UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 53 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → THE HOWL (SF) – »Loose Ends«-Review last update: 20.05.2022, 17:47:01  

last Index next

THE HOWL (SF) – Loose Ends

INVERSE RECORDS (Import)

Aus dem hohen Norden Finnlands stammt dieses Trio, das sich 1998 zusammengetan hat und seit jener Zeit reichlich aktiv ist, stehen bislang doch mehrere Demos sowie drei EPs, die in den Jahren zwischen 2002 und 2007 eingespielt wurden, zu Buche. Ihren bisher wohl größten Erfolg feierte das Dreigestirn im Jahr 2008, als man sich für den "Wacken Metal Battle" qualifizieren konnte und am renommiertesten aller Open Air-Festivals gastierte. Davon offenbar weiterhin motiviert, kredenzten THE HOWL vor zwei Jahren ihr erstes Langeisen mit dem etwas ungewöhnlichen Titel »The Skins Of Our Backs«, das nicht nur amtliche Grooves vernehmen hat lassen, sondern auch auf den eigentümlichen Humor der Truppe hingewiesen hat.

Dieser ist auch Bestandteil des aktuellen Drehers geworden, so versteht es die Band etwa, ihre offenbar eher abgeschiedene Heimat und diesbezüglich eben hinterwäldlerische Herkunft durchaus mit Humor zu nehmen - nachzuvollziehen in ›Backwoods Society‹. Was die Musik des Trios betrifft, ist jedoch nicht viel an "Spaß" auszumachen, sprich, man zeigt sich eher bärbeißig und durchaus aggressiv. Kein Wunder schließlich läßt sich das Gebräu am ehesten als Mixtur aus jeder Menge Heavy Rock im MOTÖRHEAD-Stil, groove-betontem Thrash Metal der Neuzeit, Hardcore und einer mächtigen Dosis Death'n'Roll beschreiben. Für letztgenannten müssen als Referenz auf jeden Fall ENTOMBED erwähnt werden, nicht zuletzt deshalb, weil Sänger und Gitarrist Hannu Lindholm mitunter recht guttural vorträgt, auch wenn er zumeist eher den konventionellen "Tiefton-Growler" gibt. Hinsichtlich der Heftigkeit ihrer Hardcore-Passagen kann man durchaus auch noch PRO-PAIN nennen, allerdings sei angemerkt, daß die Finnen desöfteren auch auf Einflüsse aus dem klassischen Heavy Rock zurückgreifen, um ihre Tracks zu veredeln.

Speziell dadurch wirkt die Chose in Summe auch durchaus zugängig, wobei sich vor allem das eher gemächlich intonierte, aber immens druckvoll groovende ›The Bitter End Of Socialism‹ und das vom Rhythmus her ein wenig "galoppierende" ›Illusion Of A Horse‹ am schnellsten den Weg ins Langzeitgedächtnis finden.

http://www.the-howl.net/

gut 11


Walter Scheurer

 
THE HOWL (SF) im Überblick:
THE HOWL (SF) – Loose Ends (Rundling-Review von 2012)
andere Projekte des beteiligten Musikers Timo Lindholm:
LAMBS – Lambs (Do It Yourself-Review von 2000)
© 1989-2022 Underground Empire


last Index next

Der Geheimtip: Alles über ACCEPT - in zehn Episoden. Der Anfang:
Button: hier