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  UE-Home → History → Underground Empire 7 → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → THE FACES (D) – Â»Test Tube Exploding«-Review last update: 13.05.2021, 16:09:35  

”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  THE FACES (D)-Demo-Review: »Test Tube Exploding«

Date:  10.06.1993 (created), 23.03.2021 (revisited), 23.03.2021 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

Ich kann nur vermuten, daß Pano dieses Tape bekommen hatte und mir das Review zukommen ließ, denn ich habe keinerlei Unterlagen ĂŒber die Band. Ebenso habe ich THE FACES noch nie gehört. Somit ist es ziemlich unmöglich, ein "Extra-Info" fĂŒr dieses Tape zu verfassen.

Aber, Pano, vielleicht liest Du das ja irgendwann und meldest Dich mit zusĂ€tzlichen Informationen ĂŒber THE FACES. Auf alle FĂ€lle hoffe ich, daß es Dir gutgeht, Alter!

Supervisor:  i.V. Stefan Glas

 
 

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THE FACES (D)

Test Tube Exploding

Man betrachtet das Bandphoto und weiß sofort: Die beiden BĂŒroangestellten, Ă€h Musiker von THE FACES meinen es ernst. Todernst! Das Duo Infernal Mathias G. und Rainer D. hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieser verrotteten Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, damit sie ihrer Unmenschlichkeit gewahr wird. Die einzige Möglichkeit, den Schleim, der dabei zutagekommt, musikalisch zu verarbeiten, besteht darin, soviel Krach wie möglich auf eine Kassette zu bannen. Der dabei auftretende Effekt, daß in erster Linie die derzeit grassierende Death Metal-Welle und der gerade aufkommende Industrial-Trend ad absurdum gefĂŒhrt werden, ist natĂŒrlich voll beabsichtigt. Titel wie â€șSlavestateâ€č oder â€șRevocate The Agitatorâ€č sind wohl an Deutlichkeit nicht zu ĂŒberbieten.

Die beim Hören aufkommende Frage, ob es sich dabei um "Satire" handelt, kann man getrost mit "ja" beantworten. Im Grunde arbeiten die beiden nĂ€mlich mit den selben Mitteln, mit denen Leute wie Thomas Freitag oder Stephan Wald das Publikum zum Lachen bringen, das heißt die bewußte Übertreibung musikalischer Stereotypen, um wieder zu THE FACES zurĂŒckzukommen, wie beispielsweise die brĂŒllende, durch den Verzerrer gejagte Stimme, kann eigentlich nur den einen Effekt hervorrufen - nĂ€mlich von einem Ohr zum anderen zu grinsen, oder was noch besser ist, brĂŒllend vor Lachen vor der Anlage zu knien.

Rekapitulieren wir also: Einerseits haben THE FACES das Anliegen, die selbstauferlegte Ernsthaftigkeit gewisser musikalischer Strömungen zu demontieren, andererseits tun sie das mit Mitteln, die das Zwerchfell beschĂ€ftigen und erst dann einen Denkprozeß in Gang bringen oder zumindest bringen sollten.

Überlegt Euch also in Zukunft, ob Ihr lieber 28,- DM in das langweilige Hochglanzprodukt von Death Metal-Hinz oder Industrial-Kunz investiert oder aber fĂŒr nur 7,- DM einen 60-minĂŒtigen (!) Lachkrampf vorzieht.


Pano Christodulopulos

 
THE FACES (D) im Überblick:
THE FACES (D) – Test Tube Exploding (Demo)
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