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RECTIFIED SPIRIT – The Waste Land

TRANSCENDING OBSCURITY (Import)

Aus der indischen Metropole Guwahati stammt dieses Quintett, das seit gut zehn Jahren existiert und nach einigen Anlaufschwierigkeiten und Line-up-Wechseln vor drei Jahren mit einem selbstbetitelten Debut zum ersten Mal aufhorchen hat lassen. FĂŒr den Nachfolger »The Waste Land« hat man mit TRANSCENDING OBSCURITY einen im Underground ĂŒberaus aktiven Partner finden können, um auch international auf sich aufmerksam zu machen. Keine schlechte Idee, den selbst als "TrĂŒffelschweinchen" aktiven Metalfans dĂŒrfte der Name RECTIFIED SPIRIT bislang noch nicht untergekommen sein.

Was fĂŒr die Band mit »The Waste Land« tatsĂ€chlich zu erreichen sein wird, bleibt vorerst einmal abzuwarten, auch wenn man anerkennen muß, daß diese Burschen ihre Sache verdammt gut machen und sich das Album als durchaus gelungenes erweist. Basierend auf einer ausgewogenen Melange, die sowohl Elemente der traditionellen Metal-Gangart, aber auch diverseste moderne Zutaten enthĂ€lt, brettern die Jungs sehr hĂ€ufig im Uptempo durch ihre Songs. Zahlreiche Breaks sorgen fĂŒr Abwechslung und ein gewisses Prog-Metal-Flair, das von einigen atmosphĂ€risch angelegten Sequenzen weiter intensiviert werden kann. Mit zeitgemĂ€ĂŸem Death Metal wird (wie beispielsweise in â€șFirebornâ€č) der HĂ€rtegrad an die Spitze getrieben, das Quintett versteht es aber, selbst dabei fĂŒr ein gewisses Maß an Melodik zu sorgen. Keineswegs, denn auch balladeskes, feinfĂŒhliges Material gibt es zu hören, wenn auch nur in geringeren Dosen. So beispielsweise in der Einleitung von â€șAfterthoughtâ€č, das im Verlauf der Spielzeit gehörig Fahrt aufnimmt und zu einem weiteren Brecher gedeiht.

Nicht minder variabel agiert auch SĂ€nger Rainjong Lepcha, dessen Spektrum von garstigen Growls ĂŒber sattes Thrash-Shouting bis hin zu ungekĂŒnsteltem Klargesang reicht, der in den dunkel-dĂŒsteren Momenten mitunter gar an Matt Barlow denken lĂ€ĂŸt, unter anderem in â€șOnce Below A Timeâ€č.

Als Fazit bleibt festzuhalten, daß »The Waste Land« ein in Summe ĂŒberaus abwechslungs- und facettenreiches Werk geworden ist, dem man durchaus seine Aufmerksamkeit schenken sollte, selbst wenn der berĂŒhmte "rote Faden" im finalen, knapp viertelstĂŒndigen Titelsong ein wenig verlorengegangen zu sein scheint.

http://www.facebook.com/rectified.spirit.official

gut 11


Walter Scheurer

 
RECTIFIED SPIRIT im Überblick:
RECTIFIED SPIRIT – The Waste Land (Rundling)
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