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BAREBONE – Bite The Apple

7HARD/NEW MUSIC DISTRIBUTION

Wenn eine international gesehen noch relativ unbekannte, zypriotische Band ĂŒber ein treues Gefolge in der Slowakei verfĂŒgt, ĂŒberrascht das zunĂ€chst einmal gehörig. Doch die Musiker haben offenbar seit den AnfĂ€ngen von BAREBONE verdammt viel Arbeit investiert und waren 2014 zusammen mit der slowakischen Band HORKYZE SLIZE auf Tour. Dabei konnte sich die Truppe offenbar auch etablieren und zwar mit einer gemeinsam mit deren SĂ€nger Kuko aufgenommenen Coverversion von â€șChop Sueyâ€č. Da Kuko den Text in seine Muttersprache ĂŒbersetzt hat, wurde die Nummer â€șJebatâ€č genannt und hat sich als echter Erfolg erwiesen, schließlich ist der Track auf YouTube inzwischen mittlerweile mehr als eine Million Mal besucht worden. Nicht zuletzt dadurch kam es fĂŒr BAREBONE auch zu Verpflichtungen bei Festivals in der Slowakei und in Tschechien. Unter anderem darf die Band sogar schon auf einen Auftritt beim "Masters Of Rock"-Festival verweisen, der 2017 ĂŒber die BĂŒhne gegangen ist.

2019 folgte dann die Veröffentlichung der ersten EP, die vor kurzer Zeit auch hierzulande offiziell in Umlauf gebracht wurde. Im Vergleich zum Original gibt es mit der Ballade â€șTonightâ€č einen Bonustrack zu hören, ansonsten scheint die Scheibe unverĂ€ndert geblieben zu sein. Geboten wird ein mitreißender Mix, der sich aus verschiedenen Zutaten zusammensetzt. Es ist gar nicht so einfach, BAREBONE stilistisch eindeutig zuzuordnen, auch wenn sich innerhalb der ursprĂŒnglichen fĂŒnf Songs permanent vorhandener, zwingender Groove und Rhythmus-betontes Gitarrenspiel durchaus als "roter Faden" erkennen lassen.

Mit dem Opener â€șSince You're Goneâ€č geben BAREBONE zunĂ€chst zu erkennen, daß auch eher traditionell intonierter Heavy Rock ein Thema ist, wĂ€hrend â€șAll Around The Worldâ€č dann schwer nach typischen FrĂŒh-90er Seattle-Sounds tönt. Durchaus denkbar, daß der EP-Titel in gewisser Weise von MOTHER LOVE BONE inspiriert ist, selbst wenn es in weiterer Folge kaum noch derlei KlĂ€nge zu vernehmen gibt. Mit dem von scharfen Riffs und einem sich auf Anhieb ins LangzeitgedĂ€chtnis einprĂ€genden Refrain ausgestatteten â€șEdge Of The Bladeâ€č geht es danach mit fetten Crossover-KlĂ€ngen und dezenter CLAWFINGER-Schlagseite weiter, die auch in â€șVampiresâ€č zu hören ist und sich in abgehakt wirkenden Rhythmen und in dem in Richtung Zak Tell tendierenden Gesang Ă€ußern.

Mein ganz persönlicher Favorit â€șBlack Medicineâ€č beendet den "offiziellen" Teil der EP und lĂ€ĂŸt mit kernig-knackigem Street Rock sowie dezenten Sleaze Rock-Anleihen gepaart mit Southern-Flair aufhorchen. Nicht zuletzt der diesen Track unwiderstehlich machende Groove weckt Erinnerungen an Bands wie CIRCUS OF POWER und tritt zudem gehörig Hinterteile. Die ĂŒberaus abwechslungsreiche und gelungene Vorstellung von BAREBONE findet auf der uns vorliegenden EP in der Ballade â€șTonightâ€č ihr Ende und diese lĂ€ĂŸt erkennen, daß die Band auf jeden Fall auch Mainstream-taugliches Material zu schreiben vermag und Frontmann Constantinos Constantinou auch im Stil eines Chad Kroeger ĂŒberzeugen kann. Gut möglich also, daß wir in Zukunft noch einiges von BAREBONE zu hören bekommen.

http://www.bareboneband.eu/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
BAREBONE im Überblick:
BAREBONE – Bite The Apple (Rundling)
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