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  UE-Home → History → Online Empire 49 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → IRON LAMB – »The Original Sin«-Review last update: 29.02.2024, 16:30:54  

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IRON LAMB – The Original Sin

PULVERISED RECORDS/SOULFOOD

An notorischer Langeweile leidet bekanntlich kaum ein schwedischer Musiker, ist das Drei-Kronen-Land doch seit jeher nicht nur als "Lieferant" von Bands ohne Ende, sondern auch für unzählige Neben- und Sonstwas-Projekte bekannt. Auch beim bislang unbekannten Namen IRON LAMB tummeln sich diverse Szene-Helden, die ihre Brötchen bei namhaften Truppen verdien(t)en. Mehr noch, die Liste der aktuellen wie ehemaligen Formationen liest sich geradezu wie ein Auszug aus jenem Buch, das Szene-Ikone und Autor Daniel Ekeroth (der hier ebenfalls mit von der Part(y)ie ist) vor einigen Jahren verfaßt hat. Beispiele gefällig? Kein Problem: GENERAL SURGERY, REPUGNANT, DISMEMBER, DELLAMORTE und INSISION.

Klar erwartet man jetzt ein fettes, klassisches Schweden-Death Metal-Brett, doch weit gefehlt, IRON LAMB gehen es zwar sehr wohl räudig und im Stile von früheren Helden an, haben jedoch mit keiner der erwähnten Bands etwas gemeinsam. Im Gegenteil, die Truppe scheint sich eher am Rock'n'Roll zu orientieren als am Heavy Metal an sich und läßt uns ein sattes, wie schmackhaftes Menü aus Zutaten, die einerseits sofort an MOTÖRHEAD (deren ›Poison‹ auf »The Original Sin« auch auf ungemein deftige Weise gecovert wird) denken lassen, darüber hinaus aber auch von der Frühzeit des Crust/Punk "antiker" Machart inspiriert klingen und von einer mächtigen Dosis Heavy Rock abgerundet werden. Der Mix kommt ungemein wuchtig (wenn auch soundtechnisch - wohl aus Überzeugung und Authentizitätsgründen - mehr als nur dreckig) aus den Boxen und versetzt dem Zuhörer einen ordentlichen Arschtritt. Eben genauso, wie es sich für eine solche Melange geradezu gehört.

Einen gehörigen Kick scheinen diese Herrschaften übrigens auch auf Fenriz ausgeübt zu haben, denn dieser gute Mann hat IRON LAMB vor einiger Zeit auf seiner MySpace-Präsenz als "Band Of The Week" vorgestellt.

Und was auch immer man von der Musik dieses Kerls selbst auch halten mag, Geschmack hat der Herr schon mehrfach bewiesen, so auch hier!

http://myspace.com/ironlambofficial

gut 10


Walter Scheurer

 
IRON LAMB im Überblick:
IRON LAMB – The Original Sin (Rundling-Review von 2011 aus Online Empire 49)
IRON LAMB – News vom 16.07.2009
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