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AUSPEX (F, Grenoble) – Resolutio

THUNDERING/TWILIGHT

Symphonischer Metal ist in Frankreich seit langer Zeit schwer angesagt, was sich nicht nur an den verhältnismäßig höheren Verkaufszahlen dieser Art von Musik niederschlägt, sondern ebenso in der Tatsache, daß derlei aufgeigende Formationen bei deren Tourneen immer wieder Augenmerk auf die Fans dort legen und so manchen Gig mehr absolvieren. Aber auch die einheimische Szene hat diesbezüglich einiges zu bieten, wie zum Beispiel AUSPEX. Dieses aus Grenoble stammende Sextett konnte bereits vor gut drei Jahren mit dem ersten Demo »Mysteries Of The Stars« beeindrucken und legt nun mit »Resolutio« sein Debut vor.

An komplexen Arrangements wird auf diesem keineswegs gespart, die Musik kommt mit sehr mächtiger Progressive-Schlagseite aus den Boxen, durch die der an sich sehr symphonisch angelegte Metal der Jungs mit Dame am Mikro noch ein wenig besser zur Geltung kommt. Besagtes Fräulein namens Elodie Buchonnet ist es dann im Endeffekt auch, die den Tracks das Sahnehäubchen aufzusetzen vermag, da ihr Gesang nicht nur sehr eigenständig klingt, sondern obendrein auch sehr natürlich wodurch das Mädel in den emotionsgeladenen Passagen für Gänsehaut ohne Ende zu sorgen imstande ist. Zudem lassen es die Gitarristen Lionel und Arthur amtlich krachen, soll heißen, auf »Reslutio« regiert keineswegs der verwässerte Klang, sondern sehr wohl der Metal. Auch Drummer Fred weiß durch sein akzentuiertes Spiel zu gefallen und sorgt mit seinen mitunter sehr heftig intonierten Doublebass-Attacken dafür, daß die Truppe auch ordentlich Dampf macht und losprescht. Als Gegenpart hält Keyboarder Pierre-Yves die Bombast-Fahne hoch und vermag mit teilweise gar an Musicals erinnernden Spielereien, den kraftvollen Metal der Formation zu kontrapunktieren. Daraus ergibt sich eine in sich sehr stimmige Mischung, mit der es AUSPEX problemlos gelingen sollte, Fans von EPICA bis NIGHTWISH, sehr wohl aber auch Freunde von Formationen, die sich nicht ausschließlich darauf verlassen, durch ein Frontfräulein zu punkten, wie KAMELOT anzusprechen.

Meiner Meinung sind es vor allem die Monumentalepen der Truppe, die als Höhepunkte zu bezeichnen sind, wie das sehr emotionsgeladene ›Celestia‹, dessen opernmäßige Gesangspassagen auch von den weltberühmten Finnen nicht besser intoniert hätte werden können, und das bereits vom Demo her bekannte ›Rise‹ für AUSPEX durchaus programmatisch sein könnte.

http://www.auspex.fr.st/

auspex@fr.st

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
AUSPEX (F, Grenoble) im Überblick:
AUSPEX (F, Grenoble) – Mysteries Of The Stars (Do It Yourself-Review von 2006 aus Online Empire 28)
AUSPEX (F, Grenoble) – Resolutio (Rundling-Review von 2008 aus Online Empire 34)
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