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  UE-Home → History → Online Empire 23 → Interview-Übersicht → SIDDHARTA (SLO)-Interview last update: 05.11.2020, 18:45:40  

SIDDHARTA (SLO)-Logo

SIDDHARTA (SLO)-Bandphoto 1

Vorsicht Dynamit! Als wir unseren Schreiber losschickten, um die slo­we­ni­schen Newcomer SIDDHARTA in ihrer Heimat zu beäugen, fiel am Flughafen der Sprengstofftest in dessen Photokoffer positiv aus. Ein überaus viel­sa­gen­der Vorfall, denn auch SIDDHARTA haben eine Mischung aus Metal und Rock entwickelt, die demnächst explodieren könnte. Und so übergeben wir nun an den Mann mit der Bombenstory, der sich - nur knapp einem Gefängnisaufenthalt entgangen - mit Sänger und Gitarrist Tomi M., Gitarrist Primož B., Keyboarder Tomaž O.R. und Drummer Boštjan M. unterhielt:

SIDDHARTA (SLO)-Headline

In Slowenien sind SIDDHARTA Superstars: So konnten sie bisher 30.000 Exemplare von ihrer vorletzten Platte »Nord« absetzen. Eine Zahl, die auf den ersten Blick vielleicht nicht sonderlich spektakulär aussehen mag - allerdings bekommt man in dem kleinen Land Slowenien für 5.000 verkaufte Einheiten bereits eine goldene Platte verliehen, so daß »Nord« also schon Dreifach-Platin-Status erreicht hat.
Daher war es logisch, daß die Band für die aktuelle Platte »Rh-« ihre Ziele höhersteckte, wie Tomaž bestätigen kann:
"Es war unsere Absicht, mit dieser Platte nicht nur in Slowenien zu touren, sondern wir wollten vorbereitet sein, um die Platte auch international veröffentlichen zu können. Daher haben wir nach den Studioarbeiten für die slowenische Version der Platte den Gesang erneut in Englisch aufgenommen."
Dieses Projekt wurde natürlich professionell angegangen: "Ich hatte zwei Coaches aus New York", erinnert sich Tomi. "Alles sollte so flüssig wie möglich klingen und meine Aussprache sollte korrekt sein. Ich war zwar in der Schule gut in Englisch, aber die beiden haben für den letzten Schliff gesorgt. So haben sie beispielsweise auch die englischen Texte leicht modifiziert, damit die Rhythmik von Worten und Musik besser miteinander harmonieren. Bei den slowenischen Texten kann ich ganz natürlich mit Worten oder Akzentuierungen spielen, allerdings fehlt mir im Englischen diese Gewandtheit, weil es nicht meine Muttersprache ist."
Auch den Texten mußte dabei besondere Beachtung geschenkt werden. Tomi: "Es handelt sich natürlich um keine direkte Übersetzung, sondern wir haben die grundlegenden Themen der Texte beibehalten, sie aber in die passende englische Sätze gefaßt, die zu unseren Melodielinien passen. Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl, die englischen Texte zu singen. Allerdings habe ich sie natürlich nicht so oft gesungen wie die slowenischen, da wir auf der Tour in unserem Heimatland natürlich nicht die englischen Versionen der Songs verwenden."
Ein wichtiges Element von »Rh-« sind umfangreiche Orchestrierungen, für die Tomaž zuständig ist: "Ich habe eine klassische Ausbildung. Während meiner Studienzeit habe ich sehr viel gelernt und wenn ich dann doch mal an meine Grenzen stoße, habe ich aus diesen Tagen noch genügend Kontakt zu echten Cracks, die mir Tips geben können."
Solche Elemente waren allerdings keineswegs von Anfang an bei SIDDHARTA geplant: "In unseren Anfangstagen waren wir einfach eine Rockband mit Gitarre, Baß und Schlagzeug", rekapituliert Tomi. "Doch nach einiger Zeit kam uns die Idee, solche Elemente einzubauen, um die Musik reichhaltiger und abwechslungsreicher zu machen. Es ist wichtig, daß wir experimentieren, um unseren Sound frisch zu halten - ganz gleich, ob die Elemente metallischer Natur sind oder aus dem Popsektor kommen."
"Wir spielen die Musik, die wir selbst mögen", fügt Tomaž hinzu. "Und ich glaube, man kann auf der Bühne sehen, daß wir in dieser Musik aufgehen und wirklich stolz darauf sind."

