UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
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”UNDERGROUND EMPIRE 3”-Datasheet

Contents:  BIEST-Interview

Date:  1990 (created), 02.12.2009 (revisited), 17.02.2017 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 3

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several later issues still available; find details here!

Comment:

UNDERGROUND EMPIRE 3 war im Grunde das Heft der ├╝berschriftlosen Interviews, doch in diesem Falle war das Schlagwort, das ├╝ber der Story prangen sollte, schnell gefunden. Und es sollte auch sehr treffend sein, denn letzten Endes sollte keine der wenigen Metalbands, die zu DDR-Zeiten den Segen der Obrigkeit erhalten hatten, lange ├╝berleben. Auch bei BIEST, die ├╝brigens definitiv die h├Ąrteste der AMIGA-Bands waren, sollte schon bald eine Wildwasserfahrt beginnen, denn Interviewpartner Frank sollte noch im Jahr 1990 aussteigen und sein Gitarrenpartner Uwe Klotz sollte wenige Monate sp├Ąter folgen. Etwa zu diesem Zeitpunkt war auch das Demo mit jenen neuen Songs erschienen, die ich allerdings nur einmal gewisserma├čen live h├Âren konnte, denn leider ri├č der Kontakt zu BIEST ab. Die Band sollte 1998 nochmal ein Demo mit Namen ┬╗Der Zocker┬ź ver├Âffentlichen, doch dann verliert sich ihre Spur.

So stellt unsere Story gewisserma├čen ein St├╝ckchen deutsch-deutsche Geschichte aus der Wendezeit, aber eben aus einem ganz anderen Blickwinkel, dar. BIEST hatte ich damals dank SUPERIOR kennengelernt: Die Manager beider Bands waren in Kontakt gekommen, und man hatte Austauschkonzerte vereinbart. So tuckerte ich im M├Ąrz 1990 in meiner Funktion als SUPERIOR-Roadie zusammen mit der Band gen Ludwigsfelde, das wenige Kilometer s├╝dlich von Berlin liegt, wo ein Festival stattfand, bei dem SUPERIOR mitmischen sollten. Allein schon ├╝ber den Trip an sich k├Ânnte ich locker ein Buch schreiben, in dem man dann unter anderem ├╝ber meinen Erstkontakt mit W├╝rstchen ├á la DDR (ein Wunder, da├č ich angesichts dieser Ansammlung von Knorpel, Fett und Wasserblasen nicht schon damals zum Vegetarier geworden bin...), aber auch ├╝ber sehr leckere Kekse aus DDR-Produktion, die es nat├╝rlich schon l├Ąngst nicht mehr gibt, da die Herstellerfirma vermutlich von der anrollenden Westwirtschaft zerquetscht wurde, oder dem Anblick einer West-Getr├Ąnkepackung, die in einem Ost-Lebensmittelladen f├╝r sechs West-Mark angeboten wurde, und ├Ąhnliche Absurdit├Ąten oder bittere Realit├Ąten aus der Wendezeit lesen k├Ânnte, doch wir wollen bei der Musik bleiben.

So wurden n├Ąmlich alle Bands bei diesem Festival heftig umjubelt, doch die Hausherren BIEST lie├čen sich nicht die Butter vom Brot nehmen, sondern erwiesen sich als professionellste Band und r├Ąumten nach allen Regeln der Kunst ab.

Die interessanteste Begebenheit des Trips verdanke ich aber Gitarrist Uwe Klotz, der nur wenige Stra├čen von der Konzerthalle entfernt wohnte, und mich mit zu sich nach Hause mitnahm. Dort lernte ich nicht nur seine Freundin kennen, die zu diesem Zeitpunkt hochschwanger war, sondern er spielte mir auch einige neue Songs vor, die die Band just zu diesem Zeitpunkt aufgenommen hatte. Uwe erz├Ąhlte zudem eine Menge ├╝ber das Leben - privat und als Band - zu DDR-Zeiten, und machte wie auch Frank im Interview keinen Hehl aus seinen Zukunftssorgen. Zwischen den Zeilen konnte man sogar lesen, da├č er sich damals schon mit dem Gedanken trug, die Gitarre an den Nagel zu h├Ąngen und sich ins Privatleben mit seiner in der Entstehung befindlichen kleinen Familie zur├╝ckzuziehen.

Uwe sollte ├╝brigens 1997 dann doch wieder aktiv werden, denn er schlo├č sich der Band SCREAMZ an, denen wir im UNDERGROUND EMPIRE auch noch begegnen werden. 2003 soll Uwe laut den Kollegen von Ostmetal nach Kanada ausgewandert sein.

