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  UE-Home → History → Online Empire 55 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → BURN OF BLACK – »Danger«-Review last update: 12.08.2022, 06:52:50  

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BURN OF BLACK – Danger

SWEET POISON RECORDS (Import)

Auf die moderne, "alternative" Variante des Thrash Metal scheint sich diese Truppe aus der Region Venedig spezialisiert zu haben, und so lassen die vier Burschen nebst Dame am Baß auf ihrer Debut-EP jede Menge unterschiedliche Einflüsse erkennen, die sie auch ganz ordentlich unter einen Hut bringen haben können. Allerdings irritiert es zunächst ein wenig, daß Bandgründer Marco "Markwild" Piva aus der Thrash-Ecke kommt und vorwiegend TESTAMENT und EXODUS als Inspirationen angibt, während sein Kompagnon Giorgia Barbierato offensichtlich aus der Melodic-Abteilung stammt und unter anderem auf KAMELOT und SONATA ARCTICA schwört, so daß man überhaupt keine Idee hat, wohin die Reise gehen könnte.

Doch schon nach dem zunächst gefühlvollen, akustischen, sich langsam steigernden Intro ›Thrown Into The Chasm‹ lassen uns die ItalienerInnen im eigentlichen Opener ›Fears Driven To Insanity‹ wissen, daß deftige Thrash-Kamellen (Riffs und Strukturen lassen mich an TRIVIUM denken) durchaus auch von einem melodisch orientierten Frontmann mit "Höhenlagen" intoniert werden können, der obendrein auch noch durch seinen Akzent sofort seine Heimat erkennen läßt.

In weiterer Folge kredenzt uns der Fünfer auch noch diverse Anleihen, die man durchaus auch Formationen wie SOILWORK oder den späten ANNIHILATOR zuordnen würde, doch auch diese erweisen sich - wie auch das mitunter ein wenig an FEAR FACTORY orientierte, technoide Flair des Sounds und die Gesamt-Härte - als passend im Kontext, nicht zuletzt deshalb weil es BURN OF BLACK gelungen ist, einen "roten Faden" in ihre Tracks zu integrieren. Dennoch schleicht sich gegen Ende hin eine gewisse Vorhersehbarkeit ein, wobei ein Großteil davon dem Gesang geschuldet ist, denn durch das großräumige Umschiffen etwaiger "Derbheiten" geht im Endeffekt mangels Kontrapunkte einfach die Abwechslung verloren und die Tracks rauschen trotz geiler Riffs an mir vorüber.

Von den Ideen her also nicht schlecht für einen Anfang, die Umsetzung dagegen läßt noch Luft nach oben und auch ob die Chose in Form einer "abendfüllenden" Vorstellung etwas taugt, muß man erst beweisen.

http://www.burnofblack.com/

info@burnofblack.com

ordentlich 8


Walter Scheurer

 
BURN OF BLACK im Überblick:
BURN OF BLACK – Danger (Rundling-Review von 2013)
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