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Michael Schenker – A Decade Of The Mad Axeman

IN-AKUSTIK

Kurz bevor uns der blonde Saitenhexer mit »Resurrection« das erste Studioalbum unter dem Banner MICHAEL SCHENKER FEST offeriert, kommt diese Compilation in die Läden, die einen feinen Überblick über sein Werk und Wirken in der letzten Dekade bietet.

Schon das Cover macht deutlich, daß hier sämtliche "Baustellen" bearbeitet werden, prangen doch die Logos der MICHAEL SCHENKER GROUP, TEMPLE OF ROCK und MICHAEL SCHENKER FEST neben dem Meister und seinem typischen Arbeitsgerät. Die schwarz-weiße Flying V ist es logischerweise auch, die auf den beiden Tonträgern das Kommando innehat, von plumper Selbstdarstellung ist der inzwischen 63-jährige Gitarrist aber immer noch meilenweit entfernt.

Auf CD 1, die »The Studio Recordings« betitelt wurde, gibt es zunächst vier Songs der bis dato letzten MSG-Scheibe »In The Midst Of Beauty« aus dem Jahr 2007 zu hören, ehe die bislang veröffentlichten drei TEMPLE OF ROCK-Alben mit jeweils vier Tracks in Erinnerung gerufen werden. Während auf erstgenannter Veröffentlichung Gary Barden erneut das Mikro innehatte, durfte auf der ersten TEMPLE OF ROCK neben Doogie White, dem etatmäßigen Sänger des Unternehmens, auch Michael Voss für einige Nummern (wie etwa bei ›Storming In‹) den Gesang übernehmen. Mit ›Bulletproof‹, einem der Highlights des 2014er TEMPLE-Drehers »Spirit On A Mission« wird »The Studio Recordings« fein abgeschlossen, für den Fan ist aber noch lange nicht Schluß. Mag sein, daß der Die Hard-Fraktion eventuell unveröffentlichte Studio-Schmankerl als Bonusmaterial abgehen, davon war jedoch nie die Rede, und abgesehen davon liefert »The Live Recordings« gehörig Material, um diese Veröffentlichung zu einem "Rundum-Wohlfühl-Paket" werden zu lassen.

Los geht es mit Auszügen aus dem MSG-Jubiläums-Gig in Japan, der unter dem Titel »The 30th Anniversary Concert - Live In Tokyo« erschienen ist, bei uns aber lediglich als Import zu beziehen ist. Erneut mit Gary Barden am Mikro, lieferte Schenker mit seinen Kollegen einen offenbar umjubelten Gig, der retrospektiv betrachtet durchaus als erstes Anzeichen dafür zu werten ist, was Jahre später als MICHAEL SCHENKER FEST auf den Bühnen zu sehen sein würde. Doch bevor auch davon Exzerpte zu hören sind(die ebenfalls in Tokio mitgeschnittene Live-CD wurde im Vorjahr veröffentlicht), darf man sich auch an Live-Aufnahmen von TEMPLE OF ROCK ergötzen. Zunächst am Auftritt beim "High Voltage"-Festival in London, wo die Band für ›Rock You Like A Hurricane‹ Unterstützung von Rudolf Schenker erhielt und Jeff Scott Soto den Gesang bei ›Doctor Doctor‹ übernehmen durfte. Weiter geht es mit Aufnahmen aus dem niederländischen Tilburg und aus Madrid, ehe die besagten Aufzeichnungen aus Tokio unter dem Banner MICHAEL SCHENKER FEST den Reigen beenden. Speziell die als Rausschmeisser bestens funktionierende Version von ›Doctor Doctor‹ mit den Herren Barden, Bonnet und McAuley dürfte die Vorfreude auf das demnächst erscheinende Album »Resurrection« noch einmal gehörig steigern. Man darf in der Tat gespannt sein, was mit dem ersten Studioalbum dieses Unternehmens auf uns zukommt.

Nicht nur für eingefleischte Schenker-Huldiger, sondern auch für Neueinsteiger empfehlenswert!

http://www.MichaelSchenkerHimself.com/


Walter Scheurer


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