UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 54 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → THE PROPHECY (GB) – Â»Salvation«-Review last update: 23.01.2021, 19:05:24  

last Index next

THE PROPHECY (GB) – Salvation

CODE666/AURAL MUSIC

In gewisser Weise lassen sich durchaus Vergleiche zu MY DYING BRIDE herstellen, mit denen THE PROPHECY ohnehin eine langjĂ€hrige Beziehung verbindet, schließlich war man schon vor fast zehn Jahren zum ersten Mal zusammen auf Tournee. Doch anders als ihre bekannteren Landleute haben sich THE PROPHECY nicht dermaßen weit von ihrer Vergangenheit entfernt. Das zeigt sich bereits im elegischen, von Streichern eingeleiteten, eröffnenden Titelsong, der mich hinsichtlich der AtmosphĂ€re vorwiegend an KATATONIA denken lĂ€ĂŸt, ohne jedoch der mittlerweile fast schon poppiges VerstĂ€ndnis von Melodik. Das soll aber nicht heißen, daß der Track nicht eingĂ€ngig wĂ€re, im Gegenteil, der epische, von Matt Lawson mit eleganter Klarstimme vorgetragene Refrain flutscht wie auf Vaseline ins Gehör. Zur vollstĂ€ndigen Wirkung wurde der Track zusĂ€tzlich noch mit dunklen Todesmörtel-Passagen aufgepeppt, die fĂŒr ein gelungenes Kontrastprogramm sorgen.

Weniger zugĂ€nglich, dafĂŒr deutlich progressiver angelegt kommt â€șReleasedâ€č aus den Boxen, das vorwiegend von einem Wechselspiel von hart und zerbrechlich geprĂ€gt ist. In â€șReflectionsâ€č wird es dann von der Grundstimmung deutlich melancholischer, wobei Matt den Eindruck vermittelt, er wĂŒrde jeden Moment zu weinen beginnen, so intensiv scheint der Kerl die Nummer verinnerlicht zu haben und darbieten.

Doch fĂŒr Trauer besteht kein Grund, denn THE PROPHECY sind Könner auf ihrem Gebiet, und so weiß auch das balladesk startende â€șIn Silenceâ€č zu imponieren, das in weiterer Folge mit herrlich dĂŒsteren Doom/Death-Sequenzen durchzogen ist und in einen erneut regelrecht stadiontauglichen Refrain kulminiert. Mit â€șRedemptionâ€č setzen die EnglĂ€nder dann noch einen markanten Schlußpunkt und beweisen nicht nur erneut ihre Kompetenz, die Tiefenwirkung von KATATONIA mit der Verspieltheit von "mittelalterlichen" OPETH und abgrundtiefen Doom/Death-Fragmenten (die hier durchaus von Heroen dieser Ecke wie MOURNING BELOVETH stammen könnten) unglaublich harmonisch zu vereinen, sie schaffen es in diesem knapp ĂŒber elf Minuten andauernden Epos auch spielend, dem Zuhörer ein GefĂŒhl von Geborgenheit zu vermitteln.

Musikalisch ganz großes Kino, gleichzeitig aber auch Balsam fĂŒr die Seele!

http://www.the-prophecy.net/

info@the-prophecy.net

super 14


Walter Scheurer

 
THE PROPHECY (GB) im Überblick:
THE PROPHECY (GB) – Salvation (Rundling)
THE PROPHECY (GB) – News vom 14.11.2008
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Einen Link zu UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE schalten? Kein Problem! Infos:
Button: hier