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DIGNITY – Project Destiny

NAPALM RECORDS/SPV

Eine österreichische Formation mit internationaler Beteiligung verbirgt sich hinter dem Deckmantel DIGNITY. Als Bandgründer fungierten Schlagzeuger Roland Navratil, der lange Jahre bei EDENBRIDGE den Takt vorgab, und der aus Rumänien stammende, aber auch in Österreich lebende Tastenhexer Frank Pitters, die vor knapp zwei Jahren zueinander fanden, um fortan gemeinsam aufzugeigen. In Martin Mayr (Gitarre) und John Boy Bastard (Baß) konnten im näheren Umfeld in recht kurzer Zeit Mitstreiter gefunden werden, bloß nach einem Sänger mußte die Suche über die Grenzen hinaus erweitert werden. Da zu jenem Zeitpunkt bereits erste Songs komponiert waren, sollte es jedoch nicht allzu lange dauern, ehe ein geeigneter Vokalist gefunden werden konnte. Dieser nennt sich Jake E., stammt aus Schweden und kann bereits auf eine recht umfangreiche Karriere zurückblicken: Zunächst war Joacim Lundberg (unter diesem, seinem Taufnamen) mit INFINTY am Start, die jedoch nach einigen Demos die Segel strichen, um in weiterer Folge in fast identischer Besetzung als DREAMLAND wieder aufzutauchen. Eben dort ist Jake E. als Jake Steel noch immer mit von der Partie und zwischenzeitlich war er als Jake E. Berg auch bei DREAM EVIL involviert, doch nur für ganz kurze Dauer. In DIGNITY hat Jake jedenfalls ein neues Betätigungsfeld gefunden und mit »Project Destiny« lassen uns die Herren nun zum ersten Mal ein Ergebnis der österreichisch-rumänisch-schwedischen Kooperation DIGNITY hören.

Ungemein melodische Songs sind es in erster Linie, die uns auf diesem Album dargeboten werden, stilistisch nicht wirklich darauf erpicht, sich in irgendeiner Richtung festzusetzen, dafür aber um so mehr auf Eingängigkeit getrimmt. Basierend auf diesen Merkmalen kredenzt uns das Quintett ein Sammelsurium aus Ohrwürmern und Hooklines in mannigfaltiger Ausführung. Die Einflüsse auf die Band scheinen in erster Linie vom klassischen Hard Rock der melodischen Art mit Vorzeigebands wie RAINBOW oder THIN LIZZY zu stammen, reichen jedoch über QUEEN zu Frühzeiten, bis hin zum melodischen Hard Rock der Variante EUROPE oder TNT. Aber auch Bands wie STRATOVARIUS oder SONATA ARCTICA müssen genannt werden, um die Melange von DIGNITY in vollem Umfang beschreiben zu können. Daß daneben auch die andere Baustelle von Jake immer wieder in Erinnerung gerufen wird, liegt nicht nur an seinem Gesang, sondern auch daran, daß wohl auch DREAMLAND ähnliche Inspirationen zu haben scheinen. Im direkten Vergleich zu dieser Formation zeigen sich DIGNITY aber wesentlich zugänglicher und vor allem effektiver in Sachen Wiedererkennung. Wer sich Tracks wie den eröffnenden Titeltrack, das megaeingängige ›Icarus‹, oder auch ›Inner Demons‹ erst einmal angehört hat, wird sich der Anziehungskraft dieser Kompositionen nicht entziehen können. Hier wird der Hörer permanent mit regelrecht klassischem, melodiösem Hard Rock in straff und bombastisch arrangierter, zeitgemäßer Variante konfrontiert und die Tracks mit Sicherheit schon nach kurzer Zeit allesamt intus haben, denn songschreiberisch gibt es hier definitiv nichts zu meckern. Mitunter haben die Jungs hinsichtlich der Bombastanteile vielleicht eine Spur übertrieben, doch von Kitsch sind sie dennoch meilenweit entfernt. Lediglich die "Verabschiedung" hätte besser ausfallen können, aber das liegt wohl daran, daß mich ›Don't Pay The Ferryman‹ von Chris de Burgh noch nie so wirklich erwärmen konnte und mir bislang nur die, auch schon wieder vor gut zehn Jahren eingespielte Version von DARK AT DAWN zugesagt hat. Die Intensität von Buddy Kohlrausch und Konsorten erreichen DIGNITY in diesem Track trotz einwandfreier Darbietung bei weitem nicht, aber das soll jetzt den positiven Gesamteindruck dieses Albums keineswegs schmälern.

http://www.dignityband.com/

info@dignityband.com

gut 11


Walter Scheurer

 
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