UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 46 → Review-├ťberblick → Rundling-Review-├ťberblick → DREAM OF ILLUSION – ┬╗Decadence┬ź-Review last update: 26.02.2021, 07:51:10  

last Index next

DREAM OF ILLUSION – Decadence

SG RECORDS/7HARD

DREAM OF ILLUSION? Nie geh├Ârt? Ging mir ebenso, und von daher katapultierte ich ┬╗Decadence┬ź das Debut dieser Italiener auch voll Vorfreude in den CD-Player, schlie├člich stand einmal mehr "unentdecktes Neuland" auf dem Speiseplan. Meine Entdeckungsreise hinsichtlich einer Biographie, sowie der bisherigen Karriere des Quintetts erwies sich zwar als nicht wirklich erfolgreich, aber einige Dinge konnte ich doch auskundschaften. Deshalb kann ich immerhin mitteilen, da├č die Band offenbar erst seit dem Jahr 2003 besteht und in jener Zeit eine junge Dame mit Namen Alessandra Ferrari am Mikro zu vernehmen war. Durch deren Engagement an einer Oper, an der sie in "Romeo & Julia" auftreten durfte, verlie├č sie die Band und wurde 2007 durch S├Ąnger Francesco Valentini ersetzt. Zusammen mit Francesco hat sich die Band, die sich hinsichtlich der Kompositionen als Einheit ausweist und in Gitarristen Riccardo De Fanti ihren Texter hat, als Intention vorgenommen, eine "neue und originelle Art" von Metal zu kreieren. Dieses Vorhaben klingt zwar auf dem Papier m├Ąchtig, und die Musik der Jungs aus Italien ist auch durchaus originell, von "neu" konnte ich aber (zum Gl├╝ck f├╝r das Traditionalisten-Herz in mir) nichts entdecken.

Im Gegenteil, der F├╝nfer hat sich "nur" dem traditionellen Metal mit viel Melodie verschrieben, wei├č diesen daf├╝r aber, kompetent umzusetzen. Im Gegensatz zu zahlreichen ihrer Landsleute verzichten DREAM OF ILLUSION auf jedweden Kitsch, mehr noch, es lassen sich nur vereinzelte, geschickt eingebaute Keyboardkl├Ąnge vernehmen. Stattdessen kredenzt die Truppe ein riffbetontes St├╝ck Edelmetall, das speziell durch die - mitunter allerdings doch zu sehr in Richtung Gefrickel tendierende - Gitarrenarbeit in progressive Gefilde driftet, seine Basis aber knietief im melodischen Heavy Metal besitzt. An Abwechslung mangelt es diesem Album keineswegs, so wird in Sachen Tempo und Atmosph├Ąre reichlich variiert, auch wenn die Dominanz der Klampfen immerzu erhalten bleibt. Da ich nicht die geringste Ahnung habe, wie DREAM OF ILLUSION geklungen haben, als sie noch eine Dame am Mikro hatten, bleibt mir hinsichtlich der Sangesdarbietung blo├č die Erhebung des Ist-Zustandes, und dieser entpuppt sich als imposant. Francesco scheint ebenso ├╝ber eine ausgebildete Stimme zu verf├╝gen und vermag mit seinem mittelhohen, klaren Gesang, die Tracks ordentlich darzubieten. Vereinzelte derbe Passagen lassen erkennen, da├č der Kerl auch einen ordentlichen Thrash-Shouter abgeben w├╝rde, denn auch dabei zeigt sich der gute Mann als Talent und braucht sich erst gar nicht um Aggression bem├╝hen. Da die Texte von Riccardo zu einer Konzeptgeschichte verarbeitetet wurden und ┬╗Decadence┬ź meiner Meinung nach erst am St├╝ck genossen zu seiner Gesamtwirkung gelangt, sei selbst f├╝r den Erstkontakt empfohlen, sich dieses Album als Komplettdurchlauf zu genehmigen.

http://www.dreamofillusion.it/

info@dreamofillusion.it

gut 11


Walter Scheurer

 
DREAM OF ILLUSION im ├ťberblick:
DREAM OF ILLUSION – Decadence (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Francesco "Frank" Valentini:
ARTHEMIS – News vom 01.10.2009
┬ę 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Bands! Interested in a review? Send your promopackage containing CD and info to the editorial office. Adress & infos
Button: hier