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THE RAZ – The Raz

ROCKSHOTS RECORDS (Import)

Im letzten Jahr erst hat sich die Formation mit Heimat Columbia, South Carolina zusammengefunden, um fortan unter dem Banner THE RAZ (das auch das Pseudonym von Bassist Dale Raszewski ist, der offen federführend bei diesem Quartett ist) gemeinsam Musik zu machen. Den Bandphotos nach zu schließen, haben wir es offenbar mit bereits erfahrenen Recken zu tun, einzig der Drummer wirkt (zumindest optisch) deutlich jünger. Die vorhandene Reife der Musiker könnte durchaus auch der Grund für die musikalischen Vorlieben sein, die in den eigenen Stil eingeflossen sind und das Debutalbum prägen.

THE RAZ offerieren nämlich nichts anderes als gediegenen, handwerklich ordentlich dargebotenen Classic/Hard Rock (den die Band selbst als "Raz'n'Roll" bezeichnet) und das mit zu jeder Sekunde bemerkbarer Hingabe. Dazu ist auch Blues in traditioneller Machart essentiell für das Werk von THE RAZ, und ebenso ist festzustellen, daß die Herrschaften auch von diversen britischen Rock-Ikonen wie LED ZEPPELIN oder FREE jede Menge an Inspiration beziehen. Die Songs kommen in Summe allesamt gutstrukturiert und eingängig aus den Boxen, wobei anzumerken ist, daß sowohl in Bezug auf die Heftigkeit wie auch auf das Tempo für Abwechslung gesorgt ist. Nicht zuletzt dadurch vergeht die Spielzeit auch wie im Flug, wobei allerdings kein einziger Song am Hörer vorbeizischt.

Im Gegenteil, das Quartett versteht es immer wieder, für spezielle Momente zu sorgen. Sänger David Scott McBee etwa hat in ›Different Colored Leaves‹ seinen größten Auftritt und läßt mit einer Stimmfarbe und einem Ausdruck aufhorchen, der in manchen Momenten gar an den jungen Ronnie James Dio denken läßt. Nick Meehan, sein Kollege an der Sechssaitigen brilliert mehrfach als Solist und das mit einem Stil, der sowohl die kernige Seite eines Joe Bonamassa umfaßt wie auch den gefühlsbetonten, aber dennoch deftigen Vortrag des jungen Eric Clapton.

Auch wenn die Hits noch fehlen, kann man von einem durchaus gelungener Einstand des Vierers sprechen, der all jenen zu empfehlen ist, die sich nicht nur von den genannten "alten Meistern", sondern auch von Formationen wie RIVAL SONS oder DIRTY THRILLS angesprochen fühlen.

http://www.facebook.com/razroll/

gut 11


Walter Scheurer

 
THE RAZ im Überblick:
THE RAZ – The Raz (Rundling-Review von 2018 aus Online Empire 74)
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