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Movie

Handyman



EPIX/INDIGO MUSIC GmbH

DVD



Stefan Glas


Daß Marco Rima eine der weniger nervigen Comedian-Erscheinungen im deutschen Fernsehen ist, steht außer Frage. Daß der Schweizer sogar ganz passabel schauspielern kann, beweist "Handyman": In dieser spritzigen und erstaunlich unplatten Komödie spielt Marco Rima den Plattenfirmenmitarbeiter Mike Dürst, der hilflos zwischen seinen Problemen mit Frauen, und dem Handyterror dank seines Jobs, der ihn völlig überfordert, kleingemörsert wird, bis er - einem mehr als zweifelhaften Ratgeber zum Trotz - endlich seinen eigenen Weg findet.

Für eine besonders witzige Fußnote sorgt übrigens die "Es war einmal - und wird wieder sein - KROKUS"-Abteilung bei "Handyman": Mike muß im Rahmen seiner Tätigkeit als Plattenfirmenknecht KROKUS (und zwar in der Besetzung zwischen der Livescheibe »Fire And Gasoline: Live!« und dem aktuellen Rundling »Hellraiser«, dessen Titeltrack im Film und auf dem zugehörigen Soundtrack aber dennoch zu hören ist: also schon mit Mandy Meyer anstelle von Fernando von Arb, aber noch mit Patrick Aeby statt Stefan Schwarzmann, was auf eine Produktionszeit von "Handyman" zwischen März 2005 und Januar 2006 schließen läßt...) betreuen und bringt die Schweizer AC/DC-Rocker dabei ins Krankenhaus, statt sie zu ihrem ausverkauften Konzert zu schippern - hätten sie mal besser fleißig Handstand geübt wie die flotte Seniorin an ihrer Gehhilfe...; doch zurück zum Thema, denn zugleich ist Mike auch Jurymitglied bei der Castingshow "Be A Star" (bei der übrigens ein Bäcker namens Peter René Baumann als Kandidat antritt und mit einem seiner eigenen Songs, ›There Is A Party‹, gnadenlos durchrasselt - schön zu sehen, daß DJ BoBo durch diesen Cameoauftritt beweist, daß er zumindest einen feinen Sinn für Humor und Selbstironie hat...), und an seiner Seite sitzt ein gewisser Chris von Rohr, der früher bei KROKUS gespielt hatte und mittlerweile wieder bei der im erfolgreichsten Line-up reformierten Combo zockt. Ob die Herren Storace und von Rohr da beim Dreh erste konspirative Treffen veranstaltet hatten..? Als weitere metallische Anmerkungen zu "Handyman" - mal abgesehen davon, daß Mike im KISS-Shirt zum Arzt geht - muß genannt werden, daß der Hauptdarsteller zudem Alice Cooper betreuen darf, der allerdings nie in personam auftritt, sondern dessen Name nur in Richtung von verschlossenen Türen gerufen wird; ob sich der mittlerweile strenggläubige Alice Cooper allerdings über die Andeutung in "Handyman" freuen wird, es wäre gerade mit einer hübschen, blonden "Assistentin" aktiv gewesen, sei mal dahingestellt... Wie auch immer - Mikes berufliche Künste führen auf jeden Fall dazu, daß der Fürst der Finsternis anschließend nie wieder in der Schweiz auftreten will, Mikes Chef dafür gefeuert wird und Mike dann dessen Posten erbt - der ein oder andere realsatirische Seitenhieb aufs Musikbusiness ist bei "Handyman" also ebenfalls enthalten.

"Handyman" ist eine flotte Komödie, die anstelle der üblichen Klischees lieber viel Charme enthält und dank der hohen "Rockaffinität" für Euch bestens geeignet sein sollte.

http://www.handyman-derfilm.ch/

 
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