Im Zeitraum zwischen diesen Erlebnissen am Konzertabend, dem Interview, das etwas sp├Ąter stattfand, und der Ver├Âffentlichung von UNDERGROUND EMPIRE 3 sollte als gro├čes historisches Ereignis die Wiedervereinigung stattfinden, so da├č es eine Fu├čnote zu dieser Story gibt: Als ich der Band ein Heft schickte, meldete sich einer der Musiker mit der Neuigkeit, da├č Frank mittlerweile der Band den R├╝cken gekehrt habe, und da├č auch der Bandmanager, dessen Name mir leider nicht mehr einf├Ąllt, seinen Job niedergelegt habe - wor├╝ber die Band allerdings nicht sonderlich traurig war: So vertrauten mir die Jungs seinerzeit an, da├č der Manager der Band als Wachhund aufs Auge gedr├╝ckt wurde... Bei einer solchen Information mu├č man doch sofort an den vortrefflichen Film "Das Leben der anderen" mit Ulrich M├╝he als Stasimitarbeiter denken, der sich eben jener Thematik, der l├╝ckenlosen ├ťberwachung der Bev├Âlkerung im Arbeiter- und Bauernstaat widmet. Wie man sieht, war also auch eine Band davon nicht ausgenommen gewesen.

Doch nun wollen wir diese kleine Geschichtsstunde mit einigen praktischen Hinweisen beenden, denn Ihr habt Euch vielleicht ├╝ber die fehlende Ecke beim ersten Bandphoto gewundert. In der Story in UNDERGROUND EMPIRE 3 hatte ich nur Livephotos verwendet, doch hier wollte ich zus├Ątzlich die "echten" Bandphotos, die mir vorliegen, verwenden - zumal das Covermotiv der ┬╗Crash Trash┬ź-EP im Interview erw├Ąhnt wird. Auf dem Cover ist an jener Stelle, die wir nun also einfach weggeschnippelt habe, das "AMIGA Quartett"-Design zu finden, denn die 4-Song-EP war in eben jener Serie ver├Âffentlicht worden. Das zweite Bandphoto stammt eindeutig von der gleichen Photosession. Die Band hatte es damals als Cover f├╝r ein Tape verwendet, auf dem sie mir im Vorfeld des Interviews einige Studio- und Proberaumaufnahmen ├╝berspielt hatte. Daher sind die beiden Knicks, die durch das Photo laufen ├╝berdeutlich zu sehen und garantiert gegen jeden Versuch immun, sie wegzuretouchieren. Ein wenig Verwunderung mag auch das zweite BIEST-Logo ausl├Âsen: Ich hatte es einem Konzertflyer entnommen, mit dem die Band f├╝r ihren kommenden Auftritt warb, so da├č man diesen Entwurf also sehr wohl auch als offiziell ansehen darf.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

BIEST-Logo

BIEST-Headline

Drei Tage vor Redaktionsschlu├č, und ich wei├č ohnehin nicht, wo mir der Kopf steht vor lauter Arbeit. Es kommt, wie es kommen mu├č - inmitten der Post befindet sich ein P├Ąckchen von BIEST, die das Interview beantwortet zur├╝ckschicken. Guter Rat ist also teuer - keine Zeit, und zudem ist eigentlich kein Platz mehr vorhanden!
Dennoch habe ich das Interview bearbeitet, denn diese f├╝nf Jungs

  1.   gefallen mir musikalisch sehr gut
  2.   haben mich live noch weitaus mehr ├╝berzeugt
  3.   geh├Âren zu den sympathischsten Musikern, die ich bislang kennengelernt habe
  4.   sonstiges.

Au├čerdem wollen wir nach der Wiedervereinigung die Ex-DDR beziehungsweise die f├╝nf neuen Bundesl├Ąnder (wie Ihr wollt) nicht vergessen, und mit BIEST wollen wir einen Anfang machen.

BIEST-┬╗Crash Trash┬ź-Covermotiv

Okay, Frank, fangen wir doch mal ganz systematisch an - mit der Bandhistory. Ihr existiert schon l├Ąnger als manch andere Band, wohnt viel n├Ąher zu uns als irgendeine Band vom anderen Ende der Welt. Dennoch wei├č man ├╝ber Euch praktisch gar nichts. Daher m├Âchte ich Dich bitte, uns etwas aufzukl├Ąren!

