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SPACE EATER – Passing Through The Fire To Molech

PURE STEEL RECORDS/SOULFOOD

Vor etwa zehn Jahren taten sich in der serbischen Hauptstadt Belgrad ein paar Burschen zusammen, um gemeinsam ihrer Vorliebe f├╝r Heavy Metal zu fr├Ânen, wof├╝r sie sich nach einem alten GAMMA RAY-Klassiker benannten. Schon ihre Gehversuche im Demoformat d├╝rften Klasse gehabt haben, wurden doch die schwedischen Geschmacksmenschen von I HATE RECORDS auf die Jungs aufmerksam und lie├čen 2007 das Debut ┬╗Merciful Angel┬ź vom Stapel. Damit konnte sich die Truppe auch recht schnell einen verdammt guten Ruf erspielen, nicht zuletzt, weil der Thrash-Mix der Formation trotz jugendlicher Unerfahrenheit ├╝berraschend versiert und technisch einwandfrei aus den Boxen bretterte.

Logisch also, da├č die Band mit reichlich Motivation nachlegte, doch das Schicksal bescherte ihnen ein herben R├╝ckschlag, als S├Ąnger Bosko Radisic bei einem Brand im Juli 2009 sein Leben verlor. Das zuvor aufgenommen zweite Album ┬╗Aftershock┬ź stellt somit zugleich das Verm├Ąchtnis dieses Mannes dar, der mit zu den Schl├╝sselfiguren der Thrashszene in Serbien gez├Ąhlt wird. Basser Karlo Testen hatte danach alle H├Ąnde voll zu tun, denn neben den leider schon in der Fr├╝hzeit mehrfach nachzubesetzenden Posten am Schlagzeug und an der zweiten Gitarre, schien er nach Boskos Ableben komplett allein auf weiter Flur zu stehen.

Ein Gl├╝ck, da├č sich neue Mitstreiter in relativ kurzer Zeit finden haben lassen und SPACE EATER in neuer Besetzung alsbald erneut loslegen konnten. Mit einem weiteren Demo konnte man die Herrschaften von PURE STEEL RECORDS von sich ├╝berzeugen und mit dem letzten Neuzugang, Đorđe Luković an der zweiten Klampfe, ging es in Folge an die Aufnahmen des vorliegenden dritten Albums. Dieses besticht zun├Ąchst einmal auf Anhieb durch ein feines Artwork, doch selbst wenn man ┬╗Passing Through The Fire To Molech┬ź in einem neutralen Karton ausliefern w├╝rde, best├╝nde kein Zweifel daran, da├č der Thrash Metal dieser Band Aufmerksamkeit verdient hat. Die Jungs lassen uns n├Ąmlich auf Anhieb h├Âren, da├č sie sehr wohl wissen, wie man dem Zuh├Ârer eine gepflegte Breitseite verabreicht, vergessen dabei aber weder auf den entsprechenden Anteil an einpr├Ągsamen Melodien, noch auf sich sofort ins Kleinhirn einbrennende Refrains.

Mitunter geht die Chose dadurch in bester OVERKILL-Tradition los, was durchaus auch auf die markanten Gesangspassagen zutrifft, auch wenn der neue Frontmann (und Klampfer) Luka Matković phasenweise doch wesentlich tiefkehliger r├Âhrt als "Uns-Blitz". Das Faszinierendste an ┬╗Passing Through The Fire To Molech┬ź ist f├╝r mich aber dennoch der Umstand, da├č die Burschen technische Finessen an den Tag legen, durch die man SPACE EATER voller Respekt attestieren mu├č, sich damit in der N├Ąhe der gottgleichen HEATHEN zu bewegen. Geil auch, da├č Luka dabei stimmlich einen Gang zur├╝ckschraubt und - keine Ahnung, ob bewu├čt oder unbewu├čt - wie David White klingt.

Da d├╝rften wohl nicht nur mein alter Wikinger-Kumpel Gorm und ich ein lautstarkes "Ich bin entz├╝ckt!" herausbr├╝llen.

http://www.facebook.com/spaceeater

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
SPACE EATER im ├ťberblick:
SPACE EATER – Merciful Angel (Rundling)
SPACE EATER – Passing Through The Fire To Molech (Rundling)
SPACE EATER – News vom 10.07.2013
┬ę 1989-2019 Underground Empire


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