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SABLE BELDAM-CD-Cover

SABLE BELDAM

Cryptic Void

(4-Song-Digital-Release: 3,96 US-Dollar)

Der Einstieg ins Geschehen erfolgt mit ›Ageless‹ auf imposante Manier. Neben fein-strukturierten und ultra-präzisen, allerdings doch auch ein klein wenig nach Gefrickel anmutenden Gitarren-Klängen, fällt die arg "undergroundig" polternde Snare-Drum auf. Das dadurch entstandene "Kochtopf-Flair" stört aber nicht weiter, sondern trägt sogar zu einem gewissen sympathischen Charme bei.

Diesen kann man SABLE BELDAM generell attestieren, denn die Jungs aus Chicago verstehen es wirklich gut, technische Kompetenz an den Instrumenten mit brachialer Heftigkeit und offensichtlichem Spaß an der Arbeit zu kombinieren. Dazu passend läßt auch Frontgiftspritze "Surge" Gudino mit einer Mischung als wildem Gekeife und derbem Geshoute aufhorchen. Melodisch geht zwar definitiv anders, sein - auf längere Frist gesehen zugegebenermaßen jedoch etwas anstrengender - Vortrag kommt aber dermaßen authentisch von Gift und Galle geprägt aus den Boxen, daß man ihm auf Anhieb jede Silbe abnimmt.

Exakt darin ist auch die Stärke dieser Band zu sehen, denn auf »Cryptic Void« wirkt nichts zweckgemäß konzipiert oder gar aufgesetzt, sondern offenbar von Grund auf grantig und mitunter gar böswillig. Daß man derlei Sounds aber dennoch durchweg elegant und brutal zugleich zu vermitteln weiß, spricht wohl eindeutig für die Qualität von SABLE BELDAM.

Mit dem atmosphärisch eingeleiteten, in weiterer Folge alles niederwalzenden, dabei aber dennoch jede Menge an spielerischer Finesse offerierenden ›Hunter Of Dreams‹ kredenzen die Jungs ihre stärkste Nummer als Abschluß und lassen gespannt darauf warten, ob sie auch über Longplayer-Distanz imponieren können. Ein klein wenig mehr Abwechslungsreichtum beim Gesang wäre auf jeden Fall erstrebenswert.

http://www.facebook.com/sablechicagometal

Abrißbirne mit Finesse


Walter Scheurer

 
SABLE BELDAM im Überblick:
SABLE BELDAM – Cryptic Void (Do It Yourself-Review von 2017)
© 1989-2022 Underground Empire



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