Wir haben uns im Sommer 1985 gegr├╝ndet. Aufgrund mehrerer Zuf├Ąlle kamen wir aus total verschiedenen Bands zusammen. Ich war beispielsweise zuvor in einer Bluesrockband. Wir haben uns dann einen Proberaum gebaut und angefangen zu proben. Da unser erster Auftritt im Herbst '85 gleich gut abging, hofften wir, einen g├╝nstigen Weg eingeschlagen zu haben. Irgendwann kam dann vom staatlichen Rundfunk ein Aufruf an alle Amateur-Heavy Metal-Bands, Demos einzuschicken. Im Mai '86 erhielten wir einen Anruf, und man sagte uns, da├č wir den ersten Platz belegt h├Ątten. Von da an ging's dann erst richtig los. Es wurden vom Rundfunk verschiedene Livemitschnitte gesendet, und wir konnten kostenlos einen Song produzieren. Wir w├Ąhlten ÔÇ║MetalÔÇ╣ aus, nahmen ihn auf, und er lief im Rundfunk sehr erfolgreich, was eine Art Kettenreaktion ausl├Âste. Wir durften also aufgrund dessen wieder einige Songs produzieren, die ebenfalls g├╝nstig liefen. Das war alles noch 1986. Wir haben weiter an uns gearbeitet und schlie├člich 1988 die ┬╗Crash Trash┬ź-EP aufgenommen.

Erz├Ąhle uns doch bitte etwas ├╝ber Eure Erfahrungen unter der sozialistischen Regierung. Inwiefern wurdet Ihr als Band staatlich kontrolliert - wobei mich besonders interessiert, wie sich das in Bezug auf Eure Texte verhalten hat.

Man konnte im Prinzip spielen, was man wollte, und auch die Auftrittssituation war nicht schlecht. Ein Problem war, die Einstufung zu erhalten, sprich die Erlaubnis zu spielen. Es gab da die Grundstufe, die Mittelstufe, die Oberstufe und schlie├člich die Sonderstufe. Wen man letztere erreicht hatte, konnte man eigentlich machen, was man wollte - es durften nur keine deutschen Texte sein, in denen man den Staat direkt anspricht.

BIEST-Einzelshot: Norbert ''Klempo'' Bode

Wie kam es zu Eurem Vertrag mit AMIGA, dem damals einzigen staatlichen Label, und welche Bedingungen wurden dabei an Euch gestellt?

Der Rundfunk ist sicher durch unsere g├╝nstigen Plazierungen auf uns gekommen. ÔÇ║Manne (gegen Gewalt)ÔÇ╣ war zw├Âlf Wochen Platz 1, was bedeutete, da├č wir damit einen Rekord brachen. So wurde AMIGA auf uns aufmerksam. Wir mu├čten uns aber trotzdem ganz sch├Ân ranhalten, da├č wir da einsteigen konnten. AMIGA hat sich nicht kundig gemacht, welche Band gut l├Ąuft, sondern die gingen anscheinend nach dem Alphabet vor. Da war beispielsweise "B" dran, und dann wurde eben BABYLON unter Vertrag genommen. Es war eben auch Planwirtschaft in der Musikbranche. Au├čerdem lief bei AMIGA viel nach der Mafiamethode ab. Es z├Ąhlten also Vetternwirtschaft und gute Beziehungen, nicht aber gute Musik. Die Vertragsbedingungen f├╝r uns waren sehr einseitig. Wir mu├čten alle Rechte abgeben und hatten einen Reingewinn von 2.000 Ost-Mark, sprich nichts. Wir h├Ątten nat├╝rlich den Vertrag ablehnen k├Ânnen, aber dann h├Ątte uns AMIGA selbstverst├Ąndlich fallenlassen, denn verhandeln war nicht m├Âglich. Wir konnten den Vertrag akzeptieren oder nicht, es gab keine andere M├Âglichkeit. Da es f├╝r uns verst├Ąndlicherweise eine gro├če Sache war, eine Platte aufzunehmen, haben wir notgedrungen akzeptiert.

Ihr wart auch auf dem ┬╗Rockbilanz '89┬ź-Sampler vertreten, also jener Samplerreihe, mit der AMIGA einen ├ťberblick ├╝ber ihre Ver├Âffentlichungen im vergangenen Jahr gaben. Wie kam es dazu?

Wir erhielten einfach eine kurze Mitteilung, da├č wir mit ÔÇ║Crash TrashÔÇ╣ drauf sind, und wir m├Âchten doch bitte ein Foto schicken.

