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SINICLE

Angels & Demons

(11-Song-CD: 12,- US-Dollar)

In den Staaten ist diese Formation mit Homebase L.A. längst zu einer respektierten Größe emporgestiegen, durfte sie doch schon mit Namen wie EXODUS, REVOCATION, GHOUL oder Rex Brown die Bühne teilen. Noch mehr Aufmerksamkeit hat SINICLE aber mit Sicherheit dafür erhalten, als dem Trio im letzten Jahr der Opener-Slot für die "Ozzfest Meets Knotfest"-Festivalreihe zugesprochen wurde. Inwiefern die drei dem Augenschein nach etwas schrullig wirkenden Typen dort reüssieren konnten, ist zwar nicht überliefert, Fans der unkonventionellen Gangart dürften aber auf jeden Fall ihre Freude an den Songs der drei Musikern gehabt haben.

Musikliebhaber, die das Außergewöhnliche bevorzugen, sollten generell die Zielgruppe von SINICLE darstellen, denn auch ihr zweiter Longplayer ist nicht wirklich als konventionell zu bezeichnen. Zwar ist die Basis des Sounds zumeist sehr wohl im eher deftigen Heavy Metal/Rock zu finden, doch auf dieser toben sich die offenbar technisch überaus versierten Musiker immer wieder nach Herzenslust aus.

Das klingt auf Dauer für den Traditionalisten jedoch eher anstrengend, zumal es die drei auch mit Zutaten aus dem "Elektronik-Baukasten" leider übertrieben. So geht es gleich nach dem verstörend-elektronischen Intro ›Deer Xing‹ mit ›Damnation‹ derb-noisig und mit einer amtlichen Breitseite los. Volle Deckung für "Normalos" ist hier sicherheitshalber angesagt, auch weil ein Gesangsvortrag der Marke "Ich brüll mir mal kurz die Seele aus dem Leib" die Nummer veredelt. Nicht ganz so schräg klingt danach das Nu Metal-lastige ›Death Coast‹, in dem der Gesang zwar nicht mehr ganz so brutal rüberkommt wie eben erwähnt, aber immer noch sehr gewöhnungsbedürftig wirkt. Das gilt in weiterer Folge leider auch für den an sich gelungenen, sich atmosphärisch steigernden Titeltrack.

Mit Mischgemüse in musikalisch ungewöhnlicher, jedoch durch die Bank überaus technisch anspruchsvoller Bauart geht es auch weiter, allerdings sind es im Endeffekt vor allem die beiden relativ geradlinigen Tracks die sich als Highlights entpuppen. Allen voran das mit amtlicher Punk/Rotz-Schlagseite ausgestattete, zum Mitmachen animierende ›Rabbit Hole‹. Aber auch das dezent melancholische,"ange-grungte" ›Broken Silence‹ kommt verhältnismäßig leicht verdaulich aus den Boxen.

Wer es also vorwiegend ungewöhnlich mag, ist hier mit Sicherheit an der richtigen Adresse. Als Voraussetzung gilt es jedoch - neben einem entsprechend vorhandenen Nervenkostüm - auch garstig/abartigen Gesang zu tolerieren.

http://www.siniclemusic.com/

streßt auf Dauer


Walter Scheurer

 
SINICLE im Ãœberblick:
SINICLE – Angels & Demons (Do It Yourself)
© 1989-2020 Underground Empire



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