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SKITZO (US, CA)-Logo

Jau! The boys with the grünen Soße are back! Ihr erinnert Euch? SKITZO hatten sich in ihren Anfangstagen Mitte der Achtziger zum Markenzeichen erkoren, bei Livegigs mit grüner Soße um sich zu spucken. In UNDERGROUND EMPIRE 5 hatten die Jungs dann das erste Mal mit uns das "Vergnügen": Ein Review zum »The Skulling«-Demo befand sich in besagter Ausgabe, wo den Amis "Thrash mit ziemlich guten Breaks" attestiert wurde. Doch seither sind mehr als sieben Jahre ins Land gezogen, die die sonnigen Gemüter aus Kalifornien nicht ungenutzt gelassen haben.

Zunächst hat man besagten 4-Tracker »The Skulling« zu einer CD transformiert. 1994 erschien schließlich der erste Longplayer von SKITZO, der mit dem Titel »Synusar'Sukus« das Konzept fortsetzt, musikalisch zwar etwas rabiater und krachiger, textlich definitiv ähnlich anspruchsvoll wie beispielsweise die Titel ›Taste The Blood‹, ›Famous Monster Phone Sex‹ oder ›Cellulite Cellular Bitch‹ andeuten.

Die aktuelle Scheibe von SKITZO nennt sich jedoch »Psychobabble« und wurde im letzten Jahr mehr oder minder von Lance Ozanix im Alleingang gebastelt. Musikalisch sind SKITZO auf diesem Output etwas chaotischer, vielleicht auch zerfahrener geworden, ohne jedoch den Thrashsektor zu verlassen. Heuer hat man die Strategie der Provokation und des Auffallens um jeden Preis fortgesetzt. Allerdings statt grüner Soße hat man dies mittels der Covergestaltung geschafft: Harmlos entpuppte sich diese beim normalen Release, der einen Schädel zeigt, dessen Gehirn quasi ausgestanzt wurde, so daß durch dieses Loch ein Blick auf die CD möglich wird, die in hübschem Pink brain-like bedruckt ist. Oder um die Sache etwas knapper zu formulieren:

SKITZO-CD-Cover

Doch SKITZO haben sich die Mühe gemacht, ein Extradesign für die Presse zu basteln und so lächelt den verdutzten Schreiberling ein etwas "ungewöhnliches" Cover an: Man sieht darauf eine Dame nabelabwärts, die mit gespeizten Beinen dasitzt und ab der Gürtellinie jegliche Bekleidungsstücke vergessen hat. Passenderweise hat man dieses Promocover mit dem alternativen Titel »Put Your Face In Jesus« versehen. Während alle Hüter der Moral voller Zensurextase noch Mikrosekunden lang von "Pornographie" stammeln werden, bevor sie ins coma censuricum fallen, zucken wir hingegen gelassen die Schultern ob des arg plumpen Versuchs, Aufmerksamkeit zu erhaschen - zumal jegliche Ästhetik auf der Strecke bleibt, denn es handelt sich weniger um Schamlippen, als viel mehr um Schamlappen... Doch damit ist die Geschichte von »Psychobabble« noch nicht ganz zu Ende. Auf dem Backcover befinden sich zwei Bilder, die in einem Text wiefolgt erläutert werden: Das erste Bild zeigt Lance Ozanix über dessen Herzen das Glasmaster der CD angebracht ist, während er sich zwölf Stunden lang in Hypnose befand. Anschließend wurde das CD-Glasmaster auf die Leiche eines jungen Mädchen übertragen, wo es ebenfalls zwölf Stunden direkt über ihrem Herzen plaziert wurde. Anschließend wurde das Glasmaster sofort zum Pressen geschickt und selbstredend wurden 666 Kopien angefertigt. Wie glaubwürdig diese Geschichte ist und welche Aussagen man aus ihr über die geistige Gesundheit bzw. den Sinn für abgefahrene Promoaktionen des Machers ableiten könnte, wollen wir hier mal außer acht lassen.

Mittlerweile konnte Lance Ozanix in Drummer Beaver Hensley einen neuen Partner finden und die beiden haben sich mit der Lead-(!)-Bassistin Sherri Sternat verstärkt, die nebenbei bemerkt definitiv nicht für besagtes Promocover Modell gestanden bzw. gesessen hat und auch nicht dem Glasmaster als Unterlage gedient hat, weil Zombies noch keine Lizenz zum Leadbassen haben... So sind SKITZO also wieder einsatzklar und können sich in Zukunft darauf konzentrieren, mittels Liveshows von sich reden zu machen - ob nun mit Sauciere oder nicht.

SKITZO-Bandphoto

Wer sich mit SKITZO-idem Material eindecken will, kann richtig fett zuschlagen: »The Skulling« ($12,) »Synusar'sukus« ($8) oder »Psychobabble« (mit der geschmackvolleren Coverversion für $8) sind allesamt bei folgender Adresse erhältlich:

SKITZO
P.O. Box 1721
Healdsburg, CA 95448
U.S.A.

Außerdem gibt es noch tonnenweise alte Demos, Videos von saucigen Liveshows, usw. usf. Diese Details könnt Ihr Euch auf der SKITZO-Homepage zusammenkratzen:

http://www.skitzo.biz/

pukezone@hotmail.com


Stefan Glas

SKITZO (US, CA) im Überblick:
SKITZO (US, CA) – Got Sick (Do It Yourself-Review von 2003 aus Online Empire 14)
SKITZO (US, CA) – The Skulling (Demo-Review von 1991 aus Underground Empire 5)
SKITZO (US, CA) – The Skulling (Rundling-Review von 1992 aus Metal Hammer 07/92)
SKITZO (US, CA) – m-80's (Rundling-Review von 2003 aus Online Empire 15)
SKITZO (US, CA) – Online Empire 2-Special (aus dem Jahr 2000)
SKITZO (US, CA) – News vom 11.08.2003
SKITZO (US, CA) – News vom 07.02.2004
SKITZO (US, CA) – News vom 23.06.2008
SKITZO (US, CA) – News vom 21.11.2008
SKITZO (US, CA) – News vom 20.04.2009
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