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  UE-Home → History → Heavy 134 → Rubriken-Überblick → Eye 2 I-Review-Überblick → Movie – »Die Einsamkeit des Langstreckenläufers«-Review last update: 27.03.2024, 15:23:21  

”Y-Files”-Datasheet

Contents:  Movie-Eye 2 I-Review: »Die Einsamkeit des Langstreckenläufers«

Date:  07.04.2011 (created), 05.08.2023 (revisited), 02.03.2024 (updated)

Origin:  HEAVY

Status:  published

Task:  from paper to screen

Comment:

Ab der HEAVY-Ausgabe 87 steuerte auch meine Wenigkeit zu der Filmrubrik "Eyecatcher" Reviews bei, was sicherlich auch damit zu tun hatte, daß sie die Existenz der Rubrik herumgesprochen hatte und verschiedene Firmen begonnen hatten, uns zu bemustern. Das führte nicht nur dazu, daß nach ein paar Ausgaben der "Eyecatcher" auf zwei Seiten ausgedehnt wurde, sondern das Einbinden anderer Schreiber war sinnvoll, da die stilistische Breite sich gegenüber den ersten drei Auflagen, bei denen Peter Fischer seinen extrem exzentrischen Filmgeschmack auslebte, verbreiterte.

An dieser Stelle soll allerdings keine eigene "Eyecatcher"-Kategorie eingeführt werden, sondern meine Filmreviews kommen einfach in die "Eye 2 I"-Rubrik, denn dort gibt es ja schon seit jeher Filmbesprechungen, wo allerdings die "Zulassungsbedingung" herrscht, daß die Filme eine Querverbindung zum Rock oder Metal haben müssen. Dies gilt natürlich für die "Eyecatcher"-Reviews nicht.

 


 

Dieses im Text beschriebene Gefühl, daß man unweigerlich in den Erzählrhythmus hineingezogen wird, hatte ich tatsächlich persönlich erlebt: Als Zivi hatte ich mir das Buch an einem seltsam ereignislosen Morgen im Rettungsdienst von einem Kollegen ausgeliehen und begonnen zu lesen. Ich fiel dabei förmlich wie in Trance und konnte das Buch nicht weglegen, bis ich es komplett gelesen hatte. Ein Meisterwerk durch und durch.

 


 

Für den "Eyecatcher" in HEAVY 134 hatte ich außerdem noch das Review zu "Hatchet II" verfaßt, das wegen der oben erwähnten rockigen respektive metallischen Querverbindung schon im UNDERGROUND EMPIRE online gesetzt worden war.

Außerdem wurde in dieser Ausgabe das Review zu "Coco Chanel & Igor Stravinsky" nachgeholt, das ich bereits für HEAVY 132 verfaßt hatte.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 


Movie

Die Einsamkeit des Langstreckenläufers



EUROVIDEO

DVD



Stefan Glas


Alan Silitoes Kurzgeschichte "The Loneliness Of The Long Distance Runner", 1959 als zweites Werk des britischen Autors erschienen, ist ein Meisterwerk der modernen Literatur. Hat man erst einmal angefangen zu lesen, wird man unweigerlich in den Erzählrhythmus hineingezogen, so daß man in der Tat meint, mit dem Protagonisten mitzulaufen. "Die Einsamkeit des Langstreckenläufers" erzählt die Geschichte eines Teenagers namens Colin, der in einer mittellosen Arbeiterfamilie in Nottingham aufwächst und wegen eines kleinen Bruches in der Jugendstrafanstalt landet, wo ihm seine Leidenschaft für den Langstreckenlauf, mit der er schon seit Jahren versucht, emotional aus seiner ausweglosen Situation zu entfliehen, sehr in die Karten spielt.

Der Stoff wurde bereits 1962 verfilmt, und der Schwarzweißstreifen gibt meisterlich die Essenz der Vorlage wieder, da Silitoe selbst das Drehbuch zum Film verfaßte. Jetzt endlich ist "Die Einsamkeit des Langstreckenläufers" auch auf DVD erhältlich, wobei die Bildqualität für einen Film dieses Alters mehr als manierlich ist.

Leider kann Alan Silitoe diese Veröffentlichung nicht mehr miterleben, da er vor einem Jahr im Alter von 82 Jahren an Krebs verstarb. Doch in "Die Einsamkeit des Langstreckenläufers" wird er noch für viele Menschheitsgenerationen weiterleben.

 
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