SIDDHARTA (SLO)-Bandphoto 2

Derzeit sitzen SIDDHARTA in der Zwickmühle, daß sie in Slowenien riesengroß, im restlichen Europa allerdings ein Niemand sind. "Dieses Problems sind wir uns sehr wohl bewußt", stellt Tomi klar. "Doch wir glauben an unsere Musik. Außerdem sind wir und unsere Crew wie ein große Familie und ich bin davon überzeugt, daß wir mit unserem jetzigen Team alles schaffen können!"
Und so ist man sich durchaus bewußt, daß man wieder Scheiße fressen muß, um seine Ziele zu erreichen: "Das kommt alles auf den Standpunkt an", winkt Tomi ab. "Es kann nämlich auch Spaß machen, Scheiße zu fressen. Denn alles, was mit unserer Musik in Verbindung steht, bedeutet Spaß für uns." Tomaž nimmt dies ebenso auf die leichte Schulter: "Wir haben das alles schon mal in Slowenien durchgemacht, so daß wir vorbereitet sind."
Mit dieser Opferbereitschaft haben sich SIDDHARTA in Slowenien sogar zur "Stadion-Rockband" hochgespielt: 2003 begann die Band ihre "Rh-"-Tour mit einer Show im Stadion von Ljubljana, bei der sie von dem RTV Slovenia Symphony Orchestra und 60 Tänzern unterstützt wurden. Tomi kann mit weiteren Fakten dienen: "Letztendlich waren 30.000 Leute im Stadion und weitere 5.000 standen draußen, weil sie keinen Platz mehr ergattern konnten. Es gab drei Bühnen, die direkt nebeneinander waren: Je eine Bühne für die Band, das Orchester und die Tänzer."
"Es war eine sensationelle Erfahrung für uns,", schwärmt Tomaž. "Selbst große Acts wie METALLICA oder Lenny Kravitz haben es nicht geschafft, das Stadion auszuverkaufen. Aber unser Auftritt war für die Menschen in Slowenien offensichtlich ein ganz besonderes Spektakel, so daß viele einfach nur wegen des Events und aus Neugierde kamen."
Letztendlich wurde an diesem Tag Geschichte geschrieben, denn das Stadion von Ljubljana war bislang dreimal komplett gefüllt. Tomi kann diese Gelegenheiten aufzählen: "Zum ersten Mal 1939 bei den Einweihungsfeierlichkeiten, dann bei einem Konzert der KELLY FAMILY und dann kamen wir."
Während man in Slowenien also gewissermaßen zu den legitimen Nachfolgern der KELLY FAMILY auf- bzw. abgestiegen ist, wurde das aktuelle Album »Rh-« mittlerweile auch hierzulande aufgelegt. Als erste Auskopplung wurde ›Rave‹ auserkoren: "Zunächst hatten wir überlegt, ›My Dice‹ (Originaltitel: ›Ring‹) als Single auszuwählen", weiß Tomi über das Auswahlverfahren zu berichten. "Aber letztendlich war es doch nicht der richtige Song für diesen Zweck: ›My Dice‹ ist eine reine Ballade, während ›Rave‹ das Album besser repräsentiert und zusätzlich zu dem balladesken Aspekt auch harte Gitarren enthält. ›Rave‹ war auch in Slowenien unsere erste Single und hat gut funktioniert. Also lag es nahe, den gleichen Weg einzuschlagen." Primož stimmt seinem Bandkollegen zu: "›My Dice‹ hätte uns limitiert, während ›Rave‹ ein viel größeres Spektrum unserer Musik zeigt und uns folglich für die nächste Single alle Möglichkeiten offen läßt: Wir könnten als nächstes den härtesten oder auch den softesten Song auskoppeln."
Dennoch handelt es sich bei ›Rave‹ um eine balladeske Nummer, ebenso wie bei dem zweiten Song ›Etna‹, den man auf der Maxi findet. Es erweckt also den Anschein, als wollten SIDDHARTA damit eher das Mainstreampublikum erreichen. Doch Primož weiß dies zu relativieren: "Am Anfang ist ›Rave‹ sehr ruhig, aber dann wird der Song deutlich härter und deutet somit an, wozu wir sonst noch fähig sind. Als zweiten Song haben wir für die Maxi eine Nummer gewählt, die mit Sicherheit niemals als Single ausgekoppelt werden würde." Boštjan ergänzt: "Ehrlich gesagt wollen wir uns nicht auf eine bestimmte Zielgruppe beschränken. Wir freuen uns über jeden, der unsere Musik mag; ganz gleich, ob es ein Teeny-Girl ist, das in Tomi verliebt ist, oder ein altes Ehepaar. Wir spielen bei unseren Konzerten ebenso gerne für einen Headbanger wie für einen A-HA-Fan. Wir selbst haben auch einen sehr breitgefächerten Geschmack. Deshalb fürchten wir uns auch nicht davor, einen poppigen Song wie ›Kloner‹ neben eine harte Nummer wie ›T.H.O.R.‹ auf ein Album zu packen."

