UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
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”Y-Files”-Datasheet

Contents:  "Out Of The Darkness ... Into The Underground"-Intro, METAL HAMMER 06/92

Date:  25.04.1992 (created), 21.08.2011 (revisited), 19.09.2011 (updated)

Origin:  METAL HAMMER

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue possibly still available, check here!

Comment:

Das Weiterschieben von News bekam allmählich Methode: Waren in der letzten Ausgabe jene News aufgetaucht, die aus der vorletzten Ausgabe rausgeworfen worden waren, so sollten heuer jene News zum Zuge kommen, die in der letzten Ausgabe keinen Platz mehr gefunden hatten. News, die einen glatten Monat geschoben wurden - unvorstellbar in unseren heutigen Zeiten, wo man manchmal meint, es ginge bei Nachrichtenmeldungen um jede Sekunde, die sie früher online stehen... Unnötig zu sagen, daß angesichts der Tatsache, daß fast die Hälfte der Underground-Seiten mit Anzeigen belegt waren, natürlich auch hier nicht alle News abgedruckt wurden, so daß ein Teil davon unter den Tisch fiel.

Da ich bei der Online-Portierung die News aber immer zu jenem Zeitpunkt, an dem sie auch entstanden sind, in die Datenbank eingespeist habe - alles andere wäre ja ein purer Hirnriß gewesen! - gibt es heuer doch nur drei Newsmeldungen, zu denen sich aber nochmal zwei Spezialitäten gesellten: Um nämlich dem gigantischen Platzproblem auf den Underground-Seiten Herr zu werden, hatte ich mich mit Martin Groß, der für den regulären Newsteil zuständig war, darauf verständigt, daß ich Nachrichten über "größere" Bands an ihn weitergebe. Nett ausgedacht, Herr Glas, doch leider sollte dieser Plan nicht aufgehen, denn letzten Endes sollten die beiden News (hier über den VENDETTA-Nachfolger POKE und POLTERGEIST, wobei letzteres sogar mit Photo geplant gewesen war, was dann zwar nicht Realität wurde, wir heuer aber entsprechend online gestellt haben) dann einige Ausgaben später doch wieder in den Underground-Seiten einsortiert werden. Wie man sieht: Man kann Neuigkeiten also sogar über Monate wegschieben - man braucht nur einen Kühlschrank mit speziellem "Newsfrischhaltefach"...

Doch damit längst nicht genug, denn von den sieben Fanzines, die ich vorgestellt hatte, fanden nur zwei Platz, während vier weitere dann über die nächsten drei oder vier Ausgaben verstreut folgten. Einzig die ANIMALIZE-Besprechung sollte nie auftauchen, so daß wir den verlorenen Sohn heuer zumindest online stellen wollen.

Auch in Sachen Demoreviews sollte von fünf nur ein Exemplar den Weg ins Heft, so daß ich eigentlich für den nachfolgenden Monat nix mehr zu schreiben brauchte, sondern mich mit Restverwertung begnügen konnte. Ganz praktisch, denn in diesem Zeitraum war ich ohnehin mit einem über den Asphalt schleifenden, mit mehr als 1.000 UNDERGROUND EMPIRE-Exemplaren bestückten Fiesta quer durch ganz Deutschland unterwegs, um die entsprechenden Plattenläden mit der druckfrischen sechsten Ausgabe zu bestücken. :-)

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

"Was?"

so lautet manchmal das erste Wort einer Frage, die man mir stellt, "was reizt Dich eigentlich so sehr am Underground? Was ist es, das Dich den Demoberg der Plattenflut vorziehen läßt und den Greenhorns den Vortritt gegenüber den alten Hasen gewähren läßt?". Diese Frage kann ich eigentlich mehr oder minder für uns alle beantworten, denn ich vermute, daß Ihr, die Ihr diese Seiten lest auch eine gewisse Faszination für diesen Bereich empfindet.
Der Hauptgrund liegt auf der Hand, denn junge Bands sind gerade deswegen so attraktiv, weil sie jung sind, so banal das auch klingen mag. Sie haben noch Biß, wollen etwas erreichen und geben dafür alles. Wenn ich merke, daß hinter einer Aufnahme Enthusiasmus und Feuer steckt, so vergesse ich auch gerne, daß die äußeren Umstände (Sound, Produktion, Aufmachung, o. ä.) eventuell nicht hundertprozentig waren. Neue unbekannte Bands entdecken, das ist ein äußerst wichtiges Stichwort, um jene Frage zu beantworten. Solche Bands eben wie auf diesen Seiten zu finden sind. Nicht nur solche, die einfach "nur" gut sind, sondern hin und wieder mal einen Act zu entdecken, der einfach mehr zu bieten hat, als jene Stars, denen man die Dollars in den Rachen steckt und künstlich am Leben erhält, obwohl sie schon längst ausgebrannt sind und nur noch ein Schatten ihrer Vergangenheit sind bzw. versuchen, diese mehr recht als schlecht zu kopieren. Beispiele lassen sich für beide Fälle mühelos in großer Anzahl finden.
Die Tatsache, daß ich nach Goldgräbermanier im Underground immer mal wieder Bands finde, die mehr mehr geben als andere, hält mich bei der Stange, zumal ich noch nie ein Herdentier war und immer Interesse daran habe, mir selbst Alternativen zu eröffnen.
"Underground aus Überzeugung", so will ich es mal formulieren, auch wenn andere das nicht so ganz glauben wollen. Ich stehe trotzdem zu dem, was ich tue!
Nach diesem Glaubensbekenntnis will ich nun mal die Newsecke aufschließen, die heuer extrem minimal ausgefallen wäre, wenn da nicht noch etwas nachzuholen gewesen wäre...

 
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