BIEST-Einzelshot: Frank Lawrenz

Ein zweifelsohne wichtiger Punkt sind die Texte. Zur Zeit der SED-Regierung durftet Ihr ja sicher keine sozialkritischen Texte schreiben. Also habt Ihr viele Texte, die bekannte Rockklischees behandeln, beispielsweise ÔÇ║MotortraumÔÇ╣. Ich denke aber, da├č Ihr als Alternative auf einen Fantasytext wie ÔÇ║Grab im MoorÔÇ╣ oder auf Sachen wie ÔÇ║Manne (gegen Gewalt)ÔÇ╣ ausgewichen seid, die einen gewissen Kompromi├č darstellten - also nicht sozialkritisch, aber doch nicht klischeehaft. Jetzt hab ich aber genug rumanalysiert, erl├Ąutere Du die Sache bitte!

Es war immer eine Gratwanderung - also unsere Ideale in die Texte zu bringen und auch mal Probleme anzusprechen, ohne anzuecken. Das war immer recht schwierig. Im Prinzip konnte man live fast alles singen. Nur wenn es darum ging, diese Texte auf Platte zu bringen, gab es derma├čen viele Probleme und Diskussionen, da├č wir schon ├╝berlegt haben, alles abzublasen. Wir mu├čten Kompromisse eingehen. Ich k├Ânnte Dir mal die Originaltexte zuschicken, die wir seinerzeit dem Rundfunk vorlegten und da sieht man deutliche Unterschiede zu den Endtexten. Um es nochmal zu betonen - an der Basis war alles m├Âglich, aber sobald es in die Breite ging, sprich Medien, wurde man beschnitten. Was dann wirklich im Fernsehen lief, waren die braven Bands, ganz schick, mit duftem Haarschnitt, etc.

Inwiefern ist ┬╗Crash Trash┬ź repr├Ąsentativ? Ich denke da besonders an diese neuen Demos, die mir Uwe damals vorlaufen lie├č, die ja doch etwas anders klangen.

Diese Demos zeigen unseren momentanen Stil. Wir haben uns da nicht festgelegt, sondern wollten da ziemlich in die Breite gehen. Ich wei├č eigentlich gar nicht, wie man uns bezeichnen soll. Vielleicht wenn wir mal mit einer guten Plattenfirma ins Gesch├Ąft kommen w├╝rden, die uns eine bestimmte Richtung vorschlagen w├╝rden, w├╝rden wir uns wohl einklinken, aber in der derzeitigen Livesituation sehen wir da keinen Anla├č dazu.

BIEST-Einzelshot: Uwe Klotz

Das Cover von ┬╗Crash Trash┬ź, auf dem Ihr vor einigen Motorr├Ądern abgebildet seid, kann man eigentlich nur als klischeehaft bezeichnen. Das riecht f├╝r mich so, als h├Ątte da irgendein B├╝romensch von AMIGA in seiner Rock'n'Roll-Klischeekiste gekramt und Euch sein Lieblingmotiv aufs Auge gedr├╝ckt. Inwiefern konntet Ihr bei der Covergestaltung mitwirken?

Da kann ich Dir nur zustimmen - das Cover ist klischeehaft. Wir hatten AMIGA mehrere Motive angeboten, vom Schrottplatz angefangen bis hin zu ziemlich chaotischen Sachen. AMIGA hat sich dann aber f├╝r dieses Bild entschieden, das alles andere als g├╝nstig ist. Wir konnten keine Einw├Ąnde machen. Genauso wollten wir statt ÔÇ║MotortraumÔÇ╣ das Instrumental ÔÇ║Hard FeelingÔÇ╣ auf der EP haben, da wir ÔÇ║MotortraumÔÇ╣ zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr im Liveprogramm hatten, da er nicht mehr aktuell war. Wir haben diesbez├╝glich bei AMIGA nachgefragt, aber keine positive Antwort erhalten. Man hatte nichts zu melden, sondern konnte froh sein, da├č man ├╝berhaupt eine EP machen durfte.

Zur Zeit des SED-Regimes hattet Ihr trotz aller Nachteile ein gesichertes Leben als Profimusiker. Nach dem Fall der Mauer ist das nicht mehr gegeben. Welche M├Âglichkeiten rechnet Ihr Euch f├╝r die Zukunft aus?

