UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 67 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → ALYEUS – »And From The Sky We Fall«-Review last update: 11.09.2022, 21:54:59  

last Index next
ALYEUS-CD-Cover

ALYEUS

And From The Sky We Fall

(8-Song-CD: Preis unbekannt)

Allem Anschein nach handelt es sich hierbei um den zweiten Teil einer Trilogie. Etwaige Zusammenhänge können aufgrund nicht vorhandener Kenntnisse des ersten Teils zwar nicht erörtert werden, die knapp 35 Minuten Spielzeit sind allerdings aussagekräftig genug, um zumindest etwas über die Musik des Quartetts zu berichten. ALYEUS stammt aus London, Ontario, und hat sich dem Progressive Rock/Metal verschrieben. An Inspirationsquellen verweist die Band auf ihrer Website auf TOOL, MASTODON und THRICE, herauszuhören aus dem acht Tracks umfassenden, in sich geschlossenen Werk sind aber auch noch einige weitere zeitgenössische Prog-Ikonen, allen voran PORCUPINE TREE, denn die Gitarrenarbeit läßt immer wieder an Steve Wilson denken.

Doch auch "alte Meister" sind allgegenwärtig. In erster Linie - keine Ahnung, ob da nicht auch die Herkunft mitspielt? - RUSH, der Herangehensweise an atmosphärische Passagen mehrfach auch auf »And From The Sky We Fall« zu entdecken ist. Da Kyle Alexander, der an sich über eine glasklare Stimme verfügt, ab und an aber auch das Rauhkehlchen gibt, seine Texte aber mehrfach in an Geddy Lee erinnernden Höhenlagen intoniert, erweisen sich die berühmten Landsleute auf lange Frist sogar als eine der wohl wichtigsten Referenzen überhaupt. Und das, obwohl man in Hinblick auf die Rhythmik vorwiegend typische TOOL-Versatzstücke zu hören bekommt. Spannend klingt die Chose vor allem dann, wenn diese - wie in ›Aphorisms‹ - in ein fast schon simpel anmutendes Heavy Rock-Riffing integriert werden konnten. Das krasse Gegenteil zu diesem Brachial-Hämmerchen stellt das tiefenentspannte ›Casimir‹ dar, das durchaus auch von Bands wie LONG DISTANCE CALLING stammen könnte. Ähnlich tiefschürfend und intensiv kommt zwar auch ›Celestial Descent‹ rüber, rein stilistisch ist aber auch diese Nummer wieder ein völlig anderes paar Schuhe. Hier begibt sich ALYEUS mit stadiontauglichen Gesangspassagen und Chören auf ein Terrain, das an eine etwas heftiger rockende Ausgabe YES zur »90125«-Phase denken läßt.

Kurzum, ein echtes Prog-Wohlfühlpaket, das jetzt schon auf Teil Drei hoffen läßt und wohl nicht nur meine Wenigkeit zunächst nach dem ersten Ausschau halten läßt.

http://www.alyeus.com/

Himmelsprog


Walter Scheurer

 
ALYEUS im Überblick:
ALYEUS – And From The Sky We Fall (Do It Yourself-Review von 2016)
© 1989-2022 Underground Empire



last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here