UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 86 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → KUKO DE KOBRA – Â»Return To Splendour«-Review last update: 01.08.2021, 21:02:04  

last Index next

KUKO DE KOBRA – Return To Splendour

GROOVEYARD RECORDS (Import)

In DĂ€nemark hat sich diese Formation offenbar bereits einen ganz guten Namen machen können, hierzulande dagegen hat man bisweilen nur sehr wenig bis gar nichts von KUKO DE KOBRA mitbekommen. GegrĂŒndet und betrieben von Gitarrenhexer Martin J. Andersen und seinem singenden Kollegen John Gamma Sharling, kredenzt die Truppe seit lĂ€ngerer Zeit schon eine ausgewogene Melange aus Blues-infiltriertem Classic und Hard Rock, schwer nach den 90er Jahren tönendem, radiotauglichem Rock und einer gehörigen Dosis Grunge.

Die Herrschaften scheinen zudem perfekt aufeinander eingespielt zu sein und lassen uns auf dem inzwischen dritten Langeisen ihres Unternehmens wissen, daß sie es mittlerweile ganz locker schaffen, feine OhrwĂŒrmchen zu servieren. Davon gibt es auf »Return To Splendour« nĂ€mlich einige, völlig unabhĂ€ngig davon, wie unterschiedlich die Tracks stilistisch angelegt sind.

Ein in sich stimmiges Bild ergeben jedoch alle, da auf etwaige Soloeskapaden ebenso verzichtet wird, wie auf jedwede Experimente. Als weiterer gemeinsamer Nenner der zwölf Songs lĂ€ĂŸt sich die Gitarrenarbeit des auch als SolokĂŒnstler aktiven Saitendehners nennen, die ein mehr als nur solides Fundament darstellt. In manchen Passagen klingt sein Instrument knallhart und erdig, mitunter aber auch fast vertrĂ€umt-melancholisch und emotionsgeladen. Da auch John seine StimmbĂ€nder sehr variantenreich und flexibel einzusetzen vermag, ist fĂŒr abwechslungsreiches und kurzweiliges HörvergnĂŒgen gesorgt.

Leider sind zwar nicht alle Nummern mit zwingenden Hooks ausgestattet, zumindest aber ein großer Teil. Bei diesem stellt es sich dafĂŒr als egal heraus, ob es, wie etwa im Opener â€șOcean Wideâ€č, mit amtlicher Seattle-Schlagseite zur Sache geht, man eher geradlinigen, hemdsĂ€rmeligen Rock in traditioneller Machart serviert, oder aber die Band eher ruhiges Material in R.E.M.-Manier vom Stapel lĂ€ĂŸt, wie â€șBe, Leafâ€č. Ihren Weg direkt ins LangzeitgedĂ€chtnis bahnen sich diese Tracks allesamt. Und auch wenn KUKO DE KOBRA harsche und groovige Kost kredenzen, passiert das mehrfach in Ohrwurmform. Nachzuhören etwa in â€șSilence The Killerâ€č, dem quirligen â€șRiffhangerâ€č sowie dem brachialen, an BLACK LABEL SOCIETY erinnernden â€șEcho Of Stevensonâ€č. Kurzum, KUKO DE KOBRA sollte man als Liebhaber gitarrendominierter KlĂ€nge auf jeden Fall einmal gehört haben!

http://www.facebook.com/kukodekobra

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
KUKO DE KOBRA im Überblick:
KUKO DE KOBRA – A Girl And Her Giraffe (Rundling)
KUKO DE KOBRA – Return To Splendour (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Martin Jepsen Andersen:
ANCHORITE – News vom 18.06.2020
Martin J. Andersen – Victory In Motion (Rundling)
CHALICE OF SIN – Chalice Of Sin (Rundling)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Unser CoverkĂŒnstler von Ausgabe 10 war Stefan Lechner. Die zugehörige Homepage findet Ihr
Button: hier