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In Slowenien hat die Band tatsächlich ein derart gemischtes Publikum, wofür es laut Boštjan einen einfachen Grund gibt: "Es gibt in Slowenien keine Musikmagazine, die sich auf bestimmte Stile beschränken. Für Bands in Slowenien sind Tageszeitungen, die eine Musikrubrik haben, die wichtigsten Medien."
Tomi spinnt den vorherigen Gedanken fort: "Für uns ist es wichtig, daß die nächste Platte sich eindeutig von der aktuellen unterscheiden wird. Daher wehren wir uns dagegen, in eine Schublade gesteckt zu werden. Wer weiß, vielleicht schreiben wir eines Tages eine Rockoper?"
So scheint es naheliegend, daß SIDDHARTA sich für MINISTRY OF SOUND entschieden haben, eine Plattenfirma, die bislang nur auf dem Pop- und Dance-Sektor aktiv war, so daß SIDDHARTA nun die erste Rockband des Labels sind. Tomi geht ein wenig genauer auf die Dealsuche ein: "Letztendlich sind wir außerhalb von Slowenien noch eine unbekannte Band, so daß wir nicht mit Angeboten überhäuft wurden. Also haben wir uns den besten Deal herausgesucht. Wir brauchen kein Label, das in der Rockszene einen etablierten Namen hat. Es ist nur wichtig, daß sie voll hinter uns stehen und bereit sind, für uns zu arbeiten. Bei MINISTRY OF SOUND haben wir die volle Aufmerksamkeit, während wir bei einem anderen Label vielleicht nur eine von Hunderten Rockbands gewesen wären."
"Wir haben keine unrealistischen Erwartungen, was wir mit MINISTRY OF SOUND und »Rh-« erreichen können", unterstreicht Primož. "Schließlich haben wir auch Slowenien nicht über Nacht erobert. Wir wollen lediglich eine solide Basis schaffen, auf der wir weiter aufbauen können. Und wir wollen jeden weiteren Schritt genießen."
Ein solcher Schritt stellt die Tatsache dar, daß sich die ersten Musiksender außerhalb von Slowenien bereits auf SIDDHARTA gestürzt haben. Doch es war nicht die slowenische Version der Songs zu sehen: "Genauso wie wir »Rh-« gleich zweisprachig aufgenommen hatten, wurden auch für die Videos zu ›My Dice‹ und ›Rave‹ parallel zwei Versionen abgedreht. Das heißt, daß alle Nahaufnahmen, bei denen man Tomis Lippenbewegungen sehen kann, zweimal gedreht wurden, so daß alle Bilder lippensynchron waren."
Slowenien ist ein kleines Land mit knapp zwei Millionen Einwohnern, so daß die Band sich in Sachen Auftrittsmöglichkeiten auch außerhalb ihres Heimatlandes umsehen muß: "Wir hatten auf der "Rh-"-Tour 25 Shows in Slowenien gespielt", zählt Tomi zusammen. "Allerdings hatten wir auch einige Auftritte in Serbien oder Kroatien absolviert. Eventuelle Probleme, die aufgrund der jüngeren Geschichte, dem Zerfall Jugoslawiens, herrühren, gibt es für uns nicht. Ich glaube, daß Rock'n'Roll es schafft, die Menschen zu vereinen."
Der Bandname SIDDHARTA mutet seltsam an, doch die Herkunft kann Tomaž ganz einfach klären: "Der Name stammt von einem Roman von Herman Hesse und wir mochten den Klang des Wortes." Das mag die Vermutung nahelegen, daß bei SIDDHARTA intellektuelle Rockstars am Werk sind, doch Tomi kann noch mit einer weiteren Bedeutung des Namens dienen: "Eigentlich ist "Siddharta" der Name des jungen Buddhas; also jener Name, den er von seinen Eltern erhalten hatte."
Das Cover von »Rh-« präsentiert sich arg "blutverschmiert". Eine provokante Optik, doch diese Idee ist angesichts des Albumtitels nicht völlig aus der Luft gegriffen. Schließlich stehen die Abkürzungen "Rh-" bzw. "Rh+" für den Rhesusfaktor des Blutes. "Die Idee stammt von unserem Designer Sašo Dornik. Er ist ein echt verrückter Typ und kommt ständig mit solchen Ideen", schmunzelt Tomi. "Wir ließen ihm dabei mehr oder minder freie Hand, denn in solchen Dingen ist er der Beste. Er entwarf unser Cover und ist teilweise auch für die Szenarios unserer Videos zuständig."
Die Idee wurde sogar noch weitergestrickt und es gab nach Erstveröffentlichung der Platte eine limitierte Auflage von 1.500 Exemplaren, bei der die englische Version von »Rh-« in eine Blutkonserve gepackt wurde. Mittlerweile werden bis zu 300 Euro für diese Auflage bezahlt. Darüber hinaus hat Tomaž noch eine weitere Erläuterung für den Albumtitel parat: "Man kann den Titel »Rh-« auch als "our age negative" aussprechen und wir wissen alle, was derzeit in der Welt passiert... Und wir würden gerne etwas dazu beitragen, unser Zeitalter ein wenig positiver zu gestalten."

