UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 46 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → DREAMSHADE – Â»What Silence Hides«-Review last update: 06.03.2021, 08:41:21  

last Index next

DREAMSHADE – What Silence Hides

SPINEFARM RECORDS/SOULFOOD

Es ist lĂ€ngst kein Mirakel mehr, daß eine junge Band, die zuvor lediglich mit einer in Eigenregie aufgelegten EP in Erscheinung getreten ist, fĂŒr ihr erstes Album gleich ein renommiertes Label im Hintergrund hat Allerdings erscheint mir die Kombination, daß die eidgenössische Band DREAMSHADE beim finnischen Label SPINEFARM RECORDS unterkommt, zunĂ€chst zumindest etwas ĂŒberraschend. Das aus Lugano im Tessin stammende Sextett konnte sich nach Veröffentlichung ihrer EP »To The Edge Of Reality« im Jahr 2008 zunĂ€chst durch unzĂ€hlige Gigs und Auftritte (unter anderem beim "Summer Breeze", oder dem "Metal Camp") auch international einen guten Namen erspielen und hat offenbar auch in Finnland nachhaltig Eindruck hinterlassen, weshalb man die Band auch demnĂ€chst auf der "Metal Expo" begutachten kann. SpĂ€testens nach dem zweiten Durchlauf wird aber ohnehin klar, was man seitens des Labels an dieser Formation zu schĂ€tzen weiß. Was die Musik der Schweizer betrifft, lĂ€ĂŸt es sich nĂ€mlich nicht verleugnen, daß DREAMSHADE nebst zahlreichen anderen Szene-GrĂ¶ĂŸen in erster Linie das musikalische Wirken von Truppen wie CHILDREN OF BODOM zu schĂ€tzen wissen, wobei man sich vor allem an deren Melodik und der technischen Filigranarbeit zu orientieren scheint.

Wer jetzt allerdings von einem "Klon" spricht, tut der Truppe dennoch unrecht, denn die Eidgenossen wissen zum einen sehr wohl, auch die Essenz des "Göteborg-Sounds" (Stichwort: frĂŒhere IN FLAMES) zu verarbeiten, wie man durchaus auch Elemente des sogenannten "Modern Metal" auf »What Silence Hides« entdecken kann. Hervorzuheben gilt es vor allem aber das wirklich gelungene Zusammenspiel der beiden Gitarristen Fella und Rocco. Dieses Duo klingt nĂ€mlich schon in ihrer Jugend ungemein harmonisch und beweist geradezu blindes VerstĂ€ndnis fĂŒreinander, aber auch Keyboarder Rawi wird ausreichend Freiraum gewĂ€hrt, den dieser auch perfekt nutzt, um sich einzufĂŒgen. Mit Iko hat dieser Sechser-Pack obendrein noch einen Mikromann an vorderster Front, dessen Stimme fĂŒr modernen Melodic Death Metal geradezu prĂ€destiniert erscheint und der die Chose gekonnt abzurunden versteht. Iko vermeidet es nĂ€mlich, zu sehr auf aggressiv zu machen und versteht es gewieft, fĂŒr eine Art "natĂŒrliche" Heftigkeit zu sorgen. Auch hinsichtlich der Arrangements und auch des Sounds haben die Jungs auf diesem Album keinerlei LĂŒcken offengelassen, weshalb man von einem gelungenen Album sprechen muß. Nicht zuletzt deshalb ist auch davon auszugehen, daß wir in BĂ€lde mehr von DREAMSHADE mitbekommen werden. Ihre Klientel erweitern zu können, sollte nicht allzu schwer sein, und von daher werden sich an diesem Album - dem meiner Meinung nach einzig die ganz großen Melodien noch fehlen - auch jede Menge Metalfans ergötzen können.

Wer diesem Fankreis ebenfalls angehören möchte, die Band aber erst einmal (ohne sich in Unkosten zu stĂŒrzen) kennenlernen will, sollte sich tunlichst auf die WebprĂ€senz der Jungs begeben, um ihre EP anzutesten. DREAMSHADE zeigen sich nĂ€mlich auch ĂŒberaus zuvorkommend und fannah und haben »To The Edge Of Reality« als kostenlosen Download anzubieten.

http://www.dreamshade.ch/

gut 11


Walter Scheurer

 
DREAMSHADE im Überblick:
DREAMSHADE – What Silence Hides (Rundling)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Where am I? What is this place? A few details about the history of the magazine you just stranded in:
Button: here