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ROYAL ORPHAN-CD-Cover

ROYAL ORPHAN

Royal Orphan

(6-Song-CD: 4,- US-Dollar plus Porto & Verpackung)

Seit 2018 ist diese EP an sich bereits in Umlauf, zu uns durchgedrungen ist das sechs Songs umfassende Gerät jedoch erst vor wenigen Wochen. Da das aus dem Großraum Long Island stammende Duo bislang komplett auf sich allein gestellt versucht hat das selbstbetitelte Teil unters bangende Volk zu bringen, blieben ROYAL ORPHAN trotz überaus positiver Resonanz der schreibenden Kollegenschaft vorwiegend unter dem Radar des bangenden Volkes.

Das soll sich nun mit Hilfe einer abermaligen Promokampagne für den immer noch um wohlfeile 4 US-Dollar als CD über die Bandcamp-Präsenz zu erwerbenden Tonträger ändern. Keine schlechte Idee, zumal sich für die Musik von ROYAL ORPHAN definitiv Interessenten finden werden.

Die dürften zwar von überschaubarer Anzahl sein, werden dafür aber um so gespannter dem Vortrag der beiden US-Amerikaner lauschen. Schließlich haben sich "Mädchen für alles" Brendan Kelly und sein Kollege Joey Migz am Schlagzeug einer feinen, irgendwo in der Grauzone von Progressive und Power Metal zu verortenden Gangart verschrieben, die zwar nie sonderlich angesagt gewesen ist, speziell hierzulande in einschlägigen Kreisen aber seit jeher goutiert und zum Teil gar kultisch verehrt wird.

Zwar geben die beiden Herren in erster Linie große Namen wie THIN LIZZY, BLUE ÖYSTER CULT, JUDAS PRIEST, BLACK SABBATH oder IRON MAIDEN als Einflußquellen an, auf »Royal Orphan« sind davon aber lediglich letztgenannte wirklich herauszuhören. Und das auch nur ansatzweise, denn selbst die Gitarrenarbeit kommt wesentlich progressiver, oder besser gesagt abgefahrener, und zu einem guten Teil deutlich stärker auf atmosphärische Wirkung bedacht, aus den Boxen.

Daher kommen einem als Hörer vorwiegend Bands wie frühe CRIMSON GLORY, FATES WARNING (›In Requiem‹), QUEENSRŸCHE oder HEIR APPARENT (›Lights, Camera, Nothing‹) in den Sinn, auch wenn anzumerken ist, daß ROYAL ORPHAN noch nicht so schlüssig und begeisternd loszulegen vermag. Das liegt allerdings nicht am fehlenden songschreiberischen Talent, das ist nämlich auf jeden Fall vorhanden. Eher ist es die Strukturierung, wodurch diverse Übergänge und auch die Arrangements zum Teil nicht ganz ausgereift wirken. Diese - wenn auch nicht wirklich eklatanten Mangelerscheinungen - lassen unter anderem ›Citizens of Nowhereville‹ etwas holprig klingen und entziehen dem ansonsten sehr solide wirkenden Finale ›Bought And Sold‹ seine Durchschlagskraft. Das ist allerdings durchaus als Jammern auf hohem Niveau zu sehen, denn die Basis für diesbezüglich stärkere Nachfolgealben ist auf jeden Fall gegeben.

http://www.facebook.com/royalorphanmetal/

noch nicht ganz ausgereift


Walter Scheurer

 
ROYAL ORPHAN im Überblick:
ROYAL ORPHAN – Royal Orphan (Do It Yourself-Review von 2020)
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