UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 39 → Review-Überblick → Re-Release-Review-Überblick → VIRGIN STEELE – »The Marriage Of Heaven And Hell - Part II«-Review last update: 10.06.2024, 23:20:47  

last Index next

VIRGIN STEELE – The Marriage Of Heaven And Hell - Part II

DOCKYARD 1/SOULFOOD

Der schier unbändige Kreativitätsschub, der David DeFeis nach »Life Among The Ruins« überkam, war keineswegs auf einem einzigen Album unterzubringen, weshalb nur schwache zwölf Monate nach "Part I" der zweite Teil von »The Marriage Of Heaven And Hell« nachgereicht wurde. Dazwischen waren die Herrschaften bei uns in Europa auf Tournee, für Fans und Band eine Notwendigkeit und zugleich auch eine Art Vereinigung aus Vorfreude auf die anstehende Veröffentlichung. Mit dem zweiten Teil ist VIRGIN STEELE nämlich nicht nur eines ihrer bisherigen Karrierehighlights gelungen, meiner bescheidenen Meinung nach muß dieses Werk als eines der wichtigsten überhaupt genannt werden, wenn von symphonischem Metal in epischer Ausführung die Rede ist. Nicht nur der programmatische Opener ›A Symphony Of Steele‹ stellt dies eindrucksvoll unter Beweis, "Part II" quillt förmlich über vor hochkarätigen Kompositionen.

Weitere Beispiele gefällig? Kein Problem: ›Crown Of Glory (Unscarred)‹ bietet hymnischen Power Metal in Reinkultur, wie er imposanter kaum dargeboten werden könnte, das Epos ›Prometheus The Fallen One‹ ist an Dramatik nur schwer zu überbieten und kulminiert nach eher dezentem, vom Keyboard geprägten Beginn in einem Stück Epic Metal der Sonderklasse. Von den weiteren Schmankerln aus der DeFeis'schen Kompositionsküche wären vor allem noch der Kraftmetall-Track ›Twilight Of The Gods‹ und vor allem die nicht minder als Programm für Herr DeFeis zu betrachtende Hymne ›Victory Is Mine‹ zu nennen.

Gerade diese letztgenannte Nummer sollte generell als bezeichnend für die damalige Phase von VIRGIN STEELE betrachtet werden, denn die Amis waren (zumindest hierzulande) damit auch businesstechnisch höchst erfolgreich und befanden sich, zumindest meiner Meinung nach, damals auf dem Höhepunkt ihrer kreativen Blütezeit. Diese hielt zwar leider nicht ewig an, zumindest aber konnte die Formation ihre Topform bis 1998 beibehalten, als sie mit »Invictus«, dem einzigen Album ihrer späteren Karriere, mit dem sie die Klasse von »The Marriage Of Heaven And Hell Part II« erreichen konnten, an den Start gingen.

Wie schon beim ersten Teil, wurde auch für diese Wiederveröffentlichung ein runderneuertes Booklet der Scheibe beigelegt, zudem sind mit ›Life Among The Ruins‹ und ›I Wake Up Screaming‹ in Live-Versionen abermals zwei "Bonüsse" am Start. Wenn dieses Bonus-Material allein einen Erwerb nicht rechtfertigen sollte, braucht man in Anbetracht der Qualität dieses Albums als Metalfan aber dennoch erst gar nicht zu überlegen, ob es sich lohnt, dieses Werk zu besitzen.

http://www.virgin-steele.com/


Walter Scheurer

 
VIRGIN STEELE im Überblick:
VIRGIN STEELE – Age Of Consent (Re-Release-Review von 1997 aus Feedback 36)
VIRGIN STEELE – Age Of Consent (Re-Release-Review von 2008 aus Online Empire 35)
VIRGIN STEELE – Age Of Consent (Re-Release-Review von 2011 aus Online Empire 48)
VIRGIN STEELE – Guardians Of The Flame (Re-Release-Review von 2002 aus Online Empire 13)
VIRGIN STEELE – Invictus (Re-Release-Review von 2014 aus Online Empire 60)
VIRGIN STEELE – Life Among The Ruins (Re-Release-Review von 2008 aus Online Empire 37)
VIRGIN STEELE – Life Among The Ruins (Re-Release-Review von 2012 aus Online Empire 52)
VIRGIN STEELE – Life Among The Ruins (Rundling-Review von 1994 aus Underground Empire 7)
VIRGIN STEELE – Noble Savage (Re-Release-Review von 2008 aus Online Empire 35)
VIRGIN STEELE – Noble Savage (Re-Release-Review von 2011 aus Online Empire 48)
VIRGIN STEELE – Nocturnes Of Hellfire & Damnation (Rundling-Review von 2015 aus Online Empire 63)
VIRGIN STEELE – The House Of Atreus - Act I & Act II (Re-Release-Review von 2016 aus Online Empire 67)
VIRGIN STEELE – The Marriage Of Heaven And Hell - Part I (Re-Release-Review von 2009 aus Online Empire 38)
VIRGIN STEELE – The Marriage Of Heaven And Hell - Part II (Re-Release-Review von 2009 aus Online Empire 39)
VIRGIN STEELE – The Marriage Of Heaven And Hell - Part One & Part Two (Re-Release-Review von 2014 aus Online Empire 59)
VIRGIN STEELE – The Marriage Of Heaven And Hell - Part One (Rundling-Review von 1995 aus Y-Files)
VIRGIN STEELE – Virgin Steele (Re-Release-Review von 2002 aus Online Empire 13)
VIRGIN STEELE – Visions Of Eden (Rundling-Review von 2006 aus Online Empire 29)
VIRGIN STEELE – Underground Empire 7-"Demoklassiker"-Artikel (aus dem Jahr 1994)
VIRGIN STEELE – Metal Hammer 09/93-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 1993)
VIRGIN STEELE – Heavy, oder was!? 56-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2001)
VIRGIN STEELE – Break Out 08/1997-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 1997)
VIRGIN STEELE – Online Empire 12-Special (aus dem Jahr 2002)
VIRGIN STEELE – Online Empire 20-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2004)
VIRGIN STEELE – Online Empire 25-"Living Underground"-Artikel (aus dem Jahr 2005)
Soundcheck: VIRGIN STEELE-Album »The Black Light Bacchanalia« im "Soundcheck Heavy 131" auf Platz 60
Soundcheck: VIRGIN STEELE-Album »The Book Of Burning« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 61" auf Platz 3
Soundcheck: VIRGIN STEELE-Album »The House Of Atreus - Act II« im "Soundcheck Heavy, oder was!? 54" auf Platz 8
Soundcheck: VIRGIN STEELE-Album »Visions Of Eden« im "Soundcheck Heavy 94" auf Platz 9
© 1989-2024 Underground Empire


last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here