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  UE-Home → History → Online Empire 55 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → BALAM – »Balam«-Review last update: 18.06.2022, 10:01:29  

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BALAM – Balam

MORDGRIMM (Import)

Dieser aus Providence (Rhode Island) stammende Fünfer kredenzt auf seinem Debut zwar lediglich drei Songs, doch die knapp mehr als halbe Stunde Spielzeit hat es dennoch ordentlich in sich. Eine atmosphärisch gelungene, zugleich aber auch ein wenig beängstigende Einleitung weiß zunächst, zwar gehörig die Spannung aufzubauen, läßt aber doch noch so einige Rätsel hinsichtlich der Ausrichtung offen. Spätestens jedoch wenn die Burschen mit ihrem tonnenschweren Lavariff in den Opener ›The Followed‹ einsteigen, ist völlig klar, daß hier wohl jeder Doom-Fanatiker auf seine Kosten kommen wird. Besagtes Riffs streckt sich im Prinzip fast über die gesamter Dauer der achteinhalb Minuten Spielzeit und erweist sich schon nach dem Erstkontakt als geradezu hypnotisch und magisch, da es den Hörer einfach nicht mehr loslassen will. Hinsichtlich der Intensität und der Wirkung geht für den Liebhaber vonderlei Sounds hier alles in Ordnung, besonders aber für jene, die sich auch den frühen SLEEP ergötzen können.

Ein wenig griffiger kommt dann das anschließende ›Soul Scour‹ daher, bei dem man nicht nur tempomäßig einen Zahn zulegt, sondern obendrein auch erkennen läßt, daß man auch elegischen Power/Doom draufhat und diesen auch mit prägnanten Hooks ausstatten kann. Für mich sind diese zehn Minuten das Highlight der Scheibe (irgendwo zwischen den frühen SOLITUDE AETURNUS und MEMORY GARDEN, sowie den Maltesern FORSAKEN einzuordnenden). Nicht zuletzt weil eben besagte Nummer auf Anhieb hängenbleibt und man sich von den Gesangslinien förmlich einlullen lassen kann. Auch der ein wenig weinerliche, dabei phasenweise an den jungen Ozzy, ansonsten jedoch eher an FORSAKEN-Fronter Leo Stivala erinnernde Gesang von Frontmann Alexander Carellas trägt verdammt viel zum Genuß dieses Albums dar, versteht er es doch, sowohl Hingabe und Intensität wie auch Emotionen auf elegante Weise zu transportieren.

So auch in der an den Schluß gestellten zwölfminütigen Kompositionen ›Dark Door‹, in dem erneut die Kompetenz psychedelisches Material mit harschem, leicht angeschwärztem Doom Metal auf entspannte und spannende Weise zu kombinieren zu erkennen ist und BALAM ein letztes Mal eine Talentprobe abgeben. Wer beispielsweise YOB mag, kommt auch hier absolut auf seine Kosten.

Gelungenes Debut, das für mich aber durchaus noch zwei, drei mehr Exponate aufweisen hätte können.

http://www.facebook.com/balamband

gut 10


Walter Scheurer

 
BALAM im Überblick:
BALAM – Balam (Rundling-Review von 2013)
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