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  UE-Home → History → Online Empire 76 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → VUG – Â»Vug«-Review last update: 15.10.2021, 21:06:51  

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VUG – Vug

NOISOLUTION

Benannt hat sich diese Formation aus Berlin nach dem Song â€șVugâ€č von ATOMIC ROOSTER, der auf deren 1970er Album »Death Walks Behind You« enthalten war. Zwar kann man jetzt nicht unbedingt behaupten, daß sich die vier jungen MĂ€nner am Stil der Briten orientieren wĂŒrden, zumindest aber ist auf ihrem selbstbetitelten Debutalbum zu bemerken, daß jene Epoche ĂŒberaus inspirierend fĂŒr sie gewesen ist.

Und das auf Anhieb, denn schon der Opener â€șLoseâ€č - ein lĂ€ssig-rotziger Blues-Rocker vor dem Herrn - kommt mit schwerer 70er-Schlagseite aus dem Boxen gedröhnt und gefĂ€llt nicht zuletzt durch den Gesang von Felix Scholl, der irgendwie nach dem jungen Jimi Hendrix klingt. Das eher verhalten eingeleitete, in weiterer Folge dafĂŒr um so explosiver bretternde â€șGardenâ€č zeigt dann die AffinitĂ€t des Quartetts fĂŒr den immer noch berĂŒhmtesten aller irischen Blueser: Mister Rory Gallagher. WĂŒrde mich nicht wundern, wenn man dafĂŒr extra eine alte, abgewetzte Stratocaster ins Studio gekarrt hĂ€tte... Warum auch nicht, es hĂ€tte perfekt gepaßt, denn auch soundtechnisch klingt auf »Vug« nichts "modernisiert", sondern schlicht nach den 70ern, jedoch kein bißchen angestaubt. Überaus authentisch und inspiriert kommt auch â€șProphecyâ€č daher, auch wenn in der eher ruhigeren, balladesken ersten HĂ€lfte der Nummer der Gesang ein wenig zu schĂŒchtern wirkt. Feine Twin-Gitarren mit WISHBONE ASH-Anleihen lassen den Track aber dennoch zu einem exquisiten Hörerlebnis werden. Auch, weil im Verlauf der gut sieben Minuten Spielzeit sowohl das Tempo als auch der HĂ€rtegrad gehörig angezogen werden und sich Felix bei raueren Gesangspassagen ganz offensichtlich leichter tut.

Das folgende â€șAwakenâ€č kommt zwar auch gefĂ€llig, aber wenig spektakulĂ€r aus den Boxen, ehe das psychedelische â€șPoseidonâ€č wieder mĂ€chtig und intensiv klingt. Etwas ĂŒberraschend wirkt dann die Tatsache, daß es sich bei â€șWhite Roomâ€č doch nicht um die vermutete Coverversion des CREAM-Klassikers handelt, sondern um einen von VUG komponierten Stampfer, der sich im Endeffekt als hĂ€rteste Nummer der Scheibe entpuppt. Mit dem namensgebenden Titeltrack beendet die Formation schließlich den Reigen und liefert damit wesentlich mehr als nur eine Talentprobe ab.

Ob tatsĂ€chlich eintreten wird, was das Label im Infoschreiben orakelt, bleibt zwar erst abzuwarten, jedoch kann man VUG attestieren, daß es kaum bessere Voraussetzungen dafĂŒr geben dĂŒrfte, um "sich vom ewigen Geheimtip zum Tip zu entwickeln" als eine Leistung wie die auf »Vug« gebotene. Thumbs up!

http://www.vugrock.net/

gut 11


Walter Scheurer

 
VUG im Überblick:
VUG – Vug (Rundling)
VUG – ONLINE EMPIRE 88-Special
VUG – News vom 10.04.2021
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