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HEDSTONE – Out Of The Crypt

ARKEYN STEEL RECORDS (Import)

Mit HEDSTONE hat das griechische Spezialitätenlabel ARKEYN STEEL RECORDS einmal mehr ein ganz besonders rares Schätzchen aus dem Underground zutagegefördert. Diese Formation aus Chicago wurde 1986 mit der Nummer ›Air Raid‹ auf dem »Chicago Metal Works, Battalion 2«-Sampler zum ersten Mal auffällig und kredenzte im Jahr darauf mit »Six From The Crypt« ein erstes Demo. 1988 folgte ein weiteres, unbetiteltes 4-Song-Demo, auf dem HEDSTONE eine weitere Talentprobe abgaben. Leider nahezu unbemerkt allerdings, denn außerhalb der Heimatregion dürfte damals kaum jemand etwas von dem Quintett mitbekommen haben. Kein Wunder daher, daß der Name HEDSTONE nicht unbedingt zu den geläufigen in der Szene zählt. Fein, daß man sich im Hause ARKEYN STEEL der Sache angenommen, beide Demos soundtechnisch nachbearbeitet und erstmals auf CD verewigt hat.

Die zehn Songs werden von der ebenfalls neu abgemischten Samplerversion von ›Air Raid‹ und zwei Livetracks aus dem Chicagoer Club "Thirsty Whales" komplettiert und sollten vor allem Fans der seinerzeit US-typischen, melodischen Heavy Metal-Gangart ansprechen. Die Songs sind allesamt geprägt vom hohen, mitunter in hellen Schreien kulminierenden Gesang von Frontmann Kurt Slavik und zeichnen sich zudem durch ein hohes Maß an Eingängigkeit aus. Der Fünfer wußte aber auch mit einer spielfreudigen Darbietung zu gefallen, und zudem dürfte das Duo Michael Albin und Clay Yoksas an den Gitarren schon zum damaligen Zeitpunkt technisch überaus versiert gewesen sein. Das läßt sich an den teils filigranen Soli erkennen, die den Songs einen Hauch von Progressive Metal verabreicht haben. Retrospektiv betrachtet boten HEDSTONE demnach eine überaus ansprechende Leistung.

Dennoch sollten die beiden Demos die einzigen Lebenszeichen der Formation bleiben. Was auch immer die Burschen seinerzeit dazu veranlaßt hat, es mit der Musik wieder bleiben zu lassen, weiß man nicht. Tatsache ist jedenfalls, daß Clay als einziger nach der Auflösung von HEDSTONE der Szene erhaltengeblieben ist. Nach einigen Jahren bei SEVENTH OMEN und einer anschließenden Schaffenspause legte er 2016 »Reborn«, das Debut seines Soloprojekts CLAYBORG, vor. Um so respektabler daher, daß die Herrschaften von ARKEYN STEEL Ex-Fronter Kurt Slavik für diese Veröffentlichung ausfindig machen und gewinnen konnten und er eine umfangreiche Biografie für das Booklet verfaßt hat. Diese rundet das gelungene, einmal mehr auf 500 Exemplare limitierte Gesamtpaket zusammen mit vielen Photos sowie sämtlichen Texten fein ab.

US-Metal-Freaks wissen, was zu tun ist!


Walter Scheurer

 
HEDSTONE im Überblick:
HEDSTONE – Out Of The Crypt (Rundling-Review von 2020 aus Online Empire 85)
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