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  UE-Home → History → Online Empire 45 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → HATENATION – »Blacklist«-Review last update: 10.04.2019, 06:10:39  

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HATENATION – Blacklist

SAOL/H'ART

Aggression und Wut vermittelt der Bandname dieser spanischen Formation, die mit »Blacklist« ihr erstes Album abliefert. Zuvor war die Truppe als AFTERLIFE unterwegs, doch aufgrund der Emotionen, die in der Musik und den Texten vermittelt werden, war für die Musiker eine Umbenennung unabdingbar. Geht klar, allerdings muß ich zugegeben, durch den Albumtitel sofort an EXODUS als Inspirationsquelle gedacht zu haben, womit ja auch nicht ganz danebenliegen würde, wenn die Begriffe "Wut" und "Aggression" genannt werden. Doch mit dem Thrash Metal dieser Bay Area-Legende haben die aus der Region Barcelona stammenden Jungs nicht wirklich viel gemeinsam. Das Quintett hat zwar durchaus auch Thrash Metal-Versatzstücke im Talon, läßt es was das Tempo betrifft, aber zumeist fast schon "gemächlich" angehen. Will sagen, HATENATION haben sich offenbar auf Midtempo eingeschworen und verlassen dieses im Verlauf der Spielzeit nur ganz selten.

Nichtsdestotrotz vermögen die Katalanen, ihre Melange mit ungemeiner Wucht darzubieten und verstehen es dadurch, ihre Musik mit Nachdruck und tonnenweise Groove an den Zuhörer zu vermitteln. Dieser Groove-Anteil auf »Blacklist« kommt nicht zuletzt durch die fast schon eindimensionale Ausführung als regelrecht penetrant aus den Boxen und entpuppt sich im Endeffekt auf lange Sicht auch als kontraproduktiv. Prägnante Melodien sucht man dadurch nämlich die gesamte Spielzeit über vergeblich, hier wäre ein gewisses "Mittelmaß" wohl zielführender gewesen. Der Genuß dieses Albums ist daher auch ein leider nur eingeschränkter, denn nicht nur aufgrund der limitierten Abwechslung in Sachen Vortragstempo stellt sich hier recht schnell ein gewisses Sättigungsgefühl ein, auch Sänger Carlos trägt sein Scherflein dazu bei, schließlich sorgt der Kerl - wenigstens dazu passend - auch nicht unbedingt für variantenreichen Vortrag, sondern beschränkt sich in erster Linie auf bösartig-aggressives Grummeln und Grollen. Daß HATENATION durchaus auch überzeugen können, stellen sie zumindest mit ›In The Middle Of Nowhere‹ unter Beweis. Hier setzt die Band auf Variabilität in jeder Weise und das ohne auch nur ansatzweise an Wucht zu verlieren.

Sorry Jungs, da wär' vielmehr drinnen gewesen, deshalb bitte in Zukunft die zuletzt erwähnte Gangart unbedingt forcieren!

http://www.hatenation.net/

Durchschnitt 5


Walter Scheurer

 
HATENATION im Überblick:
HATENATION – Blacklist (Rundling-Review von 2010)
HATENATION – News vom 28.04.2011
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