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DARKTRIBE – Mysticeti Victoria

MASSACRE RECORDS/SOULFOOD

Selbst wenn es längst nicht so viele Bands wie beispielsweise in Italien oder Schweden gibt, hat der symphonische, bombastische Melodic Metal in Frankreich Tradition, wie in der Vergangenheit durch Exponate wie HEAVENLY, ADAGIO oder auch FAIRYLAND unter Beweis gestellt werden konnte. Mit DARKTRIBE schickt sich nun eine weitere Truppe an, diese Fahne hochzuhalten und auch deren Intention scheint es zu sein, mit einer gehaltvollen Mixtur aus Härte, Melodien, Spieltechnik und Bombast Fans von sich zu überzeugen. Das sollte auch durchaus gelingen, denn schon auf den ersten Eindruck hin wird klar, daß der Vierer rund um die Gebrüder Anthony (Gesang) und Julien Agnello (Drums) kaum etwas falsch macht.

In den progressiv angelegten Momenten wirken DARKTRIBE zwar noch irgendwie "überfordert" und hinterlassen einen Eindruck der Unsicherheit, in welche Richtung es denn gehen sollte, so daß man annehmen kann, daß ihnen phasenweise ein klein wenig der Fokus zu fehlen scheint. Da hilft auch die beeindruckende und filigrane Technik nicht viel.

Wirklich gelungen kommen jedoch die eher geradlinigen Kompositionen daher, denn hierbei ist auffällig, daß man weder zu sehr auf Härte erpicht scheint und auch keineswegs übermotiviert heftig loslegt, noch "überfettet" man das Gesamterscheinungsbild durch allzu kalorienreichen Keyboard-Kitsch. Will sagen, auch wenn man den übergroßen Schatten von Formationen wie ANGRA oder KAMELOT mehrfach über den Franzosen bemerkt, dürfte die Truppe auch eine gewisse Vorliebe für kraftstrotzenden US-Metal haben und in diesen - vergleichsweise auch eher schlicht arrangierten - Momenten zeigt sich die Klasse dieser Band, wobei diese vom kraftvollen Soundkorsett der Herren Mikko Karmila (Mix) und Mika Jussila (Mastering) gut unterstützt wird. Noch nicht voll auf dieser Höhe ist leider Anthony, der mitunter sogar noch recht schwach auf der Brust klingt, zumindest aber in den Höhenlagen schon unter Beweis stellt, daß er wunderbar tirilieren kann.

Dennoch nicht schlecht für einen Anfang - »Mysticeti Victoria« stellt das Debut der erst 2009 gegründeten Band dar und hat obendrein eine konzeptionelle Geschichte als Hintergrund - Nachholbedarf besteht aber dennoch, will man groß durchstarten.

http://www.darktribe.fr/

gut 10


Walter Scheurer

 
DARKTRIBE im Überblick:
DARKTRIBE – Mysticeti Victoria (Rundling-Review von 2012)
DARKTRIBE – The Modern Age (Do It Yourself-Review von 2015)
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