UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 81 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → ACROLYSIS – Â»Black Dog's Serenade«-Review last update: 05.11.2020, 18:45:40  

last Index next

ACROLYSIS

Black Dog's Serenade

(5-Song-Digital-Release: 4,95 US-Dollar)

Zwar umfaßt die Debut-EP dieses Trios lediglich fĂŒnf Songs, kommt aber dennoch auf eine beachtliche Spielzeit von gut einer halben Stunde. Und das, obwohl ACROLYSIS mit episch angelegten Nummern nicht viel am Hut hat. Noch weniger mit Doom in jedweder Form, auch wenn die 30 Minuten von »Black Dog's Serenade« auf jeden Fall fĂŒr ein sehr intensives Hörerlebnis sorgen. Bemerkenswert ist auch, daß sich dieser Dreier aus Sydney trotz der durchaus respektablen SonglĂ€ngen von ĂŒber sieben Minuten sogar auf eine ĂŒberraschend temporeiche Vortragsweise festgelegt hat und sich technisch ĂŒberaus versiert zeigt. Offenbar also lĂ€ngst keine Newcomer mehr, diese drei Kollegen aus "Down Under", was auch dazu paßt, daß die wohl wichtigsten EinflĂŒsse auf die Burschen aus den spĂ€ten 80ern und den 90er Jahren stammen.

GemĂ€ĂŸigter, technisch anspruchsvoller Thrash Metal scheint fĂŒr ACROLYSIS offenbar genauso inspirierend zu sein wie diverse Groove- und Alternative Metal-Formationen jener Phase. Zwar pflegt die Band nicht unbedingt die herbe Gangart, an der Spieltechnik von SĂ€nger und Gitarrist Konstantine Ana ist Dave Mustaine als Vorbild aber dennoch mehrfach recht deutlich zu erkennen.

Aber auch an METALLICA zur Zeit des "schwarzen" Albums orientiert sich das Trio, wobei es die vor allem das langsame, gefĂŒhlvoll vorgetragene â€șShadows Of Goldâ€č ist, das diesbezĂŒglich zu nennen ist.

Wenn jedoch der Groove dominiert und die Rhythmusfraktion die Oberhand behĂ€lt, versteht es Konstantin, in unscheinbarer, aber unglaublich effizienter Tom Morello-Manier in die Saiten zu langen. Bestes Beispiel dafĂŒr ist â€șWhere Has Your God Gone Now?â€č, das auch von der lyrischen Seite her in Richtung RAGE AGAINST THE MACHINE tendiert und vor EmotionalitĂ€t förmlich ĂŒberschĂ€umt. Metal-typische Klischees wird man bei ACROLYSIS nicht nur in den Texten, sondern generell vergeblich suchen. Im Gegenteil, die teilweise recht deftig rausgebrĂŒllte Sozialkritik des Dreiers verrĂ€t vielmehr eine gehörige AffinitĂ€t zu diversen Punk-Ikonen der GenrefrĂŒhzeit. Dadurch wird auch der Aggressionsgehalt einzelner Nummern gehörig gesteigert, weshalb man als Zuhörer den Eindruck erhĂ€lt, daß diesen Burschen jedes Mittel recht ist, um uns ihre Messages nĂ€herzubringen.

Kurzum, bei ACROLYSIS handelt es sich um eine in vielen Belangen engagierte und talentierte Formation, von der wir hoffentlich noch einiges zu hören bekommen werden.

http://www.facebook.com/acrolysis/

Klischee ist zwar ''schee'', aber nicht ĂŒberall zu finden...


Walter Scheurer

 
ACROLYSIS im Überblick:
ACROLYSIS – Black Dog's Serenade (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



last Index next

UNDERGROUND EMPIRE vor zwanzig Jahren!
Button: hier