UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 85 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → ROYAL ORPHAN – Â»Royal Orphan«-Review last update: 04.05.2021, 22:23:21  

last Index next
ROYAL ORPHAN-CD-Cover

ROYAL ORPHAN

Royal Orphan

(6-Song-CD: 4,- US-Dollar plus Porto & Verpackung)

Seit 2018 ist diese EP an sich bereits in Umlauf, zu uns durchgedrungen ist das sechs Songs umfassende GerĂ€t jedoch erst vor wenigen Wochen. Da das aus dem Großraum Long Island stammende Duo bislang komplett auf sich allein gestellt versucht hat das selbstbetitelte Teil unters bangende Volk zu bringen, blieben ROYAL ORPHAN trotz ĂŒberaus positiver Resonanz der schreibenden Kollegenschaft vorwiegend unter dem Radar des bangenden Volkes.

Das soll sich nun mit Hilfe einer abermaligen Promokampagne fĂŒr den immer noch um wohlfeile 4 US-Dollar als CD ĂŒber die Bandcamp-PrĂ€senz zu erwerbenden TontrĂ€ger Ă€ndern. Keine schlechte Idee, zumal sich fĂŒr die Musik von ROYAL ORPHAN definitiv Interessenten finden werden.

Die dĂŒrften zwar von ĂŒberschaubarer Anzahl sein, werden dafĂŒr aber um so gespannter dem Vortrag der beiden US-Amerikaner lauschen. Schließlich haben sich "MĂ€dchen fĂŒr alles" Brendan Kelly und sein Kollege Joey Migz am Schlagzeug einer feinen, irgendwo in der Grauzone von Progressive und Power Metal zu verortenden Gangart verschrieben, die zwar nie sonderlich angesagt gewesen ist, speziell hierzulande in einschlĂ€gigen Kreisen aber seit jeher goutiert und zum Teil gar kultisch verehrt wird.

Zwar geben die beiden Herren in erster Linie große Namen wie THIN LIZZY, BLUE ÖYSTER CULT, JUDAS PRIEST, BLACK SABBATH oder IRON MAIDEN als Einflußquellen an, auf »Royal Orphan« sind davon aber lediglich letztgenannte wirklich herauszuhören. Und das auch nur ansatzweise, denn selbst die Gitarrenarbeit kommt wesentlich progressiver, oder besser gesagt abgefahrener, und zu einem guten Teil deutlich stĂ€rker auf atmosphĂ€rische Wirkung bedacht, aus den Boxen.

Daher kommen einem als Hörer vorwiegend Bands wie frĂŒhe CRIMSON GLORY, FATES WARNING (â€șIn Requiemâ€č), QUEENSRĆžCHE oder HEIR APPARENT (â€șLights, Camera, Nothingâ€č) in den Sinn, auch wenn anzumerken ist, daß ROYAL ORPHAN noch nicht so schlĂŒssig und begeisternd loszulegen vermag. Das liegt allerdings nicht am fehlenden songschreiberischen Talent, das ist nĂ€mlich auf jeden Fall vorhanden. Eher ist es die Strukturierung, wodurch diverse ÜbergĂ€nge und auch die Arrangements zum Teil nicht ganz ausgereift wirken. Diese - wenn auch nicht wirklich eklatanten Mangelerscheinungen - lassen unter anderem â€șCitizens of Nowherevilleâ€č etwas holprig klingen und entziehen dem ansonsten sehr solide wirkenden Finale â€șBought And Soldâ€č seine Durchschlagskraft. Das ist allerdings durchaus als Jammern auf hohem Niveau zu sehen, denn die Basis fĂŒr diesbezĂŒglich stĂ€rkere Nachfolgealben ist auf jeden Fall gegeben.

http://www.facebook.com/royalorphanmetal/

noch nicht ganz ausgereift


Walter Scheurer

 
ROYAL ORPHAN im Überblick:
ROYAL ORPHAN – Royal Orphan (Do It Yourself)
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

† Wir gedenken Janusz Soloma, heute vor 11 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung ĂŒber das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier