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BALAM – Balam

MORDGRIMM (Import)

Dieser aus Providence (Rhode Island) stammende FĂŒnfer kredenzt auf seinem Debut zwar lediglich drei Songs, doch die knapp mehr als halbe Stunde Spielzeit hat es dennoch ordentlich in sich. Eine atmosphĂ€risch gelungene, zugleich aber auch ein wenig beĂ€ngstigende Einleitung weiß zunĂ€chst, zwar gehörig die Spannung aufzubauen, lĂ€ĂŸt aber doch noch so einige RĂ€tsel hinsichtlich der Ausrichtung offen. SpĂ€testens jedoch wenn die Burschen mit ihrem tonnenschweren Lavariff in den Opener â€șThe Followedâ€č einsteigen, ist völlig klar, daß hier wohl jeder Doom-Fanatiker auf seine Kosten kommen wird. Besagtes Riffs streckt sich im Prinzip fast ĂŒber die gesamter Dauer der achteinhalb Minuten Spielzeit und erweist sich schon nach dem Erstkontakt als geradezu hypnotisch und magisch, da es den Hörer einfach nicht mehr loslassen will. Hinsichtlich der IntensitĂ€t und der Wirkung geht fĂŒr den Liebhaber vonderlei Sounds hier alles in Ordnung, besonders aber fĂŒr jene, die sich auch den frĂŒhen SLEEP ergötzen können.

Ein wenig griffiger kommt dann das anschließende â€șSoul Scourâ€č daher, bei dem man nicht nur tempomĂ€ĂŸig einen Zahn zulegt, sondern obendrein auch erkennen lĂ€ĂŸt, daß man auch elegischen Power/Doom draufhat und diesen auch mit prĂ€gnanten Hooks ausstatten kann. FĂŒr mich sind diese zehn Minuten das Highlight der Scheibe (irgendwo zwischen den frĂŒhen SOLITUDE AETURNUS und MEMORY GARDEN, sowie den Maltesern FORSAKEN einzuordnenden). Nicht zuletzt weil eben besagte Nummer auf Anhieb hĂ€ngenbleibt und man sich von den Gesangslinien förmlich einlullen lassen kann. Auch der ein wenig weinerliche, dabei phasenweise an den jungen Ozzy, ansonsten jedoch eher an FORSAKEN-Fronter Leo Stivala erinnernde Gesang von Frontmann Alexander Carellas trĂ€gt verdammt viel zum Genuß dieses Albums dar, versteht er es doch, sowohl Hingabe und IntensitĂ€t wie auch Emotionen auf elegante Weise zu transportieren.

So auch in der an den Schluß gestellten zwölfminĂŒtigen Kompositionen â€șDark Doorâ€č, in dem erneut die Kompetenz psychedelisches Material mit harschem, leicht angeschwĂ€rztem Doom Metal auf entspannte und spannende Weise zu kombinieren zu erkennen ist und BALAM ein letztes Mal eine Talentprobe abgeben. Wer beispielsweise YOB mag, kommt auch hier absolut auf seine Kosten.

Gelungenes Debut, das fĂŒr mich aber durchaus noch zwei, drei mehr Exponate aufweisen hĂ€tte können.

http://www.facebook.com/balamband

gut 10


Walter Scheurer

 
BALAM im Überblick:
BALAM – Balam (Rundling)
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