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  UE-Home → History → Online Empire 22 → Interview-Übersicht → OLYMPOS MONS-Interview last update: 05.11.2020, 18:45:40  

OLYMPOS MONS-Logo

OLYMPOS MONS-Bandphoto 1

Ein kleines Quiz zu Beginn. Wem ist der Begriff "Olympos Mons" gelÀufig? Niemand? Auch okay, ging mir nicht anders. Der Olympos Mons ist ein Berg, ja, richtig gelesen, mit gut 21.000 Metern Höhe noch dazu der höchste des gesamten Universums und befindet sich auf dem Mars.
Allerdings haben sich die beiden finnischen Musiker Jari Sundström und Ian E. Highhill diesen Namen auch fĂŒr ihre Band ausgeborgt. Mit »Conquistador« wurde vor wenigen Wochen das Debut der Finnen veröffentlicht und dieses ĂŒberzeugt durch eine exquisite Mischung aus aggressiven GitarrenlĂ€ufen, bombastischen Keyboard-Teppichen und gar Musical-verdĂ€chtigen Fragmenten. Kurz, ein sehr interessantes, weil ungemein abwechslungsreiches Album, das intensiver Einfuhr bedarf, um sĂ€mtliche Details zu entdecken. Dazu passend wurde auch bei der Produktion beste Arbeit abgeliefert, wobei die Herren Sandström und Highhill diese persönlich in die Hand genommen haben und lediglich fĂŒr den Mix die bewĂ€hrten HĂ€nde von THUNDERSTONE-Mastermind Nino Laurenne in Anspruch nahmen.
Da die beiden Protagonisten nicht nur gemeinsam fĂŒr die Musik der Band zustĂ€ndig sind, ließen sie es sich auch nicht nehmen, das vereinbarte Interview im Duett zu absolvieren, wobei die Herrschaften offensichtlich gut "aufgetankt" hatten und dementsprechend kreuz und quer laberten, so daß es leider nicht mehr nachvollziehbar war, wer was zu erzĂ€hlen hatte...

Der Legende nach soll bei der GrĂŒndung der Band eine Menge Alkohol geflossen sein. Stimmt das?

Oh ja. Vor etwas mehr als zwei Jahren trafen wir einander bei einem Konzert in einem kleinen Club in einem finnischen Provinznest. Wir unterhielten uns nahezu die ganze Nacht ĂŒber Gott, die Welt und natĂŒrlich in erster Linie ĂŒber Musik. Dabei stellten wir schon nach kurzer Zeit fest, daß wir sehr Ă€hnlich gelagerte Vorlieben diesbezĂŒglich haben. Um es auf einen Nenner zu bringen, wir können auf jede Art von Metal, solange ausreichend Melodien im Spiel sind. Besonders angetan sind wir aber auch von symphonischen Elementen, die fĂŒr uns einen wichtigen Bestandteil des Gesamtsounds darstellen. Nun ja, wir vereinbarten ein Treffen im Proberaum und stellten fest, daß wir nicht nur im Suff harmonieren, sondern auch bei der Arbeit. Daraus resultiert im Endeffekt OLYMPOS MONS.

Die Wahl des Bandnamens stammt wohl ebenfalls von jenem "denkwĂŒrdigen" Abend?

Keine Ahnung, so genau kann sich da keiner von uns mehr daran erinnern, haha. Aber irgendwann hatten wir uns auf diesen Namen geeinigt. Wir wollten einen möglichst klischeefrei klingenden Bandnamen, was uns ziemlich gut gelungen ist. Bislang haben uns sowohl Journalisten, wie auch Fans immer danach gefragt. Es scheint, als ob dieser "HĂŒgel" nicht unbedingt bekannt sein dĂŒrfte, haha. ZunĂ€chst war es Jari, dem irgendetwas mit "Olymp", dem Berg der Götter vorschwebte, daraus dĂŒrfte wohl unser Name entstanden sein.

OLYMPOS MONS-Headline

Wer einen solchen Namen fĂŒr seine Band auswĂ€hlt, will wohl auch hoch hinaus, oder?

Klar, wir wollen die grĂ¶ĂŸte Band des Universums werden, haha. Nein, jetzt mal Spaß beiseite. Bisher waren wir lediglich in Cover- und Tributebands aktiv. OLYPMOS MONS ist quasi unsere erste wirklich eigenstĂ€ndige Formation und unserer Meinung nach, schaffen wir es vom musikalischen Können her durchaus, mit zahlreichen anderen Bands, die in der Presse gefeiert werden, mithalten zu können. Auch was das Songwriting betrifft brauchen wir uns wohl nicht zu verstecken.

Offensichtlich, denn nach nur einem Demo namens »Seven Seas« darf der geneigte Fan nun auch schon Euer Debut bejubeln. Da muß schon etwas Besonderes dran sein....