Wir haben uns m├Ąchtig gefreut, da├č es endlich mit der politischen Situation und der Einheit Deutschlands vorw├Ąrtsging. Aber so gut das alles ist, die M├Âglichkeiten f├╝r Bands sind hier derartig gesunken, da├č man nicht mehr von einem Bandsterben, sondern einer Bandausrottung sprechen mu├č. Auch uns geht es momentan sehr schlecht. Wir haben keine g├╝nstigen Auftrittsm├Âglichkeiten. Wir spielten fr├╝her zehn bis f├╝nfzehnmal im Monat und jetzt h├Âchstens mal zwei- oder dreimal. Das hat mehrere Gr├╝nde. Zum einen gibt es momentan andere Sorgen als Rockmusik. Viele Konzerthallen haben zugemacht, weil die Besitzer gewechselt haben und die ganzen Rechte gekl├Ąrt werden. Die ganzen staatlichen Jugendclubs kriegen kein Geld mehr und m├╝ssen sich selbst um alles k├╝mmern. Das kann sicher funktionieren, aber die Leute m├╝ssen die Marktwirtschaft erst mal lernen. Au├čerdem kommen weniger Leute, weil sie das Geld mehr festhalten als zuvor. Es gibt Probleme ├╝ber Probleme, was aber nicht hei├čen soll, da├č wir den Fall der Mauer mi├čbilligen w├╝rden. Wir freuen uns und sind optimistisch, da├č es in Zukunft besser wird. Ich hoffe nur, da├č wir es als Band miterleben d├╝rfen.

BIEST-Einzelshot: Hartmut Rosenhahn

Euer Liveauftritt damals hat mich stark beeindruckt, besonders in Sachen Professionalit├Ąt und Fankontakt. Ich vermute, da├č das daran liegt, da├č Ihr als Profimusiker, die nat├╝rlich oft auftraten, kr├Ąftig Erfahrung gesammelt habt.

Das wurde uns schon von vielen Zeitschriften best├Ątigt, auch im METAL HAMMER. Das liegt an unserer kontinuierlichen Arbeit. Wir sind seit f├╝nf Jahren in der gleichen Besetzung zusammen und wechselten lediglich ganz am Anfang mal den Schlagzeuger. Wir sind Typen, die Spa├č an der Sache haben, und f├╝r uns war schon immer die Arbeit mit dem Publikum sehr wichtig. Auf die B├╝hne stellen und den Star mimen, das l├Ąuft bei uns nicht! Damit sind wir echt gut gefahren und haben so in Ostdeutschland echt gro├čen Erfolg. Ich hoffe, da├č das auch in Westdeutschland noch wird.

Von der Optik her kann man, wenn man Euch b├Âse will, als Rentnerband verschreien, ohne da├č ich Euch hiermit zu nahetreten will. Man mu├č aber feststellen, da├č zwei von Euch doch schon recht alt sind.

Sicherlich, aber das Alter ist nicht die Frage, sondern wichtig ist die Power r├╝berkommt. Wir haben schon mit sehr vielen Bands, auch westdeutschen gespielt, und konnten da immer mithalten und teilweise sogar ├╝berzeugen. Auch Lemmy ist nicht mehr der J├╝ngste. Aber solange die Power stimmt, ist uns das Alter egal. Sollte es da mal Probleme geben, mu├č man sich nat├╝rlich ├╝ber die einzelnen Leute unterhalten, ob es mit ihnen noch weitergehen kann. Denn wie stark eine Kette ist, wei├čt Du ja!

Noch kurz die bekannte Abschlu├čfrage, warum Ihr Musik macht, etc. (Kennt man ja... - Red.)

Ja, da gibt es eine ganz einfache Antwort: weil es Spa├č macht!

BIEST-Bandphoto 1

Irgendwie fand ich es schon damals, als ich bei der Band in Ludwigsfelde gewesen war, tierisch interessant mit den Jungs zu sprechen, und gleiches mu├č ich nun vom Interview sagen. Irgendwie kamen hier Sachen r├╝ber, die man nicht in jedem zweiten Interview in abgewandelter Form liest. Ich hoffe, da├č Ihr Interesse an der Band gefunden habt und ihnen mal schreibt, denn die Band hat moralische Unterst├╝tzung wahrhaft n├Âtig! Vielleicht k├Ânnt Ihr ja noch die ┬╗Crash Trash┬ź-EP erwerben. Also schreibt doch mal an:

http://myspace.com/biestmetal

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Stefan Glas

Photos: Stefan Glas [Photo 2-5]

BIEST-Logo

BIEST im ├ťberblick:
BIEST – UNDERGROUND EMPIRE 3-Interview
BIEST – ONLINE EMPIRE 8-Special
BIEST – News vom 28.02.2007
┬ę 1989-2019 Underground Empire


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