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STORMAGE – Sudden Awakening

STF RECORDS/M-SYSTEM

Für ihr Debut »Balance Of Power« mußten die deutschen Metaller von STORMAGE mitunter recht harte Worte einstecken. Vor allem der, zugegebenermaßen wahrlich nicht gerade imposante Sound war es, den man bemängelte, weniger dagegen die musikalische Ausrichtung und Ausführung der im Sinne des Titels, ausgewogenen Mischung aus Power und Thrash Metal. Das Quartett scheint sich diese Kritiken offenbar zu Herzen genommen zu haben und so fällt schon im mächtigen Opener ›The Betrayal‹ der nunmehr keinesfalls dünnbrüstige Sound positiv auf. Hinsichtlich der stilistischen Ausführung muß allerdings ebenso bereits zu jenem Song angemerkt werden, daß STORMAGE offenbar mit reichlich Wut im Bauch ihre neuen Songs komponiert haben, denn der Großteil der 13 Kompositionen kommt wesentlich heftiger aus den Boxen, als es noch beim Debut der Fall war. Vor allem das nunmehr eindeutig mit deutlicher Thrash-Seite angelegte Riffing weiß immer wieder zu beeindrucken. Nicht nur ›The Betrayal‹ muß diesbezüglich erwähnt werden, sondern auch die offensichtliche Verbeugung gen US of A, genauer gesagt gegen dort ansässige Power Metal-Heroen wie VICIOUS RUMORS, in Form von ›Hiding The Damned‹ darf keinesfalls unerwähnt bleiben, schließlich haben wir es hier definitiv mit einem Hit zu tun, der wahrlich keinerlei Vergleiche zu scheuen braucht. Gesangtechnisch ist Heiko Heseler zwar noch immer kein Barde vor dem Herrn geworden, seine mittelhohe und mitunter doch recht rauhe Stimme kommt aber vor allem in den im Uptempo-Bereich angesiedelten Kompositionen, die auch den Großteil von »Sudden Awakening« ausmachen, perfekt zur Geltung. Daß STORMAGE aber auch anders können, beweisen sie mit der wirklich gelungenen und völlig kitschfreien Ballade ›Inner State Of Mind‹. Mit dem Titelsong geht es danach im Midtempo weiter, ehe ›Dark Side‹, das zwar mit balladeskem Beginn ausgestattet ist, unter Beweis stellt, daß auch der groove-betonte Power Metal hier nicht zu kurz kommt. Neben den wohl "üblichen Verdächtigen" aus deutschen Landen und den bereits zitierten Vorbildern aus den USA scheinen sich STORMAGE auch an den immer noch sträflich unterbewerteten MORGANA LEFAY zu orientieren und haben sich auch an deren massives Riffing dezent angelehnt, bestes Beispiel dafür sollte ›Walls Of Tears‹ sein. Mit einem kurzen A-cappella-Part beginnt dann ›Silent Enemy‹, wobei in diesem Track in späterer Folge Anleihen an Thrash Metal in der Version von OVERKILL als Einfluß ans Tageslicht kommen, bevor STORMAGE mit dem kompositorisch doch etwas holprigen ›Kingdom Of Heaven‹ und dem kurzen Outro ›Last Goodbye‹ ihre Vorstellung beenden. Letztgenannter Titel wird aber hoffentlich nicht zum Programm von STORMAGE werden, denn in dieser Form dürfen sie mich gerne wieder beehren.

http://www.stormage-metal.de/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
STORMAGE im Überblick:
STORMAGE – Balance Of Power (Rundling-Review von 2006)
STORMAGE – Sudden Awakening (Rundling-Review von 2007)
unter dem ehemaligen Bandnamen ANTHEM (D):
ANTHEM (D) – Demo 2003 (Do It Yourself-Review von 2004)
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