SIDDHARTA (SLO)-Bandphoto 4

»Rh-« ist schon fast zwei Jahre alt, so daß man annehmen kann, daß der Nachfolger quasi schon in den Startlöchern stehen würde. Doch Tomaž bremst solche Hoffnungen: "Man muß der Inspiration die nötige Zeit zugestehen und wir werden nichts erzwingen. Außerdem ist es wichtig für uns, daß die nächste Platte nicht wie »Rh-« klingen wird. Wir haben eine Menge Ideen, denen wir zu ihrem Recht verhelfen wollen."
Einen Luxus, den man sich als Band leisten kann, wenn man so erfolgreich ist, daß man schon längst mit der Prominenz der heimischen Szene verbandelt ist: So gibt es zum Beispiel rege Kontakte zu LAIBACH, der in Ausland vermutlich bekanntesten slowenischen Band. LAIBACH haben beispielsweise auf dem »Silikon Delta«-Remix-Sampler eine SIDDHARTA-Nummer nach ihrem Gusto bearbeitet und darüber hinaus sogar einen SIDDHARTA-Song auf einer ihrer eigenen CDs gecovert. Tomaž erinnert sich zurück an die Zeit, als SIDDHARTA der Durchbruch gelang: "Es war vor etwa vier Jahren. Selbst unser Debut lief schon verdammt gut und wir gewannen eine Menge Fans, doch erst mit dem Nachfolger »Nord« von 2001 schafften wir es, die Massen zu erreichen. Das führte sogar dazu, daß zwei Kinder von ihren Eltern auf den Namen "Siddharta" getauft wurden."
So schließt sich der Kreis, denn Tomis Taufpate war ebenfalls rockiger Natur, so daß für ihn der Weg zum Rockstar schon von Kindesbeinen an vorgezeichnet war. Boštjan nickt: "Tomi verdankt seinen Namen tatsächlich der Rockoper "Tommy" von THE WHO."
"Mein Vater ist ein großer Fan von Bands wie LED ZEPPELIN, PINK FLOYD oder DEEP PURPLE", fährt der Hauptdarsteller fort. "Aber ganz ehrlich hatte ich eher die Schnauze voll von seiner Musik, da er sie rund um die Uhr gehört hat."
"Erschwerend kommt hinzu, daß Tomis Vater Tontechniker ist", führt Boštjan die Geschichte fort. "Immer wenn wir eine neue CD fertiggestellt haben und ganz stolz auf das Endresultat sind, wirft er nach wenigen Augenblicken unser Werk in die Ecke, legt PINK FLOYD auf und sagt: "So muß das klingen!"
Das mag ein wenig überkritisch anmuten, aber dennoch ist Tomi sich gewiß, daß sein Vater stolz ist, daß sein Sprößling Rockmusiker geworden ist: "Er ist mit Sicherheit stolz, zumal seine beiden Söhne Musik machen: Mein Bruder ist Drummer."
"Und Tomis Vater hat seine ganz eigene Art, das auszudrücken", platzt Boštjan heraus. "Wenn er bei einem unserer Konzerte ist, drängelt er sich immer bis zur ersten Reihe vor und ruft: "Tomi sucks! Tomi sucks!" Dann kriegt er von den Mädels, die rundherum stehen, eine ordentliche Abreibung..."

http://www.siddharta.net/

info@siddharta.net

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

Photos: Stefan Glas [Photo 2-4]

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SIDDHARTA (SLO) – News vom 18.05.2008
Playlist: SIDDHARTA (SLO)-Album »Japan (slowenische Version)« in der Kategorie "aktuelle Faves" auf Platz 3 von Stefan Glas
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