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Tribute – to IRON MAIDEN: A Call To Irons

DWELL (Import)

Ein gewagtes Tribute-Album. Daß STEEL PROPHET, SOLITUDE AETURNUS oder NEW EDEN alte MAIDEN-Songs covern, ist sicherlich unbedenklich und erwartungsgemäß sind ihre Resultate amtlich ausgefallen. Daß man jedoch Bands wie ABSU und ANGEL CORPSE auf alte MAIDEN-Klassiker losläßt oder OPERA IX sich gar an der Mamutnummer ›Rime Of The Ancient Mariner‹ probieren, erscheint mehr als gefährlich. Um so überraschender ist das Resultat, das mit »A Call To Irons« jetzt vorliegt: ANCIENT WISDOMs ›Powerslave‹ fällt dank der atmosphärischen Keyboards interessanter als erwartet aus; VITAL REMAINS gefährlich gerülpster ›Powerslave‹ bleibt gewöhnungsbedürftig; ANGEL CORPSE kneifen ein wenig, indem sie sich das Instrumental ›Genghis Khan‹ zur Brust nehmen; OPETH halten sich erstaunlich (und fast schon ein bißchen enttäuschend) genau an das Original; weniger zahm gehen MORGION mit ›To Tame A Land‹ um und basteln einen entstellten Gitarrensound sowie ranzigen Gesang in ihre Interpretation; außer eines überdimensionalen Halls haben sich EVOKEN nichts einfallen lassen, um ›Strange World‹ entsprechend umzusetzen und steuern daher die flacheste Veriante zu diesem Tribut bei; der ›Rime Of The Ancient Mariner‹ à la OPERA IX ist hingegen vor allem gesangstechnisch mit der Aufsplittung des Gesangs auf eine männliche (hart an der Grenze röchlende) und eine weibliche (leider zu unharmonische und spröde) Stimme intelligent umgesetzt, so daß die unlösbar scheinende Aufgabe mehr als passabel gelöst wurde; ABSU schließlich beschränken sich auf eine Tempoerhöhung und haben sich mit ›Transylvania‹ ebenfalls ein Instrumental vorgenommen, wohlweißlich, daß ihr Sänger jegliche Jungfräulichkeit in Grund und Boden gegrunzt hätte.

Fazit: Risikobereitschaft wurde mit einem interessanten Tribut belohnt, das den Eisernen Jungfrauen würdig ist.

DWELL RECORDS
P.O. Box 39439
Los Angeles, CA 90039
U.S.A.


Stefan Glas

 
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