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WITCHCURSE – Heavy Metal Poison

INFERNÖ RECORDS (Import)

Daß WITCHCURSE mit zu den essentiellsten Vertretern der griechischen Metalszene zu zählen sind, wenn von traditionellem, schwer in der NWoBHM verankerten Klängen die Rede ist, sollte sich in den letzten Monaten herumgesprochen haben. Mit »Heavy Metal Poison« offeriert uns das Quintett nach einigen Demos und Split-CDs (zusammen mit den Finnen WITCHTIGER, sowie mit den Italos von WITCHUNTER) nun ihr erstes Langeisen, mit dem die Burschen nun endlich auch alle Zeitgenossen, denen es bisher noch nicht gelungen ist, die Truppe aus Thessaloniki live zu erleben, von sich überzeugen können.

Der Titel ist mehr als nur plakativ zu betrachten, denn die Burschen gehen in der Tat "giftig" ans Werk, und mehr als nur einmal fühlt man sich als Zuhörer schnurstracks an jene Werke erinnert, mit denen die jungen IRON MAIDEN ihren Welterfolg starteten. Wem dazu auch noch Kapellen wie BLITZKRIEG, GRIM REAPER oder DIAMOND HEAD und die frühen TOKYO BLADE in den Sinn kommen, liegt damit ebenso richtig und wird WITCHCURSE wohl damit kaum etwas unterstellen. An "zeitgemäßeren" Bands fallen mir hinsichtlich der instrumentalen Vorträge am ehesten die leider längst wieder verblichenen Niederländer POWERVICE ein, zudem darf man durchaus auch Namen wie WHITE WIZZARD oder ENFORCER in den Raum stellen, um sich in etwa ein Bild von diesen Griechen machen zu können. Die Gitarrenarbeit von "Necro" und "Stinky" kommt ungemein authentisch und im Stile der alten Heroen aus den Boxen und stellt selbstredend das dominierende Element auf »Heavy Metal Poison« dar, doch zur Vollendung (und damit zur vollkommenen Befriedigung aller Metal-Heads) kommen die Kompositionen erst durch die Gesangsdarbietung von "Possessed". Dieser zählt zwar keineswegs zu den begnadeten Sängern unter der Sonne, schafft es jedoch auf ungemein sympathische Art und Weise mit seinem prägnanten Organ und unzähligen Ausflügen in Höhenregionen, das Flair der "guten, alten Zeit" perfekt wiederzugeben, weshalb man diesen Kerl einfach lieben muß.

Daß die Griechen in ihren Titeln und Texten nahezu jedes Klischee verbraten, ist geradezu logisch, wie auch der rumpelige Sound hier als Programm zu betrachten ist. Beide Faktoren sind hier absolut essentiell und machen das Gesamtpaket »Heavy Metal Poison« zu einer Pflichtveranstaltung für alle Headbanger!

http://myspace.com/witchcurse6669

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
WITCHCURSE im Überblick:
WITCHCURSE – Heavy Metal Poison (Rundling-Review von 2010)
WITCHCURSE – Still Evil (Rundling-Review von 2011)
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