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LUCIFER'S CHALICE – The Pact

SHADOW KINGDOM RECORDS (Import)

In der britischen Szene haben sich LUCIFER'S CHALICE offenbar bereits einen ganz guten Namen machen können, obwohl »The Pact« an sich die erste Veröffentlichung dieser 2014 ins Leben gerufenen Formation darstellt. Doch das Quartett aus Durham scheint live ĂŒberaus aktiv zu sein und außerdem ist hinzuzufĂŒgen, daß einige Bandmitglieder durch ihre weiteren BetĂ€tigungsfelder (wie etwa BLESSED REALM oder HORRIFIED) nicht nur Erfahrung sammeln, sondern auch schon gehörig auf sich aufmerksam haben machen können, wenn auch auf stilistisch völlig unterschiedlichen Spielwiesen.

Als LUCIFER'S CHALICE huldigt die Formation jedenfalls ausschließlich dem Heavy Metal in Reinkultur und zwar - traditionsverpflichtet sozusagen - in typisch britischer Manier. Die vier Tracks bringen es in Summe zwar auf etwas mehr als eine halbe Stunde Spielzeit, von purem Doom ist man aufgrund des bisweilen doch ĂŒberraschend hohen Vortragstempos aber einigermaßen weit entfernt. Zwar stellt epischer Lava-Sound durchaus die Basis des Vortrags dar, diverse Breaks und Proto-Speed-Metal-EinschĂŒbe sorgen aber Abwechslung und Spannung.

Apropos: FĂŒr solche ist auch durch die Texte gesorgt, die offenbar eine in sich geschlossene Geschichte erzĂ€hlen. Mit â€șHung At The Crossroadsâ€č legen LUCIFER'S CHALICE mit einer vom Aufbau her an WITCHFINDER GENERAL angelehnten Nummer los, im direkten Vergleich geht es jedoch wesentlich hurtiger zur Sache. Mit Charlie Wesley hat die Band zwar einen ĂŒberaus bemĂŒhten SĂ€nger am Start, was die Ausdruckskraft sowie die IntensitĂ€t seines Vortrags betrifft, ist der Kerl aber eben noch nicht wirklich reif genug, um Akzente zu setzen. Der Gesang erweist sich generell noch als Schwachpunkt des Vierers, denn auch in den beiden folgenden, von (die Formation erzĂ€hlt das Schicksal einer Hexe) Sprach-Intros eingeleiteten Tracks â€șThe Pactâ€č und â€șFull Moon Nightsâ€č kann er nicht wirklich ĂŒberzeugen. An Hingabe und Ambition mangelt es Charlie keineswegs, da die Songs aber sowohl gut austariert und in sich stimmig arrangiert klingen und zudem auch die Story gut umgesetzt werden konnte, fĂ€llt er mit seiner Darbietung doch deutlich ab.

Das gilt leider ebenso fĂŒr das Finale â€șPriestess Of Deathâ€č, fĂŒr das die Band wohl auch ein klein wenig in Richtung DĂ€nemark gehorcht hat, um sich inspirieren zu lassen. Mit diesem von markanten wie abwechslungsreichen Gitarrenpassagen geprĂ€gten Track beenden LUCIFER'S CHALICE den Reigen, der - trotz der erwĂ€hnten Mangelerscheinungen - hoffnungsvoll auf weitere Exponate warten lĂ€ĂŸt. Und Charlie: Nur nicht aufgeben. Es ist es eben noch kein Meister vom Himmel gefallen, ein zweiter Diamanten-König erst recht nicht!

http://www.facebook.com/luciferschalice/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
LUCIFER'S CHALICE im Überblick:
LUCIFER'S CHALICE – The Pact (Rundling)
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