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OCEANS OF SLUMBER-CD-Cover

OCEANS OF SLUMBER

Aetherial

(9-Song-CD-R: 10,- US-Dollar)

Es kommt zwar gar nicht einmal so selten vor, daß eine Band versucht, auf einem einzigen Album eine Ă€hnliche FĂŒlle an unterschiedlichen Zutaten zu verquicken wie diese Amis, dermaßen homogen wie OCEANS OF SLUMBER klingen aber in der Tat nur wenige. Die aus Houston stammende Formation, in deren Reihen sich unter anderem ein ehemaliges Mitglied der Grinder INSECT WARFARE sowie ein Jazz-Gitarrist tummeln, liefert auf »Aetherial« auf den ersten Eindruck hin zwar "nur" ein nicht gerade einfach zu verdauendes und noch weniger zugĂ€ngliches Klangspektrum ab, wenn man aber tiefer in die Materie vordringt, bemerkt man, daß in all den verqueren Arrangements und komplexen, vertrackt konzipierten Kompositionen durchaus eingĂ€ngige (!) Elemente beherbergt sind. Doch hat man diese - zugegeben wirklich hart zu knackende - Nuss erstmals von seiner unverdaulichen Schale befreit, wird man feststellen, daß OCEANS OF SLUMBER in erster Linie gewiefte Songschreiber sind, die es sogar schaffen, typischen Texas/Southern-Groove-Thrash (vor allem der rauhe Gesang von Ronnie Allen ruft immer wieder Phil Anselmo in Erinnerung, aber auch so manches Dimebag-GedĂ€chtnis-Riff konnte ich vernehmen) mit elegischen, melancholischen (mitunter durchaus an KATATONIA erinnernden) Passagen so zu prĂ€sentieren, daß selbst diese exotische Mixtur fĂŒr anmutende AtmosphĂ€re sorgt.

Aber auch die Verspieltheit von tief in Melancholie watenden Prog-Helden wie PAIN OF SALVATION dĂŒrfte dem FĂŒnfer nicht fern sein, ebensowenig der dĂŒstere und kraftvolle Sound von EVERGREY. DarĂŒber hinaus kommen aber eher geradlinige, modern rockende Momente, die durchaus auch an Formationen wie STONE SOUR denken lassen, zum Vorschein und sorgen fĂŒr unglaublichen Drive. FĂŒr mich bestĂ€tigt sich einmal mehr, daß es eben doch die Mixtur ist, auf die es ankommt, und speziell diesbezĂŒglich erweisen sich die Texaner als "Mischmeister", da es ihnen ĂŒber die gesamte Stunde Spielzeit gelingt, fĂŒr Spannung zu sorgen. Dennoch möchte ich einen Track gesondert hervorheben und zwar â€șPrimordialâ€č. Keine Ahnung, ob man diese Nummer bewußt so benannt hat, fĂŒr mich jedenfalls lĂ€ĂŸt sich dabei sowohl das dunkelschwarze wie auch das leidende Elemente der Iren vernehmen, auch wenn man in Sachen AtmosphĂ€re einen eher norwegischen Nordwind verspĂŒren kann.

So, das wĂ€r's erst mal von hier aus der Klapse, in die mich »Aetherial« direkt befördert hat. Es kann zwar durchaus sein, daß ich sogar noch etwas vergessen habe zu erwĂ€hnen, doch gerade das ist wohl eine der Besonderheiten von OCEANS OF SLUMBER, denn bisher ist es mir noch jedes Mal, wenn ich das Teil gehört habe, gelungen, etwas zuvor noch nicht Bemerktes herauszuhören. Zuletzt waren es DREAM THEATER und BOIL, aber wer schon weiß, was morgen noch folgt und ĂŒbermorgen...

Ja, Schwester, ich hab' meine Tablette genommen, ja, hab' ich.

Warum fragen Sie? Und warum machen Sie die Musik so leise?

http://www.oceansofslumber.com/

oceansofslumber@gmail.com

abgefahrene Sounds zum Durchdrehen


Walter Scheurer

 
OCEANS OF SLUMBER im Überblick:
OCEANS OF SLUMBER – Aetherial (Do It Yourself)
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Ein geniales, superwitziges Buch, das jeder Metaller kennen muß!
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