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Viel besser und treffender hĂ€tten die aus dem Raum MĂŒnchen stammenden Jungs von DRYAD'S TREE ihre Debutscheibe kaum benennen können. Ein regelrechter »Comfort In Silence« wird von diesem Quartett, das sich nach den Baumnymphen aus der griechischen Mythologie, oder noch besser gesagt nach deren "Bleibe", benannt hat, nĂ€mlich in der Tat geboten. Wann auch immer Leopold Meuer (g), Reinhard Klein (v, g), Ludwig Hanisch (b) und Florian HĂ€ring (d) auf ihrem Debut fĂŒr ruhige, emotionsgeladene, einschmeichelnde KlĂ€nge sorgen - und das kommt desöfteren vor - entsteht ein sehr angenehmes Empfinden beim Hörer. Aber auch mit ihren, diesen "Komfort" kontrapunktierenden harschen und aggressiven Passagen weiß dieses Quartett zu gefallen. Generell lĂ€ĂŸt sich die Melange von DRYAD'S TREE nur schwer kategorisieren, mit "Progressive Melancholic Melodic Metal" sollten aber die wichtigsten EinflĂŒsse auf das Werk und Wirken der Bayern genannt worden sein. Eben jene Melange macht auch den Hörgenuß von »Comfort In Silence« aus. Egal ob heftig auf die Glocke, oder doch einschmeichelnd, mitunter rein akustisch und immerzu anschmiegsam wie bei â€șIn These Momentsâ€č zu beobachten, DRYAD'S TREE brauchen internationale Vergleiche kaum zu scheuen. Es ist keineswegs ausschließlich einfĂŒhlsames Material auf »Comfort In Silence« zu vernehmen, sondern sehr wohl völlig KontrĂ€res. Ganz im Gegensatz zu besagtem Ohrenbalsam kommt beispielsweise â€șCaptured In Perplexityâ€č fast schon garstig und aggressiv aus den Boxen, wenn auch hier angemerkt werden muß, daß die Band auch in diesem Fall nicht vergessen hat, fĂŒr die nötige Abwechslung in Form von melodischen Parts zu sorgen. Ähnlich mannigfaltig wie die Musik an sich ist auch die Gesangsdarbietung. Auch wenn Reinhards Stimme in den brachial intonierten Passagen noch nicht ganz zur Geltung kommt, weil sie diesbezĂŒglich nicht brutal genug klingt, braucht man sich hinsichtlich seiner Leistung keinerlei Gedanken zu machen, denn im einfĂŒhlsamen Bereich weiß dieser Knabe bereits sehr gut, wie es klappt, dem Hörer eine GĂ€nsehaut nach der anderen zu verabreichen. Besonders hervorheben muß man aber auch die mitunter gar an GrĂ¶ĂŸen wie OPETH oder PAIN OF SALVATION erinnernde Melancholie, die beispielsweise â€șClouded Emotionsâ€č ausmacht, einen Song, der DRYAD'S TREE Klasse in jener Stilrichtung ebenso eindrucksvoll unter Beweis stellen kann. Obwohl »Comfort In Silence« in der Tat alles andere als ein schwaches Album geworden ist, fĂ€llt vor allem die unglaubliche IntensitĂ€t und Dichte an hochkarĂ€tigen Kompositionen gegen Ende dieser Scheibe auf. Nach dem bereits erwĂ€hnten â€șClouded Emotionsâ€č folgt mit dem zwölfminĂŒtigen â€șTouched By Temptationâ€č ein an Variantenreichtum kaum zu ĂŒbertreffender Song, der mit deftigem Death Metal der progressiven Art beginnt, in einen akustischen Teil ĂŒbergeht und ohne den berĂŒhmten "roten Faden" zu verlieren, abermals in Richtung BrachialitĂ€t wechselt. Ein wahres Glanzlicht auf diesem Sektor, das uns DRYAD'S TREE hier abliefern! Doch auch das war noch immer nicht alles, denn mit â€șStay!?â€č folgt zum Abschluß ein weiteres Monumentalepos, in dem DRYAD'S TREE noch einmal ihr gesamtes Können an KompositionsfĂ€higkeit und Spielwitz zum besten geben und den Hörer mehr als nur erstaunt ob der QualitĂ€t des gehörten Songmaterials hinterlassen.

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Walter Scheurer

DRYAD'S TREE im Überblick:
DRYAD'S TREE – City Of Eyes (Do It Yourself)
DRYAD'S TREE – ONLINE EMPIRE 32-"Rising United"-Artikel
DRYAD'S TREE – News vom 04.11.2007
DRYAD'S TREE – News vom 17.04.2008
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