UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 34 → Review-√úberblick → Do It Yourself-Review-√úberblick → CLEAN STATE – ¬ĽClean State¬ę-Review last update: 19.06.2021, 23:36:00  

last Index next

CLEAN STATE

Clean State

(3-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Mit CLEAN STATE schickt nun auch Luxemburg einen Vertreter in den Ring um die Krone des sogenannten "modernen" Metal. Das bislang √ľberregional noch nicht wirklich in Erscheinung getretene Quintett wird demn√§chst sein Debut ¬ĽDead Angel Factory¬ę in die L√§den stellen und offeriert uns damit auch gleich ein Konzeptalbum. Und auch wenn der Hintergrund jenes Albums, sich mit der Thematik von Serienkillern zu besch√§ftigen, nicht mehr wirklich neu ist, darf man durchaus gespannt auf die Chose sein, schlie√ülich versprechen CLEAN STATE eher psychologische Aspekte zu behandeln und nicht mit Klischees aufzufahren. Bis dahin wird aber noch ein wenig Zeit vergehen, die uns die Jungs mit ihren ersten Kostproben vers√ľ√üen wollen. Auff√§llig an den Tracks ist eine immense stilistische Vielfalt, die meiner Meinung nach anhand der drei Songs noch kein wirkliches Urteil √ľber CLEAN STATE zul√§√üt, da die Jungs zu vielschichtig loslegen. Mitunter kann man sogar den Eindruck gewinnen, CLEAN STATE h√§tten sich noch nicht wirklich entscheiden k√∂nnen, ob sie nun mit der Brechstange agieren wollen oder doch mit genial intonierten Melodien, aber in Summe kommt die Melange sehr wohl schmackhaft aus den Boxen. Im Opener ‚ÄļSincerely Yours‚ÄĻ starten die Jungs mit immenser Heftigkeit, die jedoch nicht durchgehend beibehalten wird. Nach Stakkato-Thrash der modernen Art garniert ein sehr eing√§ngiger und melodischer Refrain die Nummer, ehe die brachiale Mixtur von melodi√∂sem Death Metal vervollst√§ndigt wird. Mit w√ľster Rohheit wei√ü auch ‚ÄļInnocent Ignorance‚ÄĻ m√§chtig zu beeindrucken, doch auch hier dominiert in Folge ein fulminantes und perfekt arrangiertes Wechselspiel das Geschehen. So erinnert der Refrain dezent an NEVERMORE, ehe ein schleppender Part in SLAYER-Machart den Einflu√ü der alten Schule untermauert, bevor es erneut "neuzeitlich" weitergeht. Dezente Rhythmik er√∂ffnet dann den Rauswurf ‚ÄļHeresy‚ÄĻ und wird nur allm√§hlich in heftiges Drumming gesteigert, bevor ein hysterisch anmutender Gesangspart gar an SLPIKNOT denken l√§√üt, w√§hrend musikalisch erneut Inspirationen aus G√∂teborg und von angesagten US-Formationen das Spiel pr√§gen. Aber auch hier kulminiert die Angelegenheit in einem melodi√∂sen Refrain mit Langzeitwirkung.

Bleibt nur zu hoffen, da√ü CLEAN STATE ihr Facettenreichtum in dieser Qualit√§t auch √ľber die volle Distanz halten k√∂nnen.

http://www.cleanstate.lu/

auf in die ''Fabrik''


Walter Scheurer

 
CLEAN STATE im √úberblick:
CLEAN STATE – Clean State (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Philip "Rio" Ries:
MINDPATROL – News vom 12.02.2014
OPHIDIAN (L) – The Awakening (Do It Yourself)
OPHIDIAN (L) – ONLINE EMPIRE 26-"Living Underground"-Artikel
SLEEPERS' GUILT – Kilesa (Do It Yourself)
SLEEPERS' GUILT – ONLINE EMPIRE 56-"Rising United"-Artikel
© 1989-2021 Underground Empire



last Index next

‚Ć Wir gedenken St√©phane Gu√©gan, heute vor 3 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung √ľber das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier