UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 52 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → CASTILLION – »Pieces Of A Shattered Me«-Review last update: 27.11.2021, 23:56:11  

last Index next
CASTILLION-CD-Cover

CASTILLION

Pieces Of A Shattered Me

(12-Song-Digital-Release: 8,99 US-Dollar)

Während sich diese schwedische Formation am Anfang eher dem typisch europäischen Power/Melodic Metal verschrieben hatte, orientierte man sich im Laufe der Zeit allmählich um und hat immer mehr progressives Material einfließen lassen. Als Ergebnis dieses konstituieren Entwicklungsprozesses kredenzt die Truppe auf ihrer vierten Veröffentlichung (dem zweiten Langeisen nach dem 2007er »Triumph And Tragedy«) eine gefällige wie eingängige Mixtur aus edlen Melodien und verspielten Einschüben. Diese werden obendrein von der durchaus ausgewogenen Balance zwischen eher komplexen Arrangements und direkten Ohrenschmeichlern aufgewertet, wobei mir hinsichtlich der eher vertrackten Momenten mitunter die späteren SAVATAGE oder aber CIRCLE II CIRCLE in den Sinn kommen, auch wenn Sänger Ulf Sörman nicht an die Klasse von Zak Stevens herankommt.

Handwerklich geht die Sache in Summe mehr als nur in Ordnung, wie man CASTILLION auch attestieren kann, in Sachen Arrangements eine durchaus passable Leistung zu bieten. Besonders gelungen ist der Sound, was jedoch kein Wunder ist, schließlich hat die Truppe mit Ronny Milianowicz (SAINT DEAMON) und Andreas "Toya" Johansson (ebenso SAINT DEAMON) ein kompetentes Produktionsteam zur Seite gehabt und für das Mastering offenbar auch noch eine Stange Geld in die Hand genommen, um Jens Bogren zu beauftragen.

Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall hören lassen, wobei ich aber noch hinzufügen möchte, daß mir durch die unverkrampft wirkende Verspieltheit mitunter ihre Landsleute von TAD MOROSE in den Sinn kommen, während man in den ohrwurmstichigen, melodischen Momenten auch an Formationen wie die sträflich unterbewerteten Finnen von BURNING POINT und in den abgefahrensten Momenten durchaus auch an die norwegischen Elegant-Melodic-Progster von CIRCUS MAXIMUS denken kann.

Ein cooles Ding also diese Scheibe - und wenn die Jungs beim nächsten Versuch noch ein wenig mehr Augenmerk auf Hooks und Nachhaltigkeit legen, sollte der große Durchbruch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mit »Pieces Of A Shattered Me« sollte man zumindest einmal den ersten Schritt getätigt und sich für einschlägig orientierte Labels und Fans interessant gemacht haben.

http://www.castillion.se/

contact@castillion.se

schwedisches Misch-Gemüse


Walter Scheurer

 
CASTILLION im Überblick:
CASTILLION – Pieces Of A Shattered Me (Do It Yourself-Review von 2012)
CASTILLION – News vom 22.06.2008
andere Projekte des beteiligten Musikers Johannes Berg:
SEMLAH – Ruin (Do It Yourself-Review von 2003)
SEMLAH – Semlah (Rundling-Review von 2009)
SEMLAH – ONLINE EMPIRE 15-"Living Underground"-Artikel
SEMLAH – ONLINE EMPIRE 39-"Living Underground"-Artikel
SEMLAH – News vom 02.09.2012
andere Projekte des beteiligten Musikers Robert Örnesved:
METALITE – News vom 30.01.2017
METALITE – News vom 15.05.2019
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

Unsere aktuellen Fake News...
Button: hier