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Burak Ozmucur

A Distant Light

(4-Song-Digital-Release: Gratis-Download)

Seine bereits fĂŒnfte Veröffentlichung kredenzt der an sich aus Istanbul stammende, jedoch seit lĂ€ngerer Zeit schon in New Jersey beheimatete Burak Ozmucur mit »A Distant Light«. WĂ€hrend er auf den ersten beiden EPs offenbar noch ausschließlich akustisch intoniertes Liedgut anzubieten hatte, offerierte er 2013 auf »Long Until Gone« zum ersten Mal "elektrisch unterstĂŒtzte" Musik. Imposant an der Geschichte ist, daß der Kerl offenbar ein wahres Multitalent ist, denn er scheint erst gar nicht versucht zu haben, sich mit anderen Musikern zusammenzutun, und auch GĂ€ste wurden keine angeheuert, ebensowenig bedurfte es eines Außenstehenden fĂŒr die Produktion.

Zwar besteht bei derlei AlleingĂ€ngen mitunter durchaus Grund zur Skepsis, nicht aber bei »A Distant Light«. Zum einen, weil Burak ein offenbar ĂŒberaus talentierter SoundtĂŒftler ist, und - was noch wichtiger ist - er ein wirklich begnadeter Songschreiber ist. Die vier Tracks lassen zwar allesamt in gewisser Weise die Quellen erkennen, an denen sich der junge Mann orientiert hat, doch da diese ebenso unterschiedlich sind wie die Songs mannigfaltig ausgefĂŒhrt wurden, ist Burak diesbezĂŒglich nichts vorzuwerfen.

Mit dem eröffnenden Titeltrack stellt der Kerl gleich einmal seine Vorliebe fĂŒr ALICE IN CHAINS unter Beweis, wobei vorwiegend der Gesang und die AtmosphĂ€re an die Seattle-Ikone denken lassen. In â€șCloserâ€č kommen dann typische TOOL-Rhythmen in Kombination mit PINK FLOYD'scher Gitarren-Ästhetik zum Vorschein, ehe uns mit â€șThe Illusionâ€č die hĂ€rteste Nummer der Scheibe erwartet. Zwar ist auch diese von Layne Stayley-GedĂ€chtnis-GesĂ€ngen geprĂ€gt, die Gitarren legitimeren aber auch diverse moderne Progster als Referenzen. Seiner einfĂŒhlsamen, emotionalen Seite lĂ€ĂŸt der "Alleinunterhalter" zum Schluß in â€șExpectationsâ€č freien Lauf und beeindruckt auch damit. So in etwa wĂŒrde man sich wohl auch eine Co-Produktion von TESSERACT und Steve Wilson vorstellen, auch wenn man von einer solchen deutlich lĂ€ngere Songs erwarten wĂŒrde.

Keine Ahnung, ob das Album auch an diverse Labels ĂŒbermittelt wurde, um sich von den Elaboraten dieses KĂŒnstlers ĂŒberzeugen zu lassen, verdient hĂ€tte er es sich auf jeden Fall.

Prog-Fetischisten sollten sich den Gefallen tun und auf der Bandcamp-Seite vorbeischauen, um sich ein Bild zu machen.

http://burakozmucur.bandcamp.com/

Prog-Alleinunterhalter


Walter Scheurer

 
Burak Ozmucur im Überblick:
Burak Ozmucur – A Distant Light (Do It Yourself)
© 1989-2019 Underground Empire



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