝ndeten Label MOT├ľRHEAD MUSIC. Das Deb├╝t ┬╗Budderside┬ź kam aber trotz gewaltiger Vorschu├člorbeeren nicht ├╝berm├Ą├čig gut an. Zu unausgereift klang der Mix aus unterschiedlichsten Anteilen, den der F├╝nfer anno 2016 kredenzte.

Seit damals scheint sich die Truppe aber geh├Ârig gesteigert zu haben, so wei├č bereits ÔÇ║Wide AwakeÔÇ╣, der Opener ihres neuen Albums, mit amtlich Druck unter dem Kessel zu ├╝berzeugen. Die dezente MOT├ľRHEAD-Schlagseite d├╝rfte die Protektionsvorw├╝rfe zwar nicht unbedingt verringern, im Vergleich zum Erstling mu├č aber attestiert werden, da├č BUDDERSIDE geh├Ârig an Wucht zugelegt haben. Das l├Ą├čt sich auch f├╝r ÔÇ║Pardon MeÔÇ╣ festhalten, wobei in dieser Nummer die Gitarre von keinem geringerem als Phil Campbell stammt. Mit Lemmy-Reminiszenzen war es das aber auch schon wieder, zumindest mit offensichtlichen. Konterkariert werden diese unter anderem von ÔÇ║ZenÔÇ╣, einem zeitgem├Ą├čen, stadion-tauglichen US-Hard Rock-Track sowie von dem zusammen mit BUTCHER BABIE-Frontr├Âhre Carla Harvey aufgenommenen ÔÇ║Amber AlertÔÇ╣, das alle Modern Metal-Fans erfreuen d├╝rfte. Wovon man sich eher angesprochen f├╝hlt, ist und bleibt aber auch weiterhin Geschmackssache.

Womit wir in der Problemzone angekommen w├Ąren: eine durchgehende, stilistische Linie l├Ą├čt sich n├Ąmlich auch auf ┬╗Spiritual Violence┬ź nicht unbedingt erkennen. Auf jeden Fall aber hat das Material im Vergleich zu ┬╗Budderside┬ź geh├Ârig an Ohrwurmpotential zugenommen. Auch wenn der Megaohrwurm der Scheibe nicht von der Band selbst geschrieben wurde, sondern von Jonny Cash. Der w├╝rde den Jungs zu ihrer Version von ÔÇ║Folsom Prison BluesÔÇ╣ aber bestimmt gratulieren, denn derma├čen losgerockt hat die Nummer bislang noch nie.

BUDDERSIDE leider auch nicht, wie in weiterer Folge festzustellen ist. Denn erst im ÔÇ║DaygobahÔÇ╣ geht es noch einmal derma├čen dynamisch, zwingend und arschtretend zur Sache. Schade irgendwie, da├č es den Burschen nicht ├╝ber die gesamte Spielzeit gelungen ist, derma├čen mitzurei├čen. Vielleicht steigern sich BUDDERSIDE ja mit dem n├Ąchsten Album erneut. Dann sollte es auch mit dem Durchbruch klappen.

http://www.budderside.com/

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
BUDDERSIDE im ├ťberblick:
BUDDERSIDE – Spiritual Violence (Rundling)
┬ę 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Einen Schu├č ins Blaue wagen? Zu einer zuf├Ąlligen Story geht's...
Button: hier