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ROUGH GRIND – Trouble Or Nothing

INVERSE RECORDS (Import)

Keine Ahnung, wie diese finnische Formation früher geklungen hat, offensichtlich jedoch um einiges heftiger. Schließlich muß es einen Grund dafür geben, daß im Infoschreiben explizit darauf hingewiesen wird, daß ROUGH GRIND für ihre aktuelle EP mit Petri Koistinen einen Keyboarder engagiert haben.

Zu erleben ist Petri zunächst einmal in der verhältnismäßig ruhigen Einleitung dieser Scheibe, die nahezu allein auf seine Kappe geht. Doch auch im weiteren Verlauf des sich härtetechnisch gehörig steigernden Openers ›Gilded Cage‹ wirkt sein Beitrag essentiell. Nicht zuletzt durch die gediegene Kooperation von Gitarre und Keyboard erinnert die Nummer nämlich ein wenig an PRETTY MAIDS und geht auch ähnlich gut ins Ohr wie deren aktuelles Material.

Im folgenden ›Leap Of Faith‹ geht die vierköpfige Formation aus Jyväskylä dann so richtig aus sich heraus und liefert einen satten Uptempo-Hard Rock-Song, der beste Laune versprüht und wohl bei jedem noch so großem Sommer Open Air seine Wirkung entfalten könnte. Diese Gangart steht dem Quartett an sich wirklich gut, doch es bleibt bei dieser einzigen echten Abgeh-Nummer. Das ist zwar ein wenig schade, soll jedoch die Qualität des lässig groovenden Modern Metal-Tracks ›Bulletproof‹ ebensowenig schmälern wie den Gänsehaut-Faktor der die Scheibe beschließenden Ballade ›Hereafter‹. Keine Ahnung, wem diese Nummer gewidmet ist, Sänger Sami merkt man auf jeden Fall an, daß es hier um den persönliche Verlust einer ihm sehr nahestehenden Person geht. Gänsehaut pur, ganz großes Emotionskino!

Fazit: »Trouble Or Nothing« ist ein ebenso abwechslungsreiches wie gelungenes Teil geworden, dem hoffentlich in Bälde ein weiteres nachfolgen wird. Gerne auch ein längeres, Jungs! Nach drei Singles und ebenso vielen EPs wäre doch ein Longplayer ohnehin fällig, oder?

http://www.roughgrind.net/

gut 11


Walter Scheurer

 
ROUGH GRIND im Überblick:
ROUGH GRIND – Trouble Or Nothing (Rundling-Review von 2018)
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