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  UE-Home → History → Underground Empire 7 → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → APATHETIC CHILD – »Tragic Serenades«-Review last update: 05.08.2022, 22:43:26  

”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  APATHETIC CHILD-Demo-Review: »Tragic Serenades«

Date:  05.01.1994 (created), 25.02.2016 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

...und mit der EDV machten wir gleich weiter, denn besagter Schrifttypus (der übrigens in Wirklichkeit "Lincoln" heißt) befand sich auch in unserem Spielzeugkasten, so daß wir das Logo einfach nachbauten. Für die Onlineversion haben wir es gleich nochmal aufgemotzt und etwas aufwendiger erneut gebastelt - inklusive des damaligen Designgags mit dem falschen Schattenwurf der Marke "dämonisches Floorlight von vorne rechts". :-)

Peter hat übrigens eine Homepage. Hier findet man zwar nichts über APATHETIC CHILD (die er damals im Begleitschreiben mit "Die Band besteht aus einem 486er PC und einem Idioten, der ihn bedient" charakterisiert hatte), sehr wohl aber über seine Band MAGGOT OF PUTREFACTION, mit der er ab 1995 drei Demos veröffentlichte:

http://www.peterott.net/

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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APATHETIC CHILD-Logo

Tragic Serenades

Im Zeitalter des PCs werden Soloprojekte immer einfacher. Man muß nun nicht mehr der begnadete Multiinstrumentalist, sondern nur noch ein gewiefter Tastendrücker sein. Statt wahrhaft atemberaubenden (musik-)handwerklichen Fähigkeiten sind nun eher Hackerfähigkeiten gefragt. So hat sich auch ein gewisser Peter Ott sein Synthesizerprogramm vorgeknöpft und fröhlich damit rumgebastelt. Dabei entstand ein Stück, das er nun per Kassettenkopien unter das metal-hörende Volk bringen will. Es mag nun Leute geben, die eine solche Vorgehensweise pauschal ablehnen, aber ich möchte versuchen, möglichst objektiv an dieses Projekt mit Namen APATHETIC CHILD heranzugehen.

Man merkt jedem Ton dieses Demos an, daß er auf einem Computer entstanden ist, und daher klingt »Tragic Serenades« auch absolut nicht nach Metal, sondern rundum nach Retorte. Jedoch merkt man, daß das Prinzip, nach dem dieses Klanggebilde entstanden ist, von jemand erdacht wurde, der ein Metalfan ist und der »Tragic Serenades« wie ein Metalstück klingen lassen wollte. Ich möchte mich einer Wertung enthalten, so daß jeder, der glaubt, daß APATHETIC CHILD ein begutachtenswertes Experiment ist, unvoreingenommen an dieses Projekt herangehen kann, zumal man sagen muß, daß diese Aufnahme mit ihren zwei Minuten Spieltzeit etwas zu kurz ist, um hier ein allumfassendes Urteil abzugeben. Zudem wirkt für mich alles so, als sei mit besserer Software, noch wesentlich mehr rauszuholen gewesen. Ich persönlich empfinde APATHETIC CHILD als eine interessante Idee und bewundere den Mut von Peter, einen ganz anderen, komplett ungewöhnlichen Weg einzuschlagen und hoffe, daß er sein Konzept weiterverfolgt.

Natürlich ist es Ehrensache bei APATHETIC CHILD, daß auch das Cover ein hundertprozentiges Computerprodukt ist. Man knöpfe sich CorelDraw vor, nehme eine coole Schrift als Logo, setze darunter einen Scan, den man sich irgendwann mal eingefangen hat (Habe ich mir vor Urzeiten auch mal an Land gezogen; nennt sich "Celtic" und sieht verdammt klasse aus. - Red.) und bastele schließlich noch die restlichen Kommentare in einem eher normalen Schrifttypus dazu. EDV von A bis Z also. Nun müßt Ihr einfach wissen, ob Euch dieses Experiment 5,- DM wert ist.


Stefan Glas

 
APATHETIC CHILD im Überblick:
APATHETIC CHILD – Tragic Serenades (Demo-Review von 1994)
© 1989-2022 Underground Empire


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