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HESPERIAN OPUS – Chasing The Light

ARKEYN STEEL RECORDS (Import)

Zwar existiert diese Formation erst seit dem letzten Jahr, Ideen und Songmaterial dürften zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits reichlich vorhanden gewesen sein. Schließlich hat es das Quartett aus Athen geschafft, nur wenige Monate nach der eigentlichen Gründung bereits das Longplay-Debut »Chasing The Light« vorstellig machen zu können. Dieses läßt von Beginn an erkennen, daß es sich bei HESPERIAN OPUS keineswegs um Newcomer handelt, sondern um eine technisch überaus versierte und offenbar auch bereits erfahrene Truppe. Nicht zuletzt die griffigen, aber dennoch verspielt wirkenden Arrangements lassen eher an das Werk von ausgefuchsten Routiniers denken.

Die mitunter etwas verschachtelten Strukturen der Tracks stellen weiters unter Beweis, daß die Musiker nicht nur von ihrem Handwerk etwas verstehen, sondern auch vom Aufbau spannungsgeladener Songs. Eine ganze Menge sogar, wie der eröffnende Titelsong regelrecht manifestiert. Getragen von der neoklassizistisch anmutenden, verspielten und in vertrauter Frickler-Manier dominierenden Gitarre von Harry Loisios legt das Quartett nämlich mit einem feinen Ohrwurm in Art der frühen SYMPHONY X los und weiß damit, auf Anhieb zu begeistern, zumal sich der Track dennoch sofort im Langzeitgedächtnis einnistet.

Klassikanleihen wie hier sind bis zum Ende hin zwar nur noch vereinzelt zu vernehmen, im abschließenden Instrumental ›Out Of The Cage‹ kommen sie aber ganz besonders zur Geltung, weil Harry dabei so richtig aus sich herausgegangen ist und ein weiteres Mal unverkennbar Kollegen wie Yngwie Malmsteen als Inspirationsquelle zu erkennen gibt. Doch HESPERIAN OPUS sind keineswegs als Formation zu betrachten, der es lediglich darum geht, ihr Können in Form von derlei Huldigungen zur Schau zu stellen. Die Band versteht es nämlich, auch in anderen Gangarten loszulegen und mannigfaltige, aber dennoch durch die Bank traditionell fundamentierte Metalklänge darzubieten. ›The Prison Mind‹ und ›Touch The Sky‹ beispielsweise, die beide mit dezenten IRON MAIDEN-Zutaten aus den Boxen kommen. Oder ›Field Of Fears‹, mit dem die Hellenen ihre MANOWAR-Einflüsse offenlegen und dabei für regelrechten Zwang sorgen, sofort in den Refrain einzusteigen.

Die Neuerfindung des Rades sollte man von »Chasing The Light« zwar nicht erwarten, ein überaus solide intoniertes, vielschichtiges und vor allem gefälliges wie eingängiges Stück griechischer Edelstahlkost aber auf jeden Fall. Dafür sorgen Harry und seine Kollegen Chris Stergianidis am Baß, Schlagzeuger Dimitris Karageorgos (der auch bei WARHAMMER tätig ist) sowie der unter anderen auch bei SPITFIRE, SARISSA und BLIND JUSTICE aktive Barde Tassos Krokodilos aber auf jeden Fall!

http://www.facebook.com/hesperianopus/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
HESPERIAN OPUS im Überblick:
HESPERIAN OPUS – Chasing The Light (Rundling-Review von 2020 aus Online Empire 85)
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