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VDELLI – Out Of The Sun

JAZZHAUS RECORDS/IN-AKUSTIK

Zwar ist die nach Bandleader Michael Vdelli benannte Formation schon seit einigen Jahren ganz gut im Rennen, und konnte sich auch bei uns einigermaßen etablieren, so richtig durchstarten konnte der inzwischen in Deutschland residierende Australier samt Gefolge bislang aber noch nicht. Sein Umzug hat aber auf jeden Fall mit sich gebracht, daß die Band nun hierzulande wesentlich häufiger auf den Bühnen anzutreffen ist. Nicht unbedingt von Nachteil, um sich und seine Musik vorstellig zu machen.

Auch für den aktuellen Dreher »Out Of The Sun« wurden im Vorfeld diverse Clubs gebucht - nachvollziehbar, denn das Material dieser Scheibe schreit förmlich nach Live-Darbietung. Der immer noch im erdigen Blues fundamentierte Vortrag des Trios (dem inzwischen mit Hanser Schüler ein deutscher Drummer angehört, da sein Vorgänger Ric Whittle die Übersiedlung nach Europa nicht mitmachen wollte) kommt aber auch auf Konserve sehr ordentlich daher, nicht zuletzt weil VDELLI weiß, wie man nachhaltige Songs schreibt. Auch an Abwechslung mangelt es nicht, so kommt die Chose manchmal richtig fett und treibend aus den Boxen, wie etwa im eröffnenden Titelsong, weiß aber auch mit entspannter Atmosphäre sowie mit melancholischen Untertönen zu gefallen.

Zumeist zwar im Classic Rock zu verorten, weiß VDELLI auch mit an FOO FIGHTERS erinnernder "Zeitgeistigkeit" loszulegen und auch vereinzelte, brandaktuell tönende Southern Rock-Zutaten kann man vernehmen kann, wie etwa in ›The Things That I Do‹, das mit einer BLACKBERRY SMOKE-Schlagseite daherkommt. Als essentiell entpuppt sich auch die knochentrockene Produktion, die den satt wummernden Baß von Leigh Miller gleichberechtigt wie die Gitarre des Chefs ertönen läßt und diesen in manchen Momenten (etwa in ›It's Not Always About You‹) auch in den Vordergrund rückt. Generell scheinen sich die beiden darauf verständig zu haben, mehr gemeinsam für Band und Album zu liefern, nicht zuletzt deshalb stammt nahezu die Hälfe der Songs aus der Feder von Leigh, der zudem erstmals auch den Gesang übernimmt und in ›Rock Out‹ dabei nicht nur gute Figur abgibt, sondern einen weiteren überaus gelungenen Farbtupfer zum bunten, unterhaltsamen Programm beiträgt.

Bleibt bloß noch die Frage offen, wer dieser Noel ist, vom dem die Band im Hit-Aspiranten ›Noel Burnt The Kitchen Down‹ berichtet. Wollen wir mal nicht das Schlimmste annehmen, sondern belassen es dabei, daß sich Noel von der Energie, die dieses Trio entfacht, inspirieren hat lassen und der Brand so entstanden ist...

http://www.vdelli.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
VDELLI im Überblick:
VDELLI – Out Of The Sun (Rundling-Review von 2016)
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