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THE GRAND SHEEP

The Grand Sheep

(8-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Was um alles auf der Welt animiert Musiker wohl zu einem Bandnamen wie diesen? Manchmal darf sich durchaus wundern...

Jede Menge Interpretationsfreiraum bleibt diesbezüglich für den Zuhörer und Interessenten auf jeden Fall bei THE GRAND SHEEP, wobei die Spannung, was denn nun auf einen zukommt, dadurch erheblich gesteigert wird.

Ein Ansatz für den eigenwilligen wie originellen Namen könnte sein, daß die Burschen ihr wohlig, kuscheliges Soundkostüm schon zu diesem Zeitpunkt fix vor Augen hatten. Die acht Songs verbreiten nämlich ein durch die Bank ein sehr angenehmes Gefühl.

Will sagen, das Quartett hat sich einer eher gemäßigten Gangart verschrieben und kommt auch ohne jegliche Solo-Eskapaden aus, auch wenn man den Nummern anmerkt, daß hier versierte Musiker am Werk sind, die sie sich in progressiven Gefilden unterschiedlichster Couleur, ähem, pudelwohl fühlen. Stilistisch dürfte zwar "Freiraum" angesagt sein, der Großteil des Materials läßt aber an eine gediegene Kombination früherer MARILLION und diversen anderen britischen Formationen mit Clive Nolan-Beteiligung denken. Aber auch Größen wie PINK FLOYD lassen sich als Inspiration vernehmen, wie wohl auch das Schaffen eines Steve Wilson nachhaltig gewirkt haben dürfte. Der Vergleich zu den erstgenannten Referenzen kommt nicht zuletzt auf, da die Stimme von Florian in den melancholischen Momenten ein wenig an Fish erinnert, mehrheitlich jedoch an Mister Nolan. Daß Florian bei THE GRAND SHEEP ebenso für die Tasteninstrumente zuständig ist wie Clive bei Formationen wie SHADOWLAND paßt gut zum Gesamteindruck, erweist sich jedoch als purer Zufall.

Keineswegs "zufällig" hat sich dagegen der überaus positive Gesamteindruck der Scheibe ergeben, im Gegenteil, das Teil erweist sich als "auffällig", und zwar überaus positiv. Die Tracks kommen nämlich - unabhängig ob nun in eher kurzer Variante von knapp mehr als fünf Minuten oder doch tendenziell monumental und episch, in annähernd doppelt so langer Laufzeit allesamt fein und ohrenschmeichelnd aus den Boxen. Ganz so wie ein weiches, kuschliges Schaffell...

http://www.facebook.com/thegrandsheep

määähhh


Walter Scheurer

 
THE GRAND SHEEP im Überblick:
THE GRAND SHEEP – The Grand Sheep (Do It Yourself-Review von 2015)
© 1989-2022 Underground Empire



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