Unser Weg vom Demo bis zum Album war keineswegs ein UnĂŒblicher. Wir schickten die Demos aus und LMP waren im Prinzip diejenigen, die uns den fairsten Deal anzubieten hatten. Genau genommen waren es insgesamt sechs Plattenfirmen, die an OLYMPOS MONS interessiert waren, wobei LMP davon auch die Bekannteste ist.

Bei LMP seid ihr mit der vorliegenden Mischung, die ihr den Fans anzubieten habt, auch stilistisch bestens aufgehoben. Besonders auffĂ€llig finde ich die fĂŒr einen Metal-Band doch recht ungewöhnlichen EinflĂŒsse aus dem Orient, wie in â€șCleopatraâ€č. Wie kam es dazu?

Wir sind generell an nahezu jeder Art von Musik interessiert und hören auch sehr mannigfaltige KlÀnge. Ebenso wenig wie wir uns im Privatgebrauch musikalisch limitieren möchten, soll auch die Musik von OLYMPOS MONS klingen. In besagtem Song geht es ja generell nicht nur um die sagenumwobenen Àgyptische Königin, sondern eher um die klassische "Sklave vs. Herrin"-Geschichte.

Wovon handeln die Texte der anderen Songs?

Wir haben diesbezĂŒglich eine eigene Mischung aus Geschichte und Fantasy-Themen gefunden. Generell sind unsere Stories frei erfundene Geschichten, die aber ab und zu auf wahren Begebenheiten basieren. Uns beeindrucken Historien genau so wie phantastische Themen.

Sind denn diese Geschichten zuerst da, oder werden diese erst den fertig komponierten Songs hinzugefĂŒgt?

Auch beim Songwriting wollen wir uns keinesfalls limitieren. Bisher war es aber immer noch so, daß die Texte erst im Anschluß an die Musik entstanden sind. Es existieren zwar Ideen fĂŒr Texte, doch es hat sich bisher noch nicht ergeben, einen Song rund um einen Text zu schreiben, doch wer weiß, wie es weitergehen wird, oder was uns in Zukunft einfallen wird.

OLYMPOS MONS-Bandphoto 2

Gutes Stichwort, was werden wir denn in absehbarer Zeit von OLYMPOS MONS erwarten dĂŒrfen?

Es ist noch zu frĂŒh, um detailliert ĂŒber ZukunftsplĂ€ne zu sprechen. ZunĂ€chst ist erst einmal Abwarten angesagt, ob und wie unser Album von den Fans aufgenommen wird. Sollte es diesbezĂŒglich positives Feedback geben, könnte sogar eine Tournee möglich sein. Wir sind jedenfalls fĂŒr alle Optionen zu haben, egal, ob als Support-Act oder auch fĂŒr Festivals. Mit Mikko Sepponen am Schlagzeug und Vili Ollila an den Tasten haben wir ja auch zwei weitere recht talentierte Musiker in der Band, allerdings fehlt uns im Moment ein geeigneter Bassist, wenn ihr also jemanden wißt, bitte sehr. [lacht] Es wird schließlich Zeit der Welt zu zeigen, was wir draufhaben.

Da darf man schon einmal gespannt sein. Kein Problem dĂŒrften Jari und Ian damit haben, ihre Abende auf Tour mit "sinnvollen" BeschĂ€ftigungen zu fĂŒllen, denn mit Dauer des GesprĂ€ches wurde das Gesagte immer unverstĂ€ndlicher...
Der vakante Posten am Viersaiter konnte in der Zwischenzeit ĂŒbrigens besetzt werden. Der neue Basser hört auf den Namen Krister Lundell und scheint ein alter Kumpel der beiden Hauptakteure zu sein.

http://www.olymposmons.com/

olymposmons@olymposmons.com

Vorbereitung, Interview & Bearbeitung:
Walter Scheurer

OLYMPOS MONS im Überblick:
OLYMPOS MONS – Conquistador (Rundling)
OLYMPOS MONS – ONLINE EMPIRE 22-Interview
OLYMPOS MONS – News vom 22.02.2007
andere Projekte des beteiligten Musikers Ian E. Highhill:
ASTRALION – News vom 22.12.2011
ASTRALION – News vom 08.02.2012
ASTRALION – News vom 18.03.2012
ASTRALION – News vom 27.11.2012
ASTRALION – News vom 02.06.2013
andere Projekte des beteiligten Musikers Mikko Sepponen:
ADAMANTRA – News vom 13.04.2008
ADAMANTRA – News vom 13.04.2008
ADAMANTRA – News vom 25.09.2011
ADAMANTRA – News vom 02.11.2011
CRAYDAWN – ONLINE EMPIRE 24-"Known'n'new"-Artikel
CRAYDAWN – News vom 22.10.2007
CRAYDAWN – News vom 22.10.2007
CRAYDAWN – News vom 07.01.2008
WISARD – ONLINE EMPIRE 4-"Upcoming Internationals"